Wer hat nicht Lust , unbekannte Gebiete zu besuchen ?
Es gibt sie noch - doch ein Besuch ist nicht ganz ungefährlich .....
 
Allgemein
White Pocket ?
Kaum jemand , auch wenn er sich mehr oder weniger als " Südwest - Insider " fühlt , hat je diesen Namen gehört .
Und dies hat seinen Grund .
Die relativ schlechte Erreichbarkeit und Abgeschiedenheit haben es bisher vor einem möglichen Ansturm von Fotografen und Wanderern behütet ...
Damit dies auch so bleibt , werden sämtliche Anstrengungen , die Existenz dieses zum " Vermilion Cliffs National Monument " zählenden Erdenfleckchens
publik zu machen , tunlichst unterlassen ....
Bezeichnet es doch ein recht kleines , aber spektakuläres Gebiet im " amerikanischen Outback "   ;-)
 
 
 

White Pocket

White Pocket , Golden Butte

White Pocket

 
 
 
Besonderheiten
White Pocket ist einfach fantastisch !  Dies kann man ohne weiteres sagen .
 
Ein weiß - grauer Überzug bedeckt teilweise ein Farbgemenge aus Rot- , Weiß- und Gelbtönen .
Wo dieser Mix seinen " Mantel " bereits abgestreift hat , überkommt den Besucher das gleiche Gefühl wie etwa in den Coyote Buttes :
Das gibt es doch gar nicht !   oder :  Unmöglich !   oder : Traumhaft !  Genial !  Überwältigend ! ....
 
Hier hat wohl eine " höhere Macht " alles umgerührt und kalt werden lassen - und wir dürfen nun genießen....                          ;-)
 
 
Trip
White Pocket bezeichnet laut Karte eigentlich ein kleines Massiv , an dessen Fuße allerdings ein ausgedehntes Gebiet aus weißgrauem Slickrock
besteht , welches von einigen wunderschönen Brainrocks begrenzt wird .
Von dort aus hat man schon eine recht gute Sicht auf die " Coyote Buttes " , die man am unübersehbaren Top Rock ausmachen kann .
 
 
Zur " South Unit " der Coyote Area sind es nur knapp fünf Meilen Luftlinie . Das permitpflichtige Gebiet ist also ein Nachbar auf dem Paria Plateau...
Optische Highlights lauern an jeder " Ecke " der kleinen Ebene , aber auch eine Umrundung des nicht besonders großen Massivs lohnt in jedem Falle .
Überall finden sich neue und außergewöhnliche Motive . Festes Schuhwerk und lange Hose sind natürlich auch hier Pflicht !
 
 
Foto
Wie sollte es anders sein ?
White Pocket ist selbstverständlich in der untergehenden Sonne am schönsten - an diesen Zustand hat sich der erfahrene
Südwest - Fotograf schon gewöhnt , kennt er /sie dies doch weitestgehend von unzähligen anderen Locations des Colorado Plateaus ...
 
 
Aber auch in der Morgensonne entfaltet sich die Farbenpracht schon sehr schön , allerdings nicht so satt wie in der " Golden Hour " .
Tagsüber ist das Licht teils recht hart , unserer Meinung nach kann man hier aber mit einem entsprechenden Polarisationsfilter etwas gegensteuern .
Für einen " Japanertermin " ist diese Region eindeutig zu schade und die unbequeme Anfahrt viel zu gefährlich !
 
 
Vorsicht
Das White Pocket Massiv ist äußerst abgelegen . Die nächste Behausung ist viele Meilen entfernt . Im Süden der House Rock Valley Road , dort wo sie
von der US 89 Old abzweigt , ist eine kleine Ansiedlung ; im Norden dieser " Straße " , unweit der Auffahrt zur US 89 , befindet sich die Paria Contact Station.
Doch Achtung : Dies sind die nahesten Möglichkeiten , evtl. erste grobe Unterstützung zu bekommen .Sicher ist dies allerdings nicht ! Weder die Station noch
das " Gehöft " sind ständig besetzt ! Man kann also nicht auf Hilfe hoffen ! Den nächsten Arzt findet man erst in Kanab , Fredonia , Bitter Springs oder Page !
Die Anfahrt dauert Stunden , sofern man " durchkommt " , denn die Tücken lauern auf der An- und Abfahrt in diese und von dieser Gegend . .
Viele , viele Meilen sind es bis zu oben genannten Ortschaften ! Unterschätzt nicht die Gefahren !
Dies soll dem Interessenten keine Angst machen , aber etwas Vorsicht ist auf jeden Fall angebracht .
Besucher dieses Landstrichs sollten auf unplanmäßige Aufenthalte von mehreren Tagen gefasst sein .
Lebensmittel und Getränke sind also reichlich ( !!! ) einzupacken . Wir trafen zwei voneinander unabhängige Leute ,
die sich im Sand festgefahren hatten und drei Tage ausharren mussten - darunter ein Ranger aus dem Coyote - Gebiet !
Der wusste aber , worauf er sich einließ ; dementsprechend war er vorbereitet....
 
Beim Trip in diese Area ist unbedingt genug Wasser einzupacken ! Auch über ausreichend Puste sollte man verfügen - ihr seid auf dem Colorado Plateau !
Sandstürme sind auch hier keine Seltenheit . Das Erklimmen des Massivs ist teilweise möglich , aber auf keinen Fall ungefährlich .
Beim Versuch des Abstiegs musste unsere Kamera einige Blessuren hinnehmen - na ja , immer noch besser , als abzustürzen ....
Auch solltet ihr auf Getier wie Skorpione und Klapperschlangen achten - es kann sein , dass ihr euch den einen oder anderen Schattenplatz teilen müsst...  ;-)
Wer schreckhaft ist , dem könnte das eine oder andere Wildkaninchen , die es hier zuhauf gibt , zu schaffen machen .
Diese springen oftmals erst aus dem Gebüsch , wenn man fast darauf tritt ....
 
