Auch unser 2006er Trip hat es natürlich in sich !
Doch lesen Sie selbst...

USA Fotoalbum

 


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Our First Day...
1.Tag
Es ist der 21.10.2006 :

6.00 Uhr in der Früh startet ein kleiner Shuttlebus in der noch sehr verschlafenen Ortschaft Ratingen .
An Bord : drei Leute , deren Zustand sich kaum von dem der Kleinstadt unterscheidet ...
Ziel : der unweit gelegene Düsseldorfer Flughafen ...
Auflösung : da unser Flug sehr früh startet , haben wir uns für ein Flughafenmotel entschieden .
Dies liegt zwar etwas entfernt vom Airport , bietet aber einige Vorteile : eine entspannte , hektikfreie Anreise am Vorabend ,
kostenloser Hin- und Rücktransfer zum Flughafen und kostenloser Parkplatz für die Dauer des Urlaubs .
Warum Düsseldorf , wo wir doch aus Mitteldeutschland stammen ???
Nun , Delta Airlines eröffnet gerade eine neue Verbindung und ködert dabei natürlich mit günstigen Preisen ,
die um einiges unter denen anderer Mitbewerber liegen .
Dazu können wir ja Benzin- und Motelkosten durch drei teilen - das rechnet sich auf jeden Fall ...
Drei ?!        Ja , dieses Mal sind wir zu dritt .
" Wir " , das sind " USA - Neuling " Birgit , Southwest - Fan Martina  - schon im letzten Jahr von der Partie
und meine Wenigkeit : Christian , in der nicht minder wichtigen Funktion des " Tripleaders " ....    ;-)
Dieses Jahr verläuft der Flug völlig problemlos .
Atlanta , unser Zwischenstopp , ist dem " Reiseleiter " noch aus ' 99  in guter Erinnerung . Auch heuer geht wieder alles glatt .
In Las Vegas , unserer Destination , angekommen , übernehmen wir bei Alamo wie auch beim 2005er Trip einen Chevy Trailblazer.
Ins Auge gefasst war eigentlich dieses Mal ein Jeep Grand Cherokee ( wegen der höheren Bodenfreiheit ) , aber dieser Typ
ist offensichtlich bei dieser Anmietstation notorisch ausgebucht - oder sie verfügen über gar keinen...   ;-)
Dazu wollen wir unserem morgigen ersten Wanderziel noch ein wenig entgegen fahren , damit wir den kommenden Tag ganz
locker angehen können . Wir nehmen den Interstate 15 gen Norden , um die kurz vor der Grenze zu Utah liegende
Stadt " Mesquite " zu erreichen - die Fahrt dorthin fällt Christian , nach nun doch schon beträchtlicher Reisezeit , recht schwer...
Nachdem wir unsere vorgebuchte Unterkunft in Beschlag genommen haben , sinken die weiblichen Trip - Member in die " Heia " ...
Christian besorgt unterdessen schon einmal ein paar Vorräte , Getränke usw. im nahegelegenen Wal Mart .
Wie man das alles an einem Tag unter einen Hut bekommt ?!  Zeitverschiebung heißt das Zauberwort...
Visit Little Finland !
2.Tag
Gleich am ersten Morgen unseres USA - Trips dürfen wir uns einen ganz speziellen Luxus gönnen : Ausschlafen !

Ist nach der langen Anreise auch kein Wunder , das hiervon reger Gebrauch gemacht wird ...    ;-)
Zunächst wird das Gepäck reisefertig zusammengepackt , Akkus werden geladen , Fototaschen ein- und umgeräumt .
Nachdem  " Rucksack & Co tripmäßig gestaltet sind und wir ein kleines Frühstück eingenommen haben ,
besorgen wir uns in der Stadt noch ein paar Kleinigkeiten , tanken auf und starten zu unserem ersten Abenteuer ...
Auf unserer 2006er Tour steht " Little Finland " als erstes Ziel auf dem Plan . 
Ein Gebiet , das , wenn überhaupt , touristisch als jungfräulich bezeichnet werden darf ...  An dieser Stelle : Thanx to Isa !!!
