Die 2008'er Tour war bislang unsere längste ;
12000 Km in 30 Tagen - doch lest selbst ...
Reisetag : 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
Wir machen den Abflug...
 1.Tag
Tja , wie sollen wir beginnen ...

Abermals stehen wir heute , am 14.April 2008 , hier am Airport Frankfurt und warten auf den Start unserer
Delta - Maschine , welche uns zu unserem bisher aufwändigsten USA -  Southwest - Abenteuer befördern soll ...
Nachdem wir uns von unserem "Chauffeur" verabschiedet haben, checken wir ein ; die ersten Probleme gibt es beim Start :
Irgendeine Kontrolllampe hat den Geist aufgegeben , muss getauscht werden und verzögert unseren Abflug um ganze 50 Minuten .
Doch auf wundersame Weise holt der Pilot den Rückstand auf : Die Winde waren wohl günstig ...   ;-)
Pünktlich setzen wir am JFK Airport New York auf !  Suuuuuper gemacht , Delta Airlines !
Allerdings wird unsere Freude darüber durch einen übereifrigen Beamten der Einwanderungsbehörde , der uns eine geraume Zeit
über unser Warum , Wohin und wie lange wir hierher gekommen sind, ausfragt, sowie eine offensichtlich provisorische ,
aber dilettantisch eingerichtete Gepäckaufnahme bzw. -umlagerung erheblich gedämpft ; doch Ende gut - alles gut ...
Unser Anschlussflug befördert uns direkt nach Nevada...
Knapp dreißig Minuten früher als geplant betreten wir wieder einmal "unser" Las Vegas / NV und sind überrascht :
Inzwischen hat sich auch bei der "Mietwagenfirma unseres Vertrauens" , ALAMO , recht viel getan , und so werden wir
von einem Shuttlebus zu einem niegelnagelneuen Rent A Car Center  geschippert .
Hier sind nun alle möglichen Vermieter unter einem Dach vereint - warum auch nicht - macht irgendwie Sinn ...
Allerdings sind die guten Zeiten vorbei , an denen man sich an der Choiceline statt eines vorab bestellten günstigen Wagens
nun einfach unbehelligt ein teureres und besseres Vehikel aussucht ( so eine Art ganz persönliches Upgrade )   ;-(
Anschließend machen wir uns , wie schon 2005 , auf den Weg nach Primm / NV , südlich von Vegas gelegen, um dort
unsere erste Nacht dieses Trips in amerikanischen Betten zu verbringen - das haben wir uns heute redlich verdient !  Puh...
Mietwagen schon günstig gebucht ? Rent A Car ! 
Im Schatten der Joshua Trees ...
 2.Tag
" Auf ! Auf ! " ist die Devise : Wir haben heute jede Menge Meilen zu "schrubben" !

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Primm Valley Resort geht es nun auf dem Interstate 15 in Richtung Süden .
In Barstow / CA nehmen wir jede Menge Proviant , Wasser , Holzkohle und was man noch so braucht an Bord .
Zelt , Isomatten und Schlafsäcke haben wir aus Germany mitgebracht , hätten wir aber gut und gerne auch hier kaufen können ...
Das erste Ziel unserer Rundreise wird der Joshua Tree National Park sein , den wir die letzten Trips jedes Mal aus Zeitgründen
"opfern" mussten .  Es geht eine ganze Weile durch die recht trostlose Mojave Wüste bis nach Twentynine Palms / CA .
Von hier aus kommt man zum Nordeingang des Parks , den wir nach kurzer Zeit auch erreichen .
Im Visitor Center begleichen wir unseren Obolus in Form eines " Annual Pass " ( früher Golden Eagle oder National Park Pass ) .
Satte 80 USD werden mittlerweile dafür fällig : Hatten die Ranger inzwischen eine deftige Lohnerhöhung ???   ;-)
Bald erreichen wir den Campground zu Füßen der  " Jumbo Rocks " und suchen uns ein passendes Plätzchen für unser Zelt .
Der Aufbau muss recht schnell vonstatten gehen ,
da der Sunset näher rückt und wir noch etliche Standpunkte für unsere Cams suchen müssen .
Gut vorbereitet finden wir diese auch schnell und bringen unsere Apparate zum ersten Mal für dieses Jahr so richtig zum Glühen ...
Im Dunkel des hereinbrechenden Abends kehren wir zu unserem Zelt zurück und werden von einem etwas neunmalklugen
Camp - Nachbarn darauf hingewiesen , dass wir auf einem schon belegtem " Space " unser Nachtlager errichtet haben .
Doch die inzwischen zurückgekehrte "Inhaberin" Kelly aus Washington/D.C. ist gar nicht so unangetan von unserer Gesellschaft ,
hat doch so die alleine reisende Young Lady jemanden zum Quatschen gefunden - so profitieren beide Parteien davon ;
Platz ist schließlich auf dem Areal genug für mehrere Großzelte ...  Und nun gute Nacht ....
Viele Chollas und viele Meilen...
 3.Tag
Merke : Frühes Aufstehen sichert die besten Fotos !

