Lange als Geheimnis gehütet , konnten sich die fantastischen
Felstürme bis heute den meisten Touristen entziehen....

 

 
Vorwort
Das " Grand Staircase " , im Süden Utahs gelegen , ist wohl eines der unerforschtesten und unerschlossensten Gebiete der USA .
Unzählige Überraschungen erwarten hier den Besucher . Dies können unglaubliche Eindrücke sein , Abenteuer pur , Freiheit , Stille ,
aber auch unliebsame Begegnungen mit Naturgewalten und die Einsicht , wie schwer es doch allein hier draußen manchmal sein kann.....
Neben der Abgeschiedenheit dieser Gegend sind dies Gründe dafür , dass es viele Geheimnisse bis heute fast " für sich " behalten konnte...
Doch : Es gibt den Menschen !
Und der ist nun einmal von Natur aus neugierig .
Er will der Mutter Erde nach und nach auch die letzten "Secrets" abgewinnen .
Das soll er ja auch - aber bitteschön immer mit dem nötigen Respekt . Viele Tausend , ja Millionen Jahre Erosion , Wind und Wetter
waren nötig , um diese unglaublich fragile Landschaft so zu formen und zu gestalten , wie wir sie heute vorfinden dürfen.
Eine entsprechend große Verantwortung zur Erhaltung dieser Kostbarkeiten liegt bei uns - dem Menschen.....

Wahweap Hoodoo - Golden Ice

Wahweap Ghost
Wahweap Hoodoos
Location
Die Wahweap Area kann man getrost als eines der " Juwelen " des Grand Staircase Escalante National Monuments bezeichnen .
Lange Jahre wurde um den Standort ein riesiges Geheimnis gemacht und als "Top Secret" gehandelt ;
Und dies nicht ohne Grund :
Zum einen profitierten einige "eingeweihte" Fotografen davon , denn Motive dieser spektakulären Felstürme sind rar und somit teuer.
Zum anderen wird die Region durch die recht abenteuerliche Zugänglichkeit schon automatisch vor Massentourismus geschützt....
Wie oben bereits erwähnt: So wird jedes Geheimnis irgendwann einmal gelüftet - es ist immer nur eine Frage der Zeit .
Sicher dient es nicht der Begrenzung der Besucherzahlen - doch diese regeln sich oft selbst durch die doch recht intensiven
Reisepreise und Nebenkosten von allein , egal wie der Dollar zum EURO steht ....
Es ist schon ein Segen , das die US 89 einst gebaut wurde , um mehr Touristen in die wirtschaftlich eher mäßig nutzbare Region zu locken .
Der erhoffte " Ansturm " von Neugierigen , die Geld in die Kassen der Einheimischen bringen sollten , blieb aber zum Glück bis dato aus .
Fakt ist , dass so eine Möglichkeit geschaffen wurde , zu vielen spektakulären Naturschönheiten vorzudringen , welche der Menschheit
wahrscheinlich noch lange verborgen geblieben wären . Hier müssen wir den amerikanischen Pioniergeist einfach mal loben - basta !
Erwähnenswert sind auf jeden Fall Ziele wie der " Alstrom Point " , die " Rimrocks " , die " Coyote Buttes "  , " Vermilion Cliffs " ,
und " White Pocket " genau so wie der " Buckskin Gulch " , die " Cottonwood Canyon Road " , der " Cobra Arch "  , das " White Valley " ,
das " Toadstool Valley " und vieles mehr .
Trip 1
Um zu den Hoodoos zu gelangen gibt es zwei Möglichkeiten :
Der offizielle Weg , welcher auch vom BLM vorgeschlagen wird , führt ca. 7 km ( eine Strecke ! ) durch den " Wahweap Creek " .
Fast die gesamte Strecke ist zu Fuß zurückzulegen , da Fahrzeuge aller Art in diesem kiesigen Flussbett verboten sind .
 
Die Tour startet man in der Nähe der kleinen Ortschaft " Big Water " , nordwestlich von Page / AZ an der US 89 gelegen.
Am östlichen Ortsende teilt sich der Weg : 
Der rechte ( BLM 300 ) führt nach Osten . Hier erreicht man z.B. den " Alstrom Point " und die " Smoky Mountain Road " .
Die linke , nordwestwärts führende Piste schlagen wir nun ein - die " Fish Hatchery Rd ".
Nach kurzer Fahrt erreicht man ein eingezäuntes Gelände und sieht zur Rechten die " Fish Hatchery " .
Diese passiert man und stellt den Wagen , kurz bevor man den " Wahweap Creek " erreicht , ab . Kann man über einen 4WD verfügen ,
durchquert man den Creek und parkt nach einer halben Meile sein Vehicle auf der südöstlichen Seite der " Nipple Creek Road " .
An dieser Stelle treffen der " Nipple Creek " , der " Coyote Creek " und der " Wahweap Creek " , " bewacht " von weißem Fels , zusammen .
Von hier aus beginnt der Hike gen Norden . Die Hoodoos befinden sich nach besagter Strecke auf der rechten , westlichen Seite ,
etwas oberhalb des Creeks , an der Abbruchkante auf drei Sektionen verteilt , welche nur einige hundert Meter auseinander liegen......
 