Tief in Nevadas " wüstem " Hinterland , da , wo sonst kein Schw... hinkommt bzw. hinkommen möchte , fristet das
von uns nachträglich mit dem Prädikat " Photographers Paradise " versehene Erdenfleckchen sein Dasein    ;-)
Gut so !  Das beschert uns absolute Einsamkeit - was will man mehr als ambitionierter Landschaftsfotograf ?
Potentielle " Ins - Bild - Läufer " sind somit auf Null reduziert und der Spaßfaktor steigert sich bei der Entdeckung des Areals
deshalb in unermessliche Höhen . Wir trennen uns , jeder darf die Gegend auf eigene Faust durchforsten und sondieren .
Für den Fall der Fälle sind wir durch unsere Neuanschaffung , ein paar ordentlichen Funkgeräten , verbunden .
Das gibt jedem eine gewisse Sicherheit , und so kann man beruhigt mal aus Sichtweite der anderen " verschwinden " ...
Nach Sonnenuntergang , der das rote Gestein von Little Finland spektakulär zum Glühen brachte , fahren wir die vielen Meilen
durch Nevadas Wüste zurück , entern den Interstate 15 erneut und suchen uns in Hurricane / Utah eine Unterkunft .
Morgen wartet gleich das nächste Highlight auf uns , für das wir schon im Vorfeld Permits bei einer Lotterie gewonnen haben .
Ob unser Vorhaben gelingt oder der folgende Tag einen ganz anderen Verlauf nimmt - man darf gespannt sein...
Die Subway - oder auch nicht...
3.Tag
Montag , der 23.10.06 : Wir brechen kurz nach Sonnenaufgang von Hurricane aus in Richtung Zion National Park auf .

Als wir das kleine Örtchen " Virgin " passieren , entscheiden wir uns für folgende Variante :
Christian setzt " die Damen " schon mal am Parkplatz des Left Fork Trailheads ab , damit diese in aller Ruhe den beschwerlichen
Trip zur Subway angehen können - dies bietet sich an , da in Virgin der Zubringer , die Kolob Terrace Road , abzweigt .
Inzwischen holt er im Visitor Center des Zion NP die gewonnen Permits ab und stößt dann zur " Vorhut " .
Dies ist zwar nicht ganz der legale Weg , doch so sparen wir erheblich Zeit und Hektik ein .
Doch alles kommt anders als gedacht: Am Parkplatz wartet ein Aufgebot an Rangern ;
auf solch ein " Empfangskomitee " sind wir , vor allem zu dieser Uhrzeit , nicht vorbereitet .
Doch bevor wir " stiften gehen " und nun artig dem offiziellen Prozedere Folge leisten ,
fragen wir vorsichtshalber mal nach dem Grund des doch unerwarteten Auflaufs ( ... sind die alle wegen uns hier ? )      :-o
Zu unserem Erstaunen erzählt man uns von einem , seit mehreren Tagen vermissten , Hiker , der wohl im Canyon verschollen ist .
Suchtrupps und Helikopter sind im Einsatz , um den Mann zu bergen , und das kann dauern .
Das heißt , es werden während der Sucharbeiten keine weiteren Leute in den Great West Canyon hinabsteigen dürfen .
Wie man sich vorstellen kann , nehmen wir diese Auskunft stark angesäuert auf und " traben " unverrichteter Ding ab ...       :-(
Auch am " Backcountry Desk " im Visitor Center , unweit von Springdale , macht man uns keinerlei Hoffnung
für den morgigen Tag ein " Walk In Permit " zu ergattern . Motto : Erst den Hiker bergen , dann wieder Permits ausgeben - Punkt !
So disponieren wir um und genießen sehr schöne Stunden im Zion Canyon , wandern und fotografieren ausgiebig .