Sobald die Morgendämmerung einsetzt , springen wir aus unseren Schlafsäcken und ziehen uns ziemlich " winterlich " an ;
Minusgrade erwarten uns zunächst hier draußen in der Höhenlage des Joshua Tree National Park ...
Mit vor Kälte zitternden Händen steuert Christian unseren Mietwagen zu einem kleinen Wäldchen - wenn man das so nennen darf ...
Hier gibt es unserer Meinung nach die interessantesten Shoots vor dem eigentlichen Sonnenaufgang zu machen.
Und wirklich : es gelingen uns reihenweise wunderschöne Silhouettenfotos der Yucca brevifolia und viele weitere tolle Pics .
Danach eine Wanderung zum Barker Dam , einem künstlichen Reservoir - herrlich blühende Kakteen säumen unseren Weg
dorthin . Später genießen wir die Fahrt vorbei an Unmengen dieser eigenartig gewachsenen Bäume hinauf zum " Keys View " ,
einem recht zugigem Overlook mit Blick hinüber zu den San Bernardino Mountains , alles in allem sehr "verwüstet"  ;-)
Am späten Vormittag kehren wir zu unserem Zelt zurück , um nun endlich mal unserer Morgentoilette nachzukommen und
unsere Habseligkeiten gut geordnet im Wagen unterzubringen . Auch unsere Nylonbehausung wird demontiert und verstaut ,
denn wir verlassen nun allmählich diesen magischen Ort - hatten gar nicht gedacht , dass es hier so schön ist !
Auf unserer Route in Richtung Süden stoppen wir am " Cholla Garden " - interessanter Name , stimmt´s ?
So empfinden wir das auch und halten an .  Hunderte Exemplare dieser Kaktusart bilden wirklich eine Art Garten ...
Das Gebiet ist eingezäunt , und ein Hinweisschild warnt eindringlich vor diesen recht gefährlich werden könnenden Pflanzen .
Denn : Hier wird scharf geschossen !  Christian bekommt dies recht bald am eigenen Leibe zu spüren ;
während wir diese eigenartigen Chollas ablichten und in Szene zu setzen versuchen , treffen ein paar weitere
Besucher ein und laufen eiligst , in bester Touri - Manier , durch das Netzwerk von schmalen Pfaden .
Da es langsam beginnt eng zu werden auf den Trails , möchte unser männliches Tourmitglied einfach nur nett sein
und macht den "Kurzzeitbesuchern" durch einen beherzten Schritt nach hinten bereitwillig Platz :
Doch Gutmütigkeit wird hier draußen in der Wildnis sofort bestraft !
Hunderte Stacheln bohren sich in Windeseile schmerzhaft in die Kopfhaut des Tripleaders - So eine Schei...   ;-(
Zeitsprung :  Wir beide sind inzwischen zum Auto zurückgekehrt ....
Ca. eine Stunde später hat Martina so ziemlich die meisten "Speerspitzen" dieser Kakteen unter Zuhilfenahme einer
im Notfallset befindlichen Pinzette aus Christians Haupt entfernt - hier und da piekst es noch , aber es geht wieder !
Danke , Mama.....      ;-)
Mit stark erhöhtem Vorsichts - Level begehen wir nun abermals das Areal und toben uns nach Herzenslust aus - soweit möglich ..
Am Nachmittag setzen wir uns Richtung Osten in Bewegung ; bis nach Phoenix / AZ wollen wir es heute noch schaffen .
Das wird ein ganz schöner Ritt , so knapp 300 Meilen liegen vor uns ...
In der hereinbrechenden Dämmerung erreichen wir Apache Junction/AZ , wo wir im " Super 8 " Motel uns endlich mal
wieder eine Dusche genehmigen und in warme weiche Betten kuscheln können  -  Mann , das hat doch was ...  ;-)
Many Miles - Bad Music ?  Das muss nicht sein... 
Dem Lost Dutchman auf der Spur ...
 4.Tag
Auch wenn es uns nicht gerade leicht fällt :

Punkt 5.00 AM klingelt der Wecker . Etwas zerknirscht werfen wir uns (natürlich nach der Morgentoilette  ;)
in unsere Klamotten , frühstücken etwas und verlassen zum Sonnenaufgang unsere Unterkunft .
Unsere Fahrt dauert nicht lange : nach einer Viertelstunde erreichen wir die sagenumwobenen "  Superstition Mountains " -
hier , in der " Sonora Wüste ", befindet sich der " Lost Dutchman State Park " , den wir heute näher unter die Lupe nehmen ...
Ein wunderschön zerklüftetes Bergmassiv erhebt sicht majestätisch aus dem mit Saguaro - Kakteen bewachsenen Umland -
jaaaaaa , so wird jedes Klischee vom " Wilden Westen " bestens bedient ...  ;-)
Der Morgen hat eine angenehm frische , klare Luft über die Gegend gelegt .
Und so wandern wir los , mal über feste Wege , mal querfeldein . Immer wieder ergeben sich neue Perspektiven
und Aussichten - goldgelb und orange blühende Wiesen säumen unseren Trail , auch die Kakteen zeigen ihre Blüten
und Reiter nutzen die Gunst der Stunde zum Ausritt : Im Frühjahr hierher zu kommen war genau die richtige Entscheidung ...
Immer wieder orientieren wir uns am " Prospectors View Trail " , bis wir beim Abzweig zum " Siphon Draw Trail " anlangen ; 
trotz relativ gut überschaubarem Gelände , das sich anders darstellt , als es die Landeignerin soeben beschrieben hat .
Hier trennen sich unsere Wege für eine Zeit - während Martina zu Füßen der Berge Motive sucht , erklimmt
Christian den drei Meilen langen Weg hinauf Richtung " Flatiron "  , einer markanten Erhebung auf dem Massiv .
Die inzwischen recht stark angestiegene Außentemperatur macht dabei beiden auf ihre Art zu schaffen...
Völlig durchnässt trifft der Sohn nach langer Wanderung wieder auf seine Mutter  ;-)  ,
und langsam , aber sicher machen wir uns auf , zu unserem Wagen zu gelangen - der muss auch heute noch viel fahren ....
Später sitzen wir im Schoße des Grand Cherokee und verlassen die Phoenix - Area gen Norden .
Heute Abend müssen wir unbedingt noch Hualapai Hilltop am Rande des Grand Canyon ankommen ;
ein Blick in die Karte verrät uns : we have a long way to go ....
Unser Weg führt weg von Kakteenbewuchs und Steppe im Süden zu den schönen Wacholderwäldern im Norden Arizonas .
Über Flagstaff , Seligman und die Route 66 erreichen wir spätabends den Endpunkt der Indian Route 18 .
Hier befindet sich ein großer Parkplatz in Form einer Wendeschleife . Einheimische und Besucher stellen dort ihre Autos ab ,
denn von hier aus geht es nur noch zu Fuß , mit Muli bzw. Pferd oder auch mit dem Helikopter hinunter nach Supai ....
Wir hauen uns noch eine Stärkung " hinter die Kiemen " , packen alles Nötige für die nächsten Tage
in die Rucksäcke und legen uns zur Ruh'   -   aaahhhh , das tut gut ;-)))
 
The long way to Supai
 5.Tag
3.30 Uhr läutet unser Handy .