Achtung
Der von uns nun beschriebene Weg ist  " nicht  ganz ohne bis gefährlich " !!!!!!
Tourvariante " 2 " ist zwar physisch weniger anstrengend , dafür um so gefahrenreicher....
Laut BLM , das in " Big Water " sogar ein Visitor Center betreibt , ist diese Strecke inoffiziell und nur als "Hike" zu nutzen .
Eine Warnung vornweg :
Hier draußen gibt es niemanden und nichts , was euch helfen könnte - solltet ihr auf eine Menschenseele treffen , so nennt es Glück....
Ein aktuellen Zustandsbericht für die Piste zu bekommen ist nicht möglich.
Also nur starten , wenn es etliche Tage niederschlagsfrei war .
Das Profil der Reifen setzt sich bei feuchter Witterung sofort zu : ein Manövrieren des Wagens ist dann nahezu ausgeschlossen .
Eine vorsichtige Fahrweise ist auf jeden Fall ratsam ,Teile der Piste können plötzlich einfach fehlen usw.  - Näheres im Reisebericht....
Den Mietwagen aufs Spiel zu setzen ist es nun doch nicht wert . Dann doch lieber Variante 1 nehmen...
Trinkwasser sollte für mehrere Tage vorrätig sein ; auch brütende Sommerhitze ist zu meiden : Schatten ? Fehlanzeige !   ;-)
 
 
Trip 2
Ausgangspunkt ist die " Cottonwood Canyon Road " , welche vom HWY US 89 in nördliche Richtung abzweigt.
Nach nicht allzu langer Fahrt biegt in Richtung Osten die BLM 431 von der Haupttrasse ab. Dieser folgt man nun .
Die Streckenführung ist etwas unübersichtlich  , aber mit Instinkt zu meistern ...
 
So muss man die " Brigham Plain Road " nach kurzer Zeit wieder verlassen und biegt auf die BLM 433A östlich ab.
Hauptsache ist , man hält sich wirklich immer wieder in Fahrtrichtung Osten . Ein Allradfahrzeug ist mit Sicherheit von Nöten.
Es müssen einige Washs durchquert werden , bei denen eine hohe Bodenfreiheit des Wagens von Vorteil ist .
Die " Road Conditions " (Pistenzustände) dürften gerade an diesen Stellen stark schwanken .
 
Dem Ziel nahe ist man , wenn vor euch ein weites Tal liegt, im Norden begrenzt von den tristgrauen Bergen der " Jack Riggs Bench " .
Im Osten liegt vor dem Besucher das Massiv der " Nipple Bench " . Hier versucht man nun einen vernünftigen Weg in die Senke ,
die völlig vegetationsfrei zu sein scheint , zu finden. Der ursprüngliche Pfad an der Westflanke ist nicht zu empfehlen , da dieser
teilweise weggespült ist :-)))  .   Am besten macht man sich erst einmal schlau , wie es um den Zustand der Piste bestellt ist .
Rutschig darf es auf keinen Fall sein , da bekommt man auch auf dem Rückweg ein echtes Problem , denn es müssen etliche Höhenmeter
überwunden werden . Am Fuße der " Nipple Bench " verläuft gut sichtbar die " Wahweap Drainage " . Etwas entfernt den Wagen parken .
Ihrem Lauf folgt man noch zwei Meilen nach Süden , bis man auf der rechten Seite die stattlichen Hoodoos am Felsrand erkennen kann.
Für diese Tour sind 2,5 bis 3 Stunden von Page aus einzuplanen .
 
Fazit
Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Außergewöhnliche und unvergessliche Eindrücke sind garantiert .
Einfach ist die " Anreise " allerdings nicht - man muss eben abwägen , welche Tour einem mehr liegt .
Bei Trip 1 tut man sogar noch etwas für die Gesundheit - na , wenn das nicht nach einem gelungenem Urlaubstag aussieht...      ;-)
 
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Vorsicht sollte aber ein ständiger Begleiter sein :
Das Gestein der Wahweap Hoodoos ist äußerst fragil - also aufpassen , wo man hintritt !
Aber auch der Trip selbst kann , wie oben beschrieben , Gefahren bergen ( z.B. Flash Flood in der Wahweap Drainage ) .
Um es ein wenig zu vereinfachen , haben wir die verschiedenen Tourmöglichkeiten hier dargestellt : Karte
Wer das Programm " Google Earth " ( Download ) zur Verfügung hat , kann die Gegend genauer , einschließlich GPS -Daten ,
( übertragbar auf ein GPS-Gerät ) erkunden " : Link                  Good Luck !!!

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