 
Anfahrt
Die Zufahrt zu White Pocket ist recht anspruchsvoll . Ein Allradfahrzeug mit möglichst hoher Bodenfreiheit ist unbedingt erforderlich !
Alle " Möchtegern - SUV's " müssen hier leider " draußen bleiben " ... 
Niemand tut sich einen Gefallen , wenn er das " Rental Car " böse beschädigt oder eingräbt ! Ein Versicherungsschutz gilt hier draußen nicht !
 
Zwei Wege kommen als " Zubringer " in Frage : zum einen ist dies der Weg zum Gebiet der " Coyote Buttes South " . Unweit der " Poverty Flat Ranch " ,
an deren nordöstlichem " Zaunsende " , zweigt ein Sandweg in Richtung Osten ab . Das ist die einzige Verbindung zu White Pocket von hier aus .
Man kann das Zielgebiet von dort aus schon gut erkennen .
Wer keine Lust darauf hat , abwechselnd über Felsschichten zu " kriechen " und tiefen Sand eiertanzend zu meistern , fährt am Abzweig zur CBS vorbei
und erreicht ein einst in Betrieb gewesenes Windrad auf einem kleinen Plateau - die besten Zeiten hat es allerdings schon hinter sich , und so steht
nur noch der Turm des Vehikels - die unübersehbaren Überreste eines großen Wassertanks sieht man schon am rechten Rand der kleinen Ebene liegen.
 
An einer ehemaligen Ranch biegt man nun Richtung Nordosten ab ( auf ca. " 10 Uhr "  ) - dies ist offensichtlich bis dahin der meistbefahrene Weg und
unterscheidet sich optisch schon von den weiteren Möglichkeiten erheblich . Linker Hand sieht man in der Ferne eindeutig das Rot der Coyote Buttes South.
Die Route zu White Pocket aber beschreibt eine Art großen Halbkreis rechts um dieses Gebiet .
" Gefühlter " weiterer Streckenverlauf ist eigentlich nur noch geradeaus .
Hier und da noch eine Kurve , aber man bewegt sich kontinuierlich nach Nord / Nordost auf das weithin sichtbare Massiv zu .
Wie eine große Burg " thront " es in der Ferne und erwartet dich...
Die CBS bleibt dabei immer ungefähr im gleichen Abstand zu des Fahrzeugs linker Seite . 
Doch die Gefahr lauert erst ein paar Meilen vor dem Ziel - dann wird die Strecke , die bis dahin recht problemlos befahrbar war , teilweise sehr sandig .
Um sich unnötiges " Durchwühlen " oder " Eingraben " zu ersparen , sollte man ein paar Tage vorher den Wetterbericht gecheckt haben :
ein Regenguss in diesem Gebiet wirkt wahre Wunder !
Ist die Zubringerstraße , " die House Rock Valley Road " , eventuell noch stellenweise rutschig , so hat man auf diesen reinen Sandpisten sehr gute Karten !
Denn das Material wird relativ fest ( kennt man vom nassen Sandstrand ! ) , sobald es feucht ist .
Dann sollte einer problemloseren Anfahrt nichts im Wege stehen.
Zum Glück ist White Pocket noch nicht permitpflichtig ; so kann man den Tag der " Anreise " frei planen und sich mit den Gegebenheiten gut arrangieren ...
 
Einige Meter vor dem Ende der anspruchsvollen Strecke führt diese direkt durch den Zaun einer kleinen verlassenen Ranch . Die Stallungen usw. sind
noch einigermaßen " in Schuss " und von weitem sichtbar . Beim Durchfahren der Einfriedung ist allerdings Vorsicht geboten :
Die Außenspiegel des Mietwagens könnten etwas abbekommen , denn es wird auf Grund der " hohen " Geschwindigkeit , die man zum Überwinden 
der Sandroute braucht , sehr eng zwischen den Kanthölzern ...   :-)
Kurz darauf hat man das Objekt der Begierde erreicht  - den Rückweg findet man am besten mit der " Track - Back - Funktion " eines   GPS Gerätes,
sofern man eines besitzt - empfehlenswert und wichtig ist es in der Wildnis der Vermilion Cliffs allemal ...

Back on Top

   Reiseliteratur   |   Reisewetter   |   Planung   |  Umtauschkurs  |  Travel Music  |  Rent A Car  |  Hotel & Motel   Our Videos  

 

 

 

USA Fotoalbum


Startseite  Flug  Mietwagen  Reisen  Tipps und Tricks  Trip 1999  Route 1999  Trip 2005  Route 2005  Trip 2006  Route 2006  Trip 2008  Route 2008

Bookmarks
Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: Icio Bookmark bei: Oneview Bookmark bei: Yigg Bookmark bei: Linkarena Bookmark bei: Digg Bookmark bei: Del.icoi.us Bookmark bei: Reddit Bookmark bei: Simpy Bookmark bei: StumbleUpon Bookmark bei: Netscape Bookmark bei: Furl Bookmark bei: Yahoo Bookmark bei: Blogmarks Bookmark bei: Diigo Bookmark bei: Technorati Bookmark bei: Newsvine Bookmark bei: Blinkbits Bookmark bei: Ma.Gnolia Bookmark bei: Smarking Bookmark bei: Netvouz Bookmark bei: Folkd Bookmark bei: Spurl Bookmark bei: Google Bookmark bei: Blinklist

 Christian Biesel © 2002-2012. Alle Rechte vorbehalten.1024x768. Javascript aktivieren.   Zu Favoriten hinzufügen