Nein , niemand ruft uns hier in dieser Einöde an - falls das überhaupt funktioniert ; es ist derzeit zum Wecker " degradiert " ;-) .
Wir machen uns im Schutze der Dunkelheit mit ein paar Feuchttüchern frisch - nicht unbedingt schön , aber ist ja nicht für ewig...
Nach ein paar Happen unseres improvisierten Frühstücks schicken wir uns an , den Cataract Canyon ,
einen Seitenarm des Grand Canyon , mit Stirnlampen bestückt und beladen wie die Mulis , zu entern ....
Auf den späten Morgen , wenn die Coconino ( die Einheimischen ) so nach und nach Vorräte , Gegenstände und was
noch alles so im Canyon liegenden Dorf Supai benötigt wird , per Muli befördert haben und sich dann daran machen ,
das Gepäck der Touristen aufzunehmen bzw. faule oder körperlich unfähige Besucher ins Tal zu bringen , wollen wir nicht warten ...
Bis dahin soll unser Zelt schon aufgebaut sein ...     ;-)
So geht es im funzeligen Schein unserer Kopflämpchen zunächst einen steinigen , recht steilen , serpentinenartigen Pfad
hinunter in den Canyongrund - immer entlang einer Abbruchkante - nicht ganz ohne , wenn man nicht sieht , was da unten ist ...
Unterwegs begegnen uns Pferde , die wir auf Grund der bescheidenen Lichtverhältnisse nur schemenhaft ausmachen können -
ein komisches Gefühl befällt uns dabei schon , sind diese Tiere doch normalerweise nicht gerade Angst einflößend   ;-)
Unten im Grund angekommen , eingerahmt und behütet von hohen Canyonwänden , beginnt es nach und nach zu dämmern -
die herrliche Kühle und Frische des anbrechenden Morgens machen einen Großteil des Acht - Meilen - Marsches
recht erträglich , trotz unseres ziemlich groß ausgefallenen Gepäcks . Immer wieder müssen wir zu vorgerückter Stunde
ein wenig zur Seite springen , da die Indianer so nach und nach mit ihren Reittieren in Richtung Hilltop aufbrechen ...
Auch die ersten Wanderer begegnen uns nach einiger Zeit - sie wollen in die Zivilisation zurückkehren
und wünschen uns " Good Luck " für unsere bevorstehende " Mission "   ;-)))
Die auf mehreren Websites als etwas eintönige beschriebene Tour entpuppt sich als doch sehr schön und interessant ,
vorausgesetzt , man hat ein Auge für diese Natur  - was erwarten manche Leute zwischen aufragenden Felswänden ???   ;-)
Mit immer höher stehender Sonne nähern wir uns nun dem Dorf Supai , und unsere Akkus lassen merklich nach -
da ist ein kurzer Stopp an der Anmeldung am " Ortseingang " sehr willkommen ...
Doch dann , ausgerechnet in der prallen Mittagssonne , wartet das härteste Stück Weg auf uns :
es geht noch einmal zwei Meilen durch tiefen Sand zum Campground - daaaas schlauuuuucht ....  :-o
Doch beim Anblick dieser  zwischen den roten Felsen schlummernden Idylle verfliegt augenblicklich jede Last und Anstrengung .
Wir sind uns sicher : Das muss das Paradies sein - solch einen Ort findet man bestimmt nicht ein zweites Mal auf Erden ...
Da stört auch nicht , das hier einige Jugendgruppen ihr Lager aufgeschlagen haben ; alle sind ruhig und diszipliniert - TOLL !!!
Auch wir suchen uns einen schönen Fleck für unser Zelt .
Nach dessen Aufbau machen wir eine kurze Visite des Mooney Fall , kehren dann aber zurück zu unserer " Behausung " ,
legen wir uns in selbige und hören dem Rauschen des Havasu Creek , der nur ein paar Meter entfernt vorbeifließt ,
zu und schlummern ein ; Martina erwacht erst am nächsten Morgen wieder , Christian sucht nach schönen Blickwinkeln
für unser " Shooting " am nächsten Tag und kommt mit den " Eingeborenen " ins Gespräch - bis spät abends ...
Nun aber schnell in die" Heia " !
Havasupai gaaaanz ausgiebig ...
 6.Tag
Da wir gestern am " Check in " erfahren haben , dass heute , am Samstag , kein Helikopter von oder nach Havasupai fliegt

und wir nicht willens sind , den Rückweg wieder per pedes zu bestreiten , verwerfen wir unseren ursprünglichen Plan ,
heute noch aus dem Canyon zu kommen , ganz schnell und stellen uns statt dessen auf einen ausgiebigen Foto - Tag ein : Yeah !
Bald erweist sich , dass unser Umdenken die absolut richtige Entscheidung war - alles andere war ja nur so eine Idee ....   ;-)
Denn : Motive sind zwar hauptsächlich die Wasserfälle , aber auch sonst bietet der Creek mit seinen Terrassen
und " Stromschnellen " immer wieder ausreichend Material zum Ablichten ...
Auch die unterschiedlichen Tageszeiten und die daraus resultierenden verschiedenen Beleuchtungen bieten immer wieder
andere Foto - Momente. Und so bewegen wir uns , getrennt voneinander , " von Fall zu Fall "  ;-)))
Schön , dass man mal so viel Zeit hat , seine Ideen umzusetzen .
Allerdings ist auch heute Martina bald müde und Christian übernimmt alleine den Part des " Wanderers zwischen den Fällen "  ;-)
Der Trip gestern hat ihr wohl mächtig zugesetzt ...
Ergo : Schlafen wirkt Wunder , und nun gehen unsere Lichter aus :
Das Einzige , was die junge Nacht auf dem Campingplatz noch erhellt , ist das Ausglühen unserer SD - Speicherkarten  ...
Vom Canyongrund zur Route 66 ...
 7.Tag
Schon im Dämmerlicht des neuen Tages macht sich Christian auf die Socken ,

 