Natürlich ist die Schlucht voll von herrlichen und dramatisch schönen Motiven , so dass wir den Verlust des Subway Trips
doch relativ leicht kompensieren können . Als am Nachmittag die Sonne tief steht und sich aus dem Canyon verabschiedet ,
fahren wir erneut zur " Kolob Terrace Road " . Hier bieten sich dem Auge gerade am späten Nachmittag
herrliche Ausblicke auf die in goldgelbes Licht getauchten Gipfel der " Kolob Terraces " - durchaus eine " Entschädigung " ...   ;-)
In der Abenddämmerung geht die Reise zurück nach Springdale .
Dort angekommen , " zaubert " Christian noch ein Schmankerl aus dem Ärmel : einen Besuch in Michael Fatali's Gallery .
Letztes Jahr noch aus Zeitgründen gecancelt , machen wir nun der Ausstellung eines der besten Naturfotografen Amerikas
unsere Aufwartung und sind völlig begeistert. Die Motive sehen im Großformat noch x-Mal besser aus als auf seiner Website.
Danach machen wir einen Stopp bei der gleich nebenan befindlichen " Pizza and Noodle Company " .
Während wir uns die Bäuche vollschlagen , können wir durch die Glasabtrennung auch weiterhin Fatalis Werke bewundern ...
( Mittlerweile ist die Gallery innerhalb Springdales umgezogen und befindet sich nun nicht weit vom Parkeingang . )
Unsere Fahrt führt uns im Dunkel des Abends über die State Route 9 aus dem Park heraus nach Mount Carmel ,
wo wir uns für die recht kurz werdende Nacht im " Golden Hills Motel " ( schlicht , aber ausreichend ) einmieten - Gähn ...
Der Red Cave Trip
4.Tag
Die heutige Weckzeit fällt recht moderat aus , denn unser nächstes Ziel liegt nur ein paar Meilen Luftlinie vom Motel entfernt .

Doch wer " Großes " leisten will , darf nicht mit leerem Magen starten , und so finden wir uns im benachbarten Restaurant ein .
Genau wie letztes Jahr ( wir machten hier schon einmal Station ) wird auch diesmal ein deftiges Ami - Frühstück serviert .
So gerüstet geht es nun in Richtung des " Red Cave Slotcanyon " , der der Mehrzahl der Besucher des " Grand Circle " ,
wie das spektakuläre National Parks umfassende Gebiet genannt wird , unbekannt sein dürfte..
In der Tankstelle gegenüber unseres Motels gibt man uns bereitwillig Auskunft zu Einzelheiten des Tourbeginns.
Dieser ist etwas ungewöhnlich , da er von Privatland ausgeht .
Wie wir wissen , können Amis empfindlich reagieren , wenn " Hinz und Kunz " auf dem eigenem Grundstück herumläuft .
Christian übernimmt die Aufgabe , nett auf die Hausherrin , die gerade etwas im Vorgarten zu tun hat , zuzugehen und
um die Erlaubnis zu bitten , den Wagen innerhalb des " Private Property " zu parken .
Die freundliche Dame hat nichts dagegen , erkundigt sich noch , wo wir herkommen , erzählt, das überwiegend Deutsche den Trip
zum Canyon in Angriff nehmen und erklärt noch kurz und knapp den Weg dorthin . Vielen Dank noch einmal dafür !
Zunächst sind wir uns beim Orientieren nicht so ganz sicher , da der Weg sich vor Ort ,
trotz relativ gut überschaubarem Gelände , anders darstellt , als es die Landeignerin soeben beschrieben hat .
Nachdem wir todesmutig den eiskalten " Virgin River " durchquert haben ( etwa knöcheltief !!! ) , versperren uns Weidezäune
an verschiedenen Stellen einfach und unaufgefordert den Weg !  Ob diese nur die Rinder am " Auswandern " hindern sollen
oder ob wir schon ein Nachbargrundstück betreten , ist uns eine Zeitlang nicht so ganz klar .
Und so macht sich unser männliches Teammitglied auf , um endlich seine " Scoutqualitäten " zutage treten zu lassen ...