um abermals die Wasserfälle abzulichten , und zwar , noch bevor ein Sonnenstrahl sie " küsst " .
Das Wetter sieht nämlich ganz danach aus , als wollte " The Sun " recht ungehindert auf die Objekte der Begierde herab scheinen..
Christian hat am Vorabend erfahren , dass der Helikopter nicht vor Mittag beginnt , Touristen auszufliegen ;
zuerst kommen die Einheimischen dran , dann deren Gepäck , Lebensmittel , Hardware usw.
Dann geht es der Reihe nach : First Come - First Save ist das Motto ;
manchmal entscheidet auch das Gewicht von Passagier und dessen Gepäck .
So haben wir genügend Zeit , noch Pics ohne Ende zu schießen ...
Doch Martina verpasst " ihren Einsatz " und bleibt lieber noch ein wenig in der Waagerechten ...    ;-)
Etwas später entschließt sie sich dann , Zelt , Schlafsäcke usw. schon einmal im Alleingang zu verpacken ;
dabei geht leider die " Sehhilfe " zu Bruch - und damit auch erst einmal die Stimmung ...   ;-)
Nach des " Photographers " Rückkehr wird erst einmal gefrühstückt .
Nun , da schon alles verstaut ist , können wir kurz darauf den sandigen Bergaufpfad zum Indianerdorf in Angriff nehmen .
Dort angekommen , tragen wir uns in die Passagierliste ein und ein laaaanges Warten beginnt ...   :-o
Die eingangs erwähnten Jugendgruppen sind indessen schon lange " ausgewandert " ;
Dazu mussten sie allerdings stundenlang auf die Mulis warten , die den recht eintönigen Job verrichten ,
oftmals völlig unnötiges Zeug wildfremder Leuten  durch den Canyon zu transportieren - egal , in welche Richtung...
Bloß gut , als Mensch auf dieser Erde zu verweilen , denken wir - und : Da macht doch das Warten gleich wieder Spaß !  ;-)
Am Hilltop angekommen , bauen wir " unseren Wagen " nochmals völlig um , denn etliches Equipment der letzten Tage
benötigen wir in nächster Zeit nicht - dann Abfahrt gen Süden , wo wir nach einigen Meilen auf die Route 66 treffen ...
Unser Weg führt uns nach Osten , wo wir in Seligman einen Stopp einlegen : hier wollen wir , wie schon auf unserer 2005er Reise ,
Mr. Angel Delgadillo treffen , seines Zeichens Initiator der Historic Route 66 Association und Betreiber eines Friseursalons...
... gewesen : Das Ding hat sich , seitdem der " Meister " nicht mehr schafft , zu einem gut gehenden Souvenirshop gemausert !
Wie gerne hätten wir ihn mal selber gesprochen und ihm zu seinem Erfolg gratuliert , aber ausgerechnet heute er ist in Kingman ,
ebenfalls an der Route 66 gelegen , zu einem Geburtstag eingeladen  : Wat'n Pech auch  ;-(
So nutzen wir die verbleibende Zeit zum Ablichten von Route 66 - Kuriositäten , die hier im Ort mehr oder weniger
authentisch für die Touris oder einfach nur zum Anschauen aufgebaut sind - einschließlich Delgadillos' " Barbershop " ;-)
Am Abend machen wir dem östlich gelegenen Flagstaff unsere Aufwartung . Hier können wir uns mit " Fressalien " eindecken
und im Wal Mart eine neue Brille , wenn auch Marke " Kassengestell " für den Pechvogel Martina erstehen ...   ;-)
Es ist schon recht spät . Deshalb versuchen wir bei einer  uns in guter Erinnerung gebliebener Motelkette unterzukommen .
Doch : Flagstaff , das hast du nicht verdient !
Dreimal tauschen wir das Zimmer , bis das erste brauchbare auftaucht ; Motel 6 in der Lucky Lane - nicht empfehlenswert !!!
Doch wer müde ist , schläft überall - deshalb : Augen zu ( und durch ) .....

 

Tatahatso Point + Coal Mine Canyon
 8.Tag
Das Gefühl , die Nacht in Norman Bates Motel verbracht zu haben ,

verflüchtigt sich erst nach einem deftigen mexikanischem Breakfast ....   ;-)
Heut' setzen wir unsere Fahrt nach Norden fort - grobe Richtung : Page / AZ .
Jedoch nicht ganz so weit - das heben wir uns für später auf ...
Auf dem Programm steht der " Tatahatso Point " - eine weitere , aber unbekannte hufeisenförmige Schleife des Colorado Rivers ;
Leider weiß auch kaum jemand den Weg dorthin    ;-(
Zwar haben wir die GPS - Daten der Schleife bei " Google Earth " herausgefunden ;  aber Wegbeschreibungen : NULL ...   ;-(
Clever , wie wir sind , wenden wir uns , im Zielgebiet angekommen , an einheimische Natives ;
doch die haben , ganz entgegen unseren Erwartungen , überhaupt keinen blassen Dunst , wonach wir hier fragen ...
Haben die doch schon betagten Einwohner null Ahnung , dass es in der Gegend überhaupt so etwas gibt ?
Weder von uns gezeigte Bilder und Karten helfen da weiter - einzig unser GPS - Gerät weist zumindest die Luftlinie...   :-o
Teilweise versteht man uns hier noch nicht einmal - kein Zeichen für unser schlechtes Englisch , sondern :
Viele Indianer sprechen keines !  Das müssen wir erst einmal verdauen !
Dafür lernen wir die Leute hier draußen kennen : einen Farmer , einen Schäfer und etliche andere Leute .
Selbst einen zugemauerten Hogan finden wir ; natürlich nähern wir uns dieser Grabstätte mit dem nötigen Respekt ...
Alles in allem gestaltet sich die Suche nach dem Weg zum Zielort etwas länger , als wir erhofft haben ;
es gibt in dieser Gegend jede Menge Wege , doch alle scheinen schon lange nicht mehr befahren worden zu sein ,
und so lässt sich keine der Pisten als die richtige einordnen . Immer wieder enden diese im Nirvana oder an Klippen ,
die mit unserem Jeep einfach nicht machbar sind ...
Etwas später als gedacht erreichen wir endlich den " Tatahatso Point " - die Schleife des Colorado Rivers ist herrlich ,
einzig der inzwischen aufgezogene Dunst und der damit abhanden gekommene blaue Himmel sind etwas ärgerlich ....
Nach einer geraumen Zeit verlassen wir diesen magischen Ort .  Many Miles östlich von hier befindet sich unser " Next Stop " ...
Unsere Fahrt endet an der Canyonkante des " Coal Mine Canyon " , unweit der Kleinstadt Tuba City / Arizona .
Nun haben wir noch genügend Zeit , gute Fotopositionen zu scouten und uns auf den Sonnenuntergang vorzubereiten .
Der Himmel ist in der Zwischenzeit wieder aufgeklart und bietet so die besten Voraussetzungen für Super - Fotos ...  ;-)
Nachdem wir uns " verausgabt " haben , fahren wir zurück nach Tuba City , um dort eine Bleibe für die Nacht klar zu machen ;
doch es kommt anders als gedacht : Die Anzahl an Unterkünften ist recht begrenzt und heute zudem ausgebucht ! Sch...
So versorgen wir uns noch in einem Supermarkt mit Essbarem und bei Subway mit Sandwiches und kehren
zum Canyon zurück ,  wo wir in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem hübschen Windrad unser Lager aufschlagen ...
Coal Mine , Hopis und Secret Canyon
 9.Tag
Maaaaaaann , it was a very cold night !   :-o

Jede volle Stunde haben wir die letzte Nacht den Wagen etwas laufen lassen , um die Heizung auf Temperatur zu bringen .
Von der Sache her widerstrebt uns solch ein Umwelt verpestendes Verhalten - aber lieber so , als erfroren ...
Nicht auszudenken , wenn wir das Zelt aufgebaut hätten ...   ;-(
Noch vor Sonnenaufgang postieren wir uns am Rand des Coal Mine Canyon , um gute Bilder machen zu können -
mit der aufgehenden Sonne frischt aber auch ein Wind auf , der das eine oder andere Mal die Stative wackeln lässt ...
Kaum ist der Sunrise vorbei , wird das Licht zu hart , und wir entschließen uns zur Weiterfahrt.
Die nächsten Stunden werden wir völlig frei von Motivsuche , Kameraeinstellungen etc. verbringen !  Uhhhhhhhh.....
Denn wir entern nun Hopi - Land , und dieser Indianerstamm mag es gar nicht , wenn man auf seinem Territorium herumknipst.
Selbstverständlich gilt das auch für uns .
Stattdessen besuchen wir die " Second Mesa "  , einen der drei Hauptorte der Hopi - Indianer .
Wir schauen uns ausgiebig in dieser kleinen , sehr speziellen Ortschaft um 
und sind von der offensichtlichen Rückständigkeit der Einwohner sehr bewegt ...
Christian erinnert dieser Anblick stark an seine Besuche in Afrika - irgendwie komisch , hier beim " Trendsetter " USA ...  ;-(
Etwas später bestaunen wir die Exponate im " Hopi Cultural Center " , einem schönen Museum etwas außerhalb des Ortes .
Wirklich sehr interessant hier ! Besonders die Schwarzweiß-Fotos aus den 20er Jahren...
Gerade diese super arrangierten , viele Jahre alten Portraits von Stammesangehörigen haben es uns angetan .
Aber auch die Lebensweise , Religion , Ackerbau und deren Veränderung mit der zunehmenden Einflussnahme der
Europäer und des Christentums sind sehr gut und anschaulich dargestellt . Prima und absolut besuchenswert !
Am Nachmittag verabschieden wir uns von diesen netten Leuten .
Unseren Trip setzen wir über unbefestigte Straßen und Wege fort , auf deren Lage und Streckenführung wir an dieser Stelle 
nicht näher eingehen wollen , da , wie zuvor beschrieben , die Hopis es nicht gerne sehen , wenn man " Geheimnisse " preisgibt...
Nur soviel : Irgendwann landen wir im " Secret Canyon " ( nicht die offizielle Bezeichnung , nur unser Arbeitsname ) ;
eine Location , die wir seit einiger Zeit von Michael Fatalis Arbeiten kennen ,
aber deren Position wir nur durch einen absoluten Zufall im Zuge der Vorbereitungen zur diesjährigen Reise herausbekamen ...
Hier toben wir uns bis nach Sonnenuntergang aus : Ein Wahnsinn , was es hier für Motive gibt - unzählig und einmalig ...  ;-)))
Leider kommt es noch am selben Abend zum Disput !
Christian hat einen kurzen , aber unbekannten Weg zu einem der in der Nähe liegenden Highways zu fahren geplant ;
in Anbetracht der " Road Conditions " besteht Martina vehement auf der Rückfahrt über die zuvor genommene Route und
setzt sich durch - irgendwann spät abends landen wir abermals in Tuba City , wo wir wenigstens unsere Vorräte aufrüsten
und uns dann nicht zur erneuten Motelsuche , sondern zur Weiterfahrt zum frühmorgendlichen Ziel entschließen ....
Nach vielen unnötigen Meilen und 'ner Menge verschwendeter Zeit suchen wir uns einen ganz speziellen Platz zum Parken...
Nun betten wir uns auf die Autositze und fiebern der nächsten kalten Nacht entgegen   ;-)
Vom White Mesa Arch zum MV
10.Tag
Der noch jungfräuliche Morgen beginnt sich nach und nach aufzuhellen , und wir brauchen nur aus dem Wagen

zu steigen , um unser nächstes Motiv noch vor dem Sunrise auf unsere Speicher zu bannen ...
Unsere Nachtruhe haben wir nämlich in unmittelbarer Nähe der " Elephant Feets " ,
zweier frei in der Landschaft stehenden Sandsteinmonolithen , verbracht ...
Besonders praktisch : Wir können von hier aus gleich ein weiteres Vorhaben realisieren : einen Besuch des " White Mesa Arch " !
Leider haben wir keine direkte Anfahrtsbeschreibung zu Verfügung ; lediglich die ungefähre Lage des Felsbogens
ist uns so einigermaßen bekannt - wie wir nun dort hinkommen , müssen wir vor Ort abchecken ...
Wir biegen auf staubige Indian Routs ab , aber keine will uns so recht zusagen . Danach versuchen wir es via Nebenstrecken .
So nach und nach nähern wir uns dem Arch . Unterwegs fragen wir auf einer einsamen Ranch , durch die eine
der Pisten führt , nach dem ungefähren Weg ; doch auch hier spricht man zu unser Verwunderung kein Wort Englisch !?
Allerdings kommen wir , nach einiger Zeit , mit Hand- und Fußsprache doch noch zu einer Beschreibung ...
Nicht viel später erreichen wir die Base des Sandsteingiganten und sind einfach nur beeindruckt   ;-)
Über staubtrockene , ungeteerte Navajo - Roads rasen wir , mit einer riesigen Sand - Wolke am Heck , Richtung Kayenta / AZ .
In diesem " Vorort " des Monument Valley  ;-) möchten wir uns gerne mit einem Fotoguide verabreden  ,
der uns zu entlegenen Plätzen im Tal der Monumente führen soll ; doch leider haben wir nur seinen Anrufbeantworter
als Gesprächspartner , und so wird nichts aus unserem Plan - das soll sich allerdings noch als die bessere Variante herausstellen...
Wie so oft haben wir auch dieses Mal einen " Plan B " : Wir disponieren um und probieren , hinauf zu " Hunt's Mesa " zu kommen .
Es ist früher Nachmittag , und ehe wir oben auf diesem Plateau sind und geeignete Stellen gescoutet haben ,
von denen man die perfekte Sicht auf das Monument Valley für Sunset - Shoots hat - das kann dauern ....
Doch : Unverhofft kommt oft !
Eigentlich haben wir alles richtig gemacht : den richtigen Weg eingeschlagen , Kurs gehalten und uns über ruppige
Felspassagen gequält ; die Bandscheiben sind jetzt neu sortiert , und eine wichtige Hürde ist als nächstes zu nehmen :
ein ausgetrocknetes Flussbett ( Wash ) , das schon seeeeeehr lange kein Wasser mehr gesehen hat !
So fährt sich das Ganze auch - unter Vollgas wühlen wir uns viele hundert Meter durch den knietiefen Kies ...
Doch kurz vor Erreichen des griffigen Sandsteins , der die Basis der Mesa bildet , stoßen wir auf eine Absperrung :
" Nur für autorisierte Personen ! " . Eine stählerne Kette macht uns in diesem Moment unseren Plan zunichte...    ;-(
Komisch , da ein großer Teil des Tafelberges nicht unter der Verwaltung der Navajo Nation steht und zugänglich sein sollte ...
Ok , wo " Plan B " nicht greift , gibt es immer noch " Plan C " !     Und so finden wir uns , nachdem wir uns mit letzter Kraft
des großen " Cherokee " aus dem Wash gewühlt haben , abermals nach 1999 , 2005 und 2006 im immer wieder sehens-
und besuchenswerten Monument Valley wieder - mit einer Einschränkung : Der Wind wird immer unerträglicher !
Ans Foto - Schießen ist nun nicht mehr zu denken , denn das Tal liegt inzwischen unter einer dunkelroten
Glocke aus Sand und Staub - aus derselbigen machen wir uns nun auf in Richtung Westen , um Schlimmerem zu entgehen ....  ;-)
Unsere Fahrt führt uns vorbei am " Church Rock " und den " Dancing Rocks " ,
die wir unter sehr außergewöhnlichen Bedingungen ablichten .
Der Highway einschließlich der Nebenstrecken sind " vom Sande verweht " , doch wir lassen uns nicht entmutigen und
" spuren " hier neu ; der Allradantrieb unseres Vehikels bekommt gut zu tun , und wir entsteigen unserem Jeep
nahe einer Hügelkette . Wie in der Schussrichtung eines Sandstrahlers kämpfen wir uns , die Fotoausrüstung schützend ,
immer weiter bergauf und unsere Vermutungen werden bestätigt :
Oben auf der Anhöhe ist es zwar weiterhin windig , aber nicht mehr so sanddurchsetzt . Wir warten immer wieder
die Pausen des Windes ab  , um eindrucksvolle Pics von den rostroten Felsen inmitten der platten Tiefebene zu schießen ...
Den Tagesausklang erleben wir aufgrund des Wetters im entfernten Chinle / AZ , denn : Morgen früh geht's munter weiter ;-)      
Heute : a trip around Chinle !
11.Tag
Dreißig Minuten nach 4.00 Uhr verschafft sich unser " Aufwachunterstützungsgerät " lautstark Gehör ...    ;-(