Vorsicht ist geboten , denn das Internet beherbergt " Überlieferungen " , die von einem , sagen wir mal " waffentragenden " ,
angegrautem Landowner berichten , der gerne mal filmreif Hiker auf ihre Fehltritte in punkto " Besuchsrecht " hinweist...   ;-) 
Bald ist die weitere Streckenführung ausgemacht , und Christian gibt per Funk den wartenden Frauen präzise Anweisungen ,
die Ihn vor allem vor dem Zurücklaufen bewahren sollen ...      ;-)
Nachdem sich das Team wieder zusammengefunden hat , geht es durch einen sandigen , hier und da von Patronenhülsen
gesäumtem Wash immer mehr dem Ziel entgegen und endet in einer Art Sackgasse direkt an den " Elk Cliffs " .
Dieses Massiv türmt sich hoch vor uns auf und bieten nur einen kleinen Schlitz im Fels zum Weitergehen an - den " Red Cave Slot ".
Leider können wir nicht so weit wie gedacht in die Red Cave eindringen , da der Boden mehr als uns recht ist beim Gehen
nachgibt und von der Konsistenz her einem vollgesogenem Schwamm gleicht .
Auch versperrt uns nach einigen Metern ein brackiger Pool den Weg , dessen eiskaltes Wasser wir nur mit einem Neoprenanzug
durchwaten würden - offensichtlich würde man schon an dieser Stelle bis zum Halse in der Brühe stehen .
Die Anzüge liegen natürlich im Wagen , und auch so haben wir keine Lust auf solch ein Abenteuer ,
denn das Wetter hat sich merklich verschlechtert und dunkle Regenwolken sind aufgezogen - die Zeit zum Abmarsch ist gekommen .
Regen ist in einem Slotcanyon der denkbar schlechteste Begleiter , denn die Wassermassen des umliegenden Areals sammeln sich
blitzschnell zu einer riesigen Wassermenge , die dann brutal durch diesen Schlitzcanyon strömt und alles mit fortreißt ,
was nicht niet- und nagelfest ist . Mehrere böse Unwetter sind kurz vor unserer Ankunft über das Colorado Plateau gezogen
und haben auch das Niveau des Canyonbodens enorm abgesenkt ( gesehen bei Vergleichen mit Fotos früheren Datums ) .
Nö , hier und jetzt ist Schluss - und wir begeben uns zurück zum Auto , damit wir trockenen Hauptes die Weiterfahrt
angehen können . Diese führt uns durch strömenden Regen , der mittlerweile eingesetzt hat , zum " Bryce Canyon " .
Kaum , dass wir ausgestiegen sind , um uns am " Sunrise Point " auch ohne Sonne etwas umzuschauen , lässt der
Niederschlag etwas nach - aber es ist saukalt ( Ende Oktober auf 2500 m über NN - wen wundert's ) ; Aussicht : Na ja ....
Das " Rubys Inn " , bestes und zugleich teuerstes Motel und Restaurant in der Gegend , 
wird von uns besucht , wo wir für Speis und Trank etliche Dollars lassen können ...
Weiter geht es die SR 12 nach Osten , wo wir , wie im Vorjahr auch , in Escalante ein Dach über unsere Köpfe suchen...
Sauwetter mit Happy End ...
5.Tag
Auf unserer " To Do - Liste " steht heute eine Fahrt zu den " Moqui Marbles " .

Leider verbietet uns unser Versprechen , den Weg dorthin zu verraten , eine detailliertere Beschreibung entfällt also an dieser Stelle .
Nur soweit : Die erwähnten Unwetter haben auch in dieser Region , in der wir uns mittlerweile befinden , ihre Spuren hinterlassen .
Martina mimt heute den Chauffeur und sieht sich plötzlich größeren Anforderungen an ihr fahrerisches Können gegenüber ,
denn Teile des eingeschlagenen Weges , ohnehin nur eine " Dirt Road " , sind von den Wassermassen weggerissen worden ...
Mit etwas Mut und gutem Augenmaß finden wir allerdings eine Möglichkeit zur Weiterfahrt .
Nachdem das Herz die Hose , in selbige es zwischenzeitlich gerutscht war , wieder verlassen hat , nähern wir uns dem Zielgebiet .