 

Wir stürzen aus unseren Best - Western - Betten , greifen uns das Fotoequipment und streifen uns das Nötigste über ...
Wie die Henker treiben wir den Jeep aus der " Stadt " ; es geht über üble , fast unbefahrbare Trails
( das letzte Unwetter hat an dieser Stelle wohl stark gewütet ) hinauf in die Anhöhen rund um Chinle ....
Diese von uns recherchierte  Streckenführung kann nun wahrlich nicht das " Non Plus Ultra " sein ...   ;-)
Und so lassen wir uns noch eine Weile vom dämpfermordenden Wegezustand durchschütteln ...
Dies hat den Vorteil , dass auch Körperpartien , die sonst etwas unter Rotationsmangel leiden , wieder mobilisiert werden  ;-)
Bis zum Sonnenaufgang ist noch ein wenig Zeit , und das gibt uns ausreichend Gelegenheit , die besten Standpunkte zu
suchen , um nachher den " Hope Arch " abzulichten , gerade dann , wenn ihn die ersten Sonnenstrahlen berühren - mmmmhhhh ...
Nachdem wir den Tagesanbruch inmitten dieser Landschaft genossen haben , geht es nun über eine
weeeeesentlich bessere Gravel Road  , auf die wir zum Ende unserer Hinfahrt stießen , zurück nach Chinle ;
Kurzer Stopp im Motel - hier packen wir unsere " Sieben Sachen " , checken aus und stärken uns
im nahegelegenen Restaurant , es gibt " Park Ranger Omelett "  - wow  , das hört sich doch vielversprechend an !
Gut gestärkt machen wir uns auf zum " Canyon de Chelly " , den wir 2005 schon einmal kurz besuchten .
Hier wollen wir , um zu einigen Zielen zu gelangen , einen Guide anheuern , aber keiner hat Zeit , und warten wollen wir nicht .
Erst am Nachmittag ist wieder jemand verfügbar , und das ist nun wirklich zu spät , zumal teilweise gewandert werden muss   ;-(
Also gehen wir unsere Tour etwas gelassener an , besuchen mehrere Outlooks am North Rim , begeben uns , dem
Verlauf der Sonne angepasst , später an die Südkante des Canyons und versuchen unzählige Einstellungen ,
Panoramen usw. vom Inneren der Schlucht zu machen ...
Am Nachmittag macht sich Christian alleine zur " White House Ruin " auf - diesen Wunsch hat er schon lange gehegt ...
Mit dem langsamen Verschwinden der Sonne heißt es auch für uns aufzubrechen .
Unser Kurs : Farmington / NM ; es geht über Lukachukai / AZ und Red Rock / AZ durch eine wundervolle Landschaft  
steil bergauf , vorbei am " Beautiful Mountain " ( 3000m ) - überall liegt noch Schnee links und rechts der Straße - boah , geil ...
Am höchsten Punkt der Road können wir weit unten im Tal schon Shiprock / NM ausmachen 
einschließlich des gleichnamigen Monolithen , eines unserer nächsten Ziele .    Route
Nachdem wir in Farmington angekommen sind  , füllen wir abermals die Vorräte auf und starten den Versuch ,
eine preisgünstige Bleibe zu finden - dieses ist aber ein Schuss in den Ofen , denn wir wollen sehr früh aufstehen
und da sind 80 USD und mehr für 'ne Dusche und drei/vier Stunden Federbett eine völlige Fehlinvestition ....
Nun kommt es auch nicht mehr auf die eine oder andere Meile zusätzlich an .
Im Süden Farmingtons , beim Nordeingang zu den Bisti Badlands , gibt es einen netten Parkplatz - unser " Nachtlager " ...  ;-)
Bisti - Chaco Canyon - Bisti ...
12.Tag
Das fahle Licht des grauenden Morgens bedeutet uns : Es ist Zeit , der " Koje " zu entsteigen ...

Normalerweise bemerken die meisten Menschen , zu Hause weich gebettet , einen solchen Moment nicht .
Das ist auch nicht verwerflich , würden wir die letzte Nacht doch auch lieber in der eigenen Heia verbracht haben ....
Denn : Es ist kein Genuss , bei Minusgraden seinen Schlaf in einem Auto zu verbringen - da gleicht das Aufstehen einer Erlösung ...
Natürlich hat uns auch die Vorfreude auf unser " Next Aspiration " die letzten Stunden nicht zur Ruhe kommen lassen .
Schließlich geht es wieder in die Bistis ; zu denen haben wir seit unserem Trip in 2005 eine ganz besondere Beziehung ...   ;-)
Eisiger Wind umstreift uns auf dem Weg zu diesem Hoodoo - Mekka ;
Zwar ist's bitterkalt , aber die langsam hervorlugende Sonne wärmt zuerst unsere Gedanken , dann unsere Bodys ...
Nachdem wir unsere " Sunrise - Ziele " fotografisch umgesetzt haben , geht's zurück zum Wagen .
Aus diesem steigen wir erst wieder im " Chaco Culture National Historical Park " ,
der noch viele Meilen weiter im Süden liegt .   Das Wetter hat sich hier komplett auf " Schön " gestellt ,
und so können wir die wärmenden Strahlen auf unserer Haut spüren , während wir das Areal näher unter die Lupe nehmen ;
einst lebten hier die Vorfahren der Hopi und Diné in einem hochentwickelten kulturellem Zentrum .
Dieses UNESCO - Weltkulturerbe ist sehr gut restauriert , und wir dürfen es nun endlich einmal bewundern !
Stunden später  , es ist nicht mehr lange hin bis zum Sonnenuntergang , sind wir wieder an unserem
morgendlichen Ausgangspunkt angelangt - den Bisti Badlands : Haben Sie damit gerechnet ?   ;-)
Mit schnellen Schritten steuern wir nun den wahrscheinlich einzigen Punkt dieses lebensfeindlichen Areals an ,
welchen wir bis dato noch nicht gesehen haben - die " Egg Factory " ; wir müssen ja noch Kamerastandpunkte suchen ...
Es wird probiert und geknipst was die Speicherkarten unserer Cams zulassen ...
Mit vor Stolz geschwellter Brust steuern wir geradewegs im Dunkel des noch jungen Abends auf den Jeep zu ,
entnehmen ihm den Grill , das Bratgut und fachen nun ein Feuerchen an , auf dem eine halbe Stunde später
saftige Steaks vor sich hin brutzeln ; nach dem Verzehr dieser leckeren Mahlzeit kuscheln wir uns abermals in
die kräftigen Wangen der Sitze unseres Gefährtes und schlafen zufrieden ein .  Uhhhh  

 

Ah Shi Sle Pah vs. Shiprock ...

13.Tag
Die ersten Stunden des neuen Tages führen uns südöstlich der Bistis ,

 

nach " Ah Shi Sle Pah " , einem ähnlich gearteten , aber optisch doch recht eigenständigen Gebiet .
Seit einigen Wochen wabert dieser Begriff durch das Internet , und wir sind gespannt , was sich dahinter verbirgt ...
Entlang des Rims eines riesigen Washs findet der Wandersmann etliche Ansammlungen von Steintürmen .
Leider erscheint das markante , oft gelobte gelbe Band am " Bauch " der Hodoos je nach Ausleuchtung recht blass ;
der Himmel hat sich nach und nach zu einem einzigen Grau zusammengezogen   ;-(
Das ist natürlich ( auf gut deutsch ) Mist !
Aber wir lassen uns dadurch die Laune nicht verderben und stellen zwischenzeitlich ein Foto nach ,
das wir auf einer befreundeten Website erspäht haben - irgendwie cool , so an der selben Stelle zu " posen " ..    ;-)
Auf dem Rückweg zu unserem Car lässt sich der Wettergott doch noch erweichen , etwas Sonne scheinen zu lassen .
So entstehen brauchbare Pics ; wir haben die Anfahrt nicht umsonst getätigt , und unsere Missstimmung zerstiebt zusehends ...
Der Wind nimmt immer mehr an Stärke zu - ein vernünftiges Fotografieren ist kaum mehr möglich ;
zu sehr sind die Geräte dem aufgewirbelten Sand ausgesetzt , oder die Stative beginnen ständig zu wackeln .   Nö , so nicht !
Auch der Versuch , sich nun endlich einmal frisch zu machen ( haben wir zeitlich etwas verschoben ) und umzukleiden ,
wird zur Tortour - von allen Seiten fliegt der Sand in den Wagen , aber so ganz ohne Türenöffnen geht es nun mal nicht ...   ;-(
Am Nachmittag spulen wir wieder viele Meilen ab und bewegen uns zurück nach Norden .
Kurzer Zwischenstopp in Farmingtons Wal Mart , das Level unseres Vorratbestandes wieder nach oben fahren
und weiter nach Shiprock , wo wir den Namen gebenden und ganz in der Nähe liegenden Monolithen ablichten werden .
Auch dort sind die Bedingungen vor lauter Wind schwierig , aber machbar .
Es ist ist genug Zeit , um interessante Blickwinkel auszukundschaften - das hilft uns dann etwas später 
während der Sonnenuntergangsphase recht gut : Wir haben nun nur noch einen Feind - den stark böigen Wind ...
Da es in Shiprock selbst keinerlei Unterkünfte gibt und wir nach fließendem Wasser verlangen ,
fahren wir das Stück hinüber nach Farmington / NM ,
wo wir im Motel 6 einchecken und eine bekannte Schnellrestaurantkette "entern" - dann : Schnarch.....
Vom Shiprock zum Bandelier NP !
14.Tag
Wer unsere Reiseberichte der letzten Jahre mitverfolgt hat , ist nun gar nicht verwundert :

Wie nicht anders zu erwarten , stehen wir pünktlich zum Sonnenaufgang wieder in der Nähe des Shiprocks ,
um diesen auch bei Morgenlicht durch die Objektive unserer Kameras zu " observieren " ( fast noch besser als abends ) ...   ;-)
Nachdem dieses Schauspiel zu Ende ist und bevor das grelle Licht eines wolkenlosen Tages vollends die Oberhand gewinnt  ,
zieht die Landschaft östlich von Farmington / New Mexico an unseren Wagenfenstern vorbei.. .
Gut in der Zeit liegend , gönnen wir uns mal wieder seit längerem ein zünftiges Breakfast in einem Bloomfielder Restaurant .
Hier läuft heute die " all you can eat " - Nummer : Einmal zahlen und vom Buffet essen , was du schaffen kannst oder willst ...  :-o
Nach unserer " Wiederbefüllung " steuern wir den Jeep nach Cuba !  Ja ja , die Welt ist zusammengerückt ...   ;-)
Cuba in New Mexico , ist doch logisch . Im Ort biegen wir östlich auf die State Route 126 ab  .
Diese führt hinauf in die Berge , vorbei an Unmengen von Schnee , einsamen Seen , Dreieinhalbtausendern ,
grünen Wäldern , Campingplätzen und idyllisch gelegenen Ranches ;  Mann , New Mexico hatten wir uns karger vorgestellt !
Im Schatten der Jemez Mountains wartet geradezu ein National Monument auf den Besuch deutscher " Entdecker "...   ;-)
In diesem Bewusstsein biegen wir kurz vor Los Alamos zum " Bandelier National Monument " ab .
Der Park macht einen sehr aufgeräumten Eindruck , und wir lernen eine ganze Menge Neues über das Leben der
amerikanischen Ureinwohner . Obwohl es hier an die tausend nachgewiesene Wohnstätten gibt , halten wir uns
nur im Frijoles Canyon , der Hauptschlucht des National Monument , auf .
Hier konzentrieren sich die meisten Hinterlassenschaften und Gebäudereste aus grauer Vorzeit .
Deshalb teilen wir uns auf : während Martina den Canyongrund sichtet , macht sich Christian auf die etwas anstrengendere
Tour zu einer in den Felswänden gelegen Kiva - diese ist nur über sehr steile Leitern und schmale Pfade erreichbar . 
Da hält sich der " weibliche Hiker " vornehm zurück . Auch sind wir nicht die einzigen deutschsprachigen Reisenden hier ;
Südwestfans aus der Alpenrepublik Österreich haben ebenfalls den Weg hierher gefunden , und man kommt ins Gespräch ...
Die Stunde vor dem Sunset ist an diesem geschichtsträchtigen Ort wieder einmal die wohl wichtigste für Fotografen .
Das sehr helle Gestein des Canyons nimmt nach und nach eine annehmbare Färbung und Ausleuchtung an :
Jetzt ist unser Einsatz !   So ziemlich als letzte Besucher verlassen wir den Park ...      ;-)
In der Dunkelheit reisen wir weiter nach Süden in die Hauptstadt New Mexicos - Santa Fe .
Motel 6 ist wieder unsere Adresse - einfach günstig , mehr braucht der Reisende , der nur ein paar Stunden stoppt , nicht .
Dennys , schräg gegenüber , hält noch eine reichhaltiges Menü für unsere ausgezehrten Leiber bereit ; mmmhhh