Doch auch dort treffen wir auf widrige " Road Conditions " , und dieses missbilligend sehen wir uns gezwungen , den Wagen
etwas früher stehen zu lassen und die Wegstrecke unseres bevorstehenden Fußmarsches ein wenig länger zu kalkulieren ...      ;-)
Nun , frohen Mutes und mit einigermaßen gutem Wetter am Himmel wandern wir los und verbringen geraume Zeit
in der " Marbles Area " ; die Kameras glühen im nu und unser Augenmerk gilt allein den merkwürdigen eisenummantelten Kugeln .
Von den Gewittern , die mit schwarzen Wolken aus mehreren Richtungen blitzartig herangezogen sind ,
bemerken wir zunächst nichts - um so größer wird die Aufregung , als plötzlich ein Sturm losbricht und uns " besandet " ...
Gerade noch im Laufschritt trocken am Auto angekommen , geht nun ein ordentlicher Hagelschauer nieder .
Um auf dem sich bildenden Eisbelag nicht übernachten zu müssen , verlassen wir mit mehr oder weniger rasanter Fahrt
so schnell wie möglich die Gegend und atmen erst wieder richtig durch , als der rettende Highway erreicht ist...
Puh , was machen wir mit dem Rest des Tages ?
Den Gewittern entkommen , schlagen wir zunächst wieder in Escalante auf , wo wir unsere Vorräte auffüllen und die
Entwicklung am Himmel immer wieder in Augenschein nehmen . Da es immer vielversprechender ausschaut , entschließen
wir uns , doch noch einen Fototrip in Angriff zu nehmen und fahren zur " Hole In The Rock Road " .
Doch der Horizont wird schwärzer und schwärzer und macht einen bedrohlichen Eindruck .
Ein amerikanisches Pärchen , das wir in ihrem Jeep zum Anhalten " gezwungen " haben , kommt gerade aus dieser Richtung
und warnt uns eindringlich vor einer Weiterfahrt , nicht nur wegen des aktuellen Wettergeschehens , sondern weil nach ihrer
Aussage auch kaum einer der von der Strecke abgehenden Seitenwege mehr befahrbar sein soll - das überzeugt uns .
Da der Weg zu " Devils Garden " nicht mehr weit ist , versuchen wir wenigstens bis hierhin vorzudringen .
Dies gelingt auch , allerdings ist auch diese Zufahrt , nicht mehr als ein breitgeschobener , unbefestigter Weg
in einem jämmerlichen Zustand . In der Fahrspurmitte hat auch an dieser Stelle der Regen die Hälfte des Materials abtransportiert...
In der Hoffnung auf ein paar Sonnenstrahlen am Nachmittag machen wir zunächst eine Begehung des Hoodoo - Areals .
Die schön rot/gelb gewandeten Sandsteinformationen grüßen uns - wir hatten ja schon einmal das Vergnügen ...           :-)
Und wie von Geisterhand werden die bösen , dunklen Wolken beiseite geschoben und die Sonne hat ,
unterstützt von kaltem Wind , freie Sicht auf des Teufels Garten .
Na , das kommt uns zu passe und es wird geknipst , als ob nun die Erlangung des Seelenheils auf dem Plan steht ...
Nach getaner " Arbeit " wird einer der am Parkplatzrand fest installierten Grills in Beschlag genommen und zur Bräunung
herrlicher , leckerer Steaks , die in Escalante am Mittag in unseren Besitz übergegangen sind , genutzt .  Mmmhhh !
Eine Frage beschäftigt uns bei unserer Abfahrt dennoch : wie ist bloß der Cadillac , der eher in eine Großstadt passt ,
hierher gekommen ?  Der Fahrer gibt uns kurz darauf eine Demonstration , bei der er gerne auf unsere Hilfe zurückgreift .
Millimeter um Millimeter eiert der Wagen über das überdimensionale Schlagloch , bei dessen Überquerung wir schon
Manschetten in unserem Chevrolet Trailblazer bekommen haben . Alle verfügbaren Personen winken und dirigieren in einer
nervenaufreibenden Aktion den konsterniert schauenden Fahrer mehr durch als über das Hindernis ; Verrückte gibt es....       ;-)))
Birgit übernimmt das Steuer und " schippert " uns den langen Weg nach Kanab , wo wir uns gegen 22.00 Uhr eine Bleibe suchen .
Zu erwähnen ist , dass sie es schafft , einem der zahlreich auf der State Route 12 hockenden Wildkaninchen das
Lebenslichtlein auszublasen - darum geht sie hiermit als " Hasenmörderin " in diesen Reisebericht ein...  ( nicht so ernst nehmen )
Des fürchterlichen Erlebnisses entledigen wir uns zum Tagesabschluss mit einer Bottle erlesenen Zinfandelweins       ;-)
Die " Permiter " sind zurück...
6.Tag
Kanab / Utah , 7.00 Uhr .

Die drei " German Hikers " fallen in eine kleine Bakery , aus der es schon sehr lecker duftet , ein .
Dies scheint um diese Uhrzeit der einzige Laden in der ganzen Stadt zu sein , wo man schon etwas zu Essen bekommt .
Der Chef serviert den frühen Gästen mit Freude die zur Stärkung derselbigen bestimmten Speisen und da noch niemand weiter
da ist , der dem Lokalbesitzer mit einer Order droht , unterhalten wir uns ein wenig . Thema ist so der übliche Smalltalk , so etwas
wie : " Wo kommt ihr her ? " , " Wo geht ihr hin ? " , " Genießt die Zeit hier ! " usw. - aber es macht Spaß , ein bisschen
mit den Einheimischen zu quatschen , obwohl die Wirtsleut' eher deutschstämmig als einheimisch aussehen ...      ;-)
Unter anderem erwähnt er , dass in Kanab prozentual zu anderen Touristen gesehen immens viele Deutsche einen Stopp einlegen .
Tja , die Welt ist ein Dorf ...
Am Ortsende dürfen wir in der aufgehenden Sonne schon ein erstes Supermotiv ablichten - eingefrorene Beregnungsanlagen : Wow !
Von Kanab / Utah müssen wir uns nun leider verabschieden , denn unser Weg führt uns heute in die Vermilion Cliffs .
Die sind groß , deshalb picken wir uns ein Sahnestück heraus und wandern , wie schon im Vorjahr , zur Wave .
Wer unseren 2005er Bericht kennt  , weiß , dass dieses zauberhafte Erdenfleckchen nicht einfach so geentert werden darf .
Die " Coyote Buttes North " , kurz CBN , in welchen sich unter anderen Highlights auch dieser Sandstein gewordene Traum
verbirgt , unterliegen strengen Limitierungen der Besucherzahlen , um das fragile Gestein vor dem Menschen selbst zu schützen .
Denn viele übermotivierte Hobbywanderer zerstören mit unqualifizierten Tritten auf die zerbrechlichen Felsstrukturen das ,
was Wind und Wetter in Jahrtausenden einzigartig erschaffen haben - dies ist dann leider unwiederbringlich dahin .
Ein Appell deshalb an alle , die nicht unbedingt hierher müssen : Es gibt so viel zu sehen , auch auf dem Colorado Plateau , verschont
die CBN mit eurem Besuch , damit dort alles so lange wie möglich erhalten bleibt . Damit zeigt man auch seine Naturliebe !!!
Wir haben wie schon 2005 wieder all unser Können an den Tag gelegt , um die heiß begehrten Permits via Internetverlosung
zu ergattern . Etwas Übung , ein DSL - Anschluss und zwei PC's zum richtigen Zeitpunkt haben sich ausgezahlt , und nun
halten wir die wertvollen Pappkarten in unseren Händen : mit stolzgeschwellter Brust nennen wir uns heute mal " Die Permiter " ... ;-)
Nun , da der Trailblazer auf dem Parkplatz am " Wire Pass Trailhead " ein ausgiebiges Päuschen machen darf , wandern wir
indessen los , um in die Weiten der Paria Wilderness vorzudringen . Nachdem wir uns in der Trailhead Register Box
namentlich verewigt haben , beginnt der doch partiell anstrengende Hike zum " Top Rock " , dem Hausberg der Wave .
Das Wetter ist sehr schön , und der Tag verläuft so , wie man sich solch einen tollen Fototrip vorstellt .
Die Kameras laufen heiß , die Speicherkarten werden gefüllt und alle möglichen Einstellungen ausprobiert ...
Am frühen Nachmittag entscheiden sich Birgit und Christian , den Top Rock zu erklimmen .
Dazu gehen sie entgegen des Uhrzeigersinns am Fuße des Massivs entlang und wollen über die " Sand Cove " eine Art natürliche
Rampe erreichen , die sie zum Aufstieg auf den geheimnisvollen Berg nutzen können .
Doch dort angelangt , erweist sich diese Idee gefährlicher als gedacht . Der Fels ist glatt und rutschig und steiler , als er aussieht .
In der Mitte des Aufstiegs erlangt die Vernunft Oberhand über Birgit , die daraufhin Einsatz und zu erwartenden Nutzen abwägt
und sich zur Aufgabe des Unterfangens entschließt : Respekt , Birgit !  Falscher Stolz kann manchmal ins Auge gehen ! Hut ab !
Während Birgit vorsichtig absteigt , wagt Christian den weiteren Weg nach oben . Oben angekommen weiß er , dass er
diese Möglichkeit , auf den Top Rock zu kommen , sollte es noch eine bessere geben , niemandem weiterempfehlen wird .
Einfach zu gefährlich , das Risiko , hier abzustürzen , ist doch recht groß , und Hilfe ist schließlich far far away ...
Zu Hause warten unsere Kinder , Partner etc. - da hängt einfach zu viel dran ...
Während sich also Birgit durch die Sand Cove einen Rückweg sucht , schaut sich Martina auf dem Plateau oberhalb der Wave um .
Sie ist zumindest über Funk mit Christian verbunden , was sehr beruhigt , weiß doch der eine vom anderen , dass es ihm gutgeht .
Christian bahnt sich unterdessen über den teilweise unwegsamen Top Rock einen Weg zum " Melody Arch " ,
einem Felsbogen , garniert mit einem überdimensionalen Loch in der Felswand , durch die man einen Ausblick auf die zwei
" Teepee - Gruppen " , riesige bunte Sandsteinkegel , die mit zu diesem Gebiet gehören , hat .
Leider allein , genießt er doch die fantastische Sicht von hier oben , sucht sich dann aber einen geeigneten Punkt zum
Abstieg , welcher sich auf Höhe der " Teepees " , wo das Massiv eine Art Taille bildet , auch finden lässt .
Dieser Weg ist ungleich einfacher als der Aufstieg . Unten angekommen , sieht man an der südöstlichen Bergflanke sogar
den " Big Mac " , einen Mega - Sandstein - Burger , stehen - vom Hineinbeißen würden wir allerdings stark abraten...  ;-)
Über den Sprechfunk erfährt der " Tripleader " , kurz bevor er das Wave Plateau erreicht , dass Birgit bislang nicht wieder
aufgetaucht ist , obwohl sie die kürzere und vermeintlich leichtere Route zu meistern hatte und schon längst da sein müsste ...
Christian macht sich also abermals daran , die Strecke vom frühen Nachmittag abzugehen . Hoffentlich ist nichts passiert !
Hat sie sich vielleicht an ihrer Kamera verbrannt ?  Hängt sie im Treibsand fest ?  Sucht sie einen Platz zum Übernachten ?
Oder ist sie etwa in der " Sand Cove " neben Steffen Synnatschkes " Shipwrecks " gestrandet  ;-) ?       Fragen über Fragen ...
Doch bald hat sie das scharfe , geschulte Auge des männlichen Teamguides als kleinen Punkt tief unten in der Senke der Cove
ausgemacht und " rettet " unsere Birgit vorm Überwintern ; der Rückweg hinauf auf das Plateau gestaltete sich wider Erwarten
schwieriger als