 
Von den Tent Rocks nach Taos ...
15.Tag
Ein Blick aus dem Motelfenster stimmt uns etwas traurig : Kann Mann / Frau denn nicht einmal ausschlafen ???

Aber wir haben uns den Wecker ja extra so gestellt , um rechtzeitig unser nächstes Motiv vor die Linse zu bekommen ;-)
Da man ja noch die Morgentoilette erledigen , Taschen packen und auschecken muss , gehen ja noch etliche Minuten drauf ...
Minus zwei Grad Celsius zeigt das Thermometer , aber der Himmel ist wolkenlos , und es schaut nach einem schönen Tag aus .
Wir befahren den Interstate 25 nach Süden - einige Exits später biegen wir zu dem Kasha Katuwe Tent Rocks NM ab .
Leider sind wir etwas arg früh vor Ort und werden von einem sich erst um 8.00 Uhr morgens öffnenden Tor aufgehalten .
Wir haben also noch etwas Zeit und sehen uns mal die Gegend um den Nachbarort  Cochiti Pueblo  an . 
In der Nähe ist ein relativ neu errichteter Staudamm zu bestaunen - man findet hier einen Golfplatz , Marina und
Bootsanlegestellen genauso wie Stellplätze für Motorhomes , Zelte und Ferienappartements .
Offensichtlich ist dies ein schönes Ziel für Besucher aus Albuquerque , Santa Fe und dem restlichen Umland : Nicht schlecht !
Nachdem sich endlich kurz nach acht die Einfahrt zum National Monument auftut , geht es mit Karacho zum eigentlichen Park .
Wir sind die einzigen Besucher , und so stört die riesige Wolke , die unser Fahrzeug auf der Schotterpiste erzeugt , niemanden  ;-)
Eile ist nun geboten , denn das Gestein ist , genau wie im nördlich gelegenen Bandelier NM  , recht hell und daher
" anfällig " gegenüber dem Sonnenlicht ; Überbelichtungen etc. können wir einfach nicht brauchen .
Doch wie so oft stimmt auch hier glücklicherweise unser Timing ; wir trennen uns wieder ,
das hat sich als recht nützlich erwiesen , gerade wenn man lichttechnisch ein wenig unter Zeitdruck steht .
Während Martina das " Lower Level " , also die nicht ganz so anstrengende Route , angeht ,
macht Christian den höher gelegenen Teil des Monuments mit der Kamera hier und da unsicher ....
Ergebnis ist eine umfassende Sammlung von Material über die imposanten , zeltförmigen Felskegel .
So können wir nun beruhigt das Indianergebiet verlassen und uns auf den Rückweg nach Santa Fe machen .
Hier besuchen wir abermals das Restaurant vom Vorabend - liegt halt gerade günstig auf dem Weg ( so ein Frühstück - mmhh )  ...
Doch dieser Tag ist noch lange nicht zu Ende !      Wir erkunden ( sehr weitläufig ) das Gebiet um Santa Fe .
Da wir " The Capital Of New Mexico " momentan nicht als soooo spektakulär einordnen ( sicherlich hat auch sie ihre Reize ) ,
durchqueren wir sie nur und fahren gen Norden ; in Richtung Taos / NM gibt es einige neckische Kirchen zu entdecken :
Ist es doch mal eine willkommene Abwechslung zwischen all den Naturfotografien ( auch für unsere Festplatten ) ...   ;-)
Schmale Pampa - Roads führen uns zu Gotteshäusern wie in Nambe Pueblo , schick im Adobe - Stil erbaut ,
dem Santuario de Chimayo  (Anfang 19. Jahrhundert) , Las Trampas mit seiner Church " San Jose de Gracia " ,
erbaut 1776 , sowie auf dem weiteren Weg folgend das schöne Bauwerk " San Juan de Los Lagos " in Talpa / NM (auch Talba ) ,
und nicht zu vergessen das neckische Kloster " San Francisco de Asis " in Rancho de Taos .
Nachdem sich die Sonne langsam , aber sicher hinter Schleierwolken verziehen möchte , fahren wir noch ein Stück .
15 Meilen hinter Taos liegt die " Rio Grande Gorge Bridge " , die den Rio Grande beeindruckend überspannt .
Wir schauen uns ausgiebig um und lassen die Szenerie auf uns wirken ...
Im gedimmten Licht des frühen Abends reisen wir noch eine ganze Menge Meilen nach Osten weiter .
Die Strecke führt durch Bergland , welches Blicke z.B. auf den Cimarron Canyon State Park u.a. öffnet .
Von der ganzen Fahrerei haben wir erst in Raton / NM , direkt am Interstate 25 gelegen , die Nase voll ...
Nachtruhe , wie so oft auch hier im Motel 6 - draußen ist's wieder unter Null Grad , das ist uns dann doch zu kalt für Camping   ;-)
Für morgen haben wir so ein gutes Sprungbrett in Richtung Norden gefunden - mal sehen , was auf uns zukommt ...
Unsere entsprechende Reise - Route findet Ihr HIER

Wie die Reise weitergeht , welche Abenteuer und Widrigkeiten wir

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noch alles meistern müssen , erfährst Du auf der nächsten Seite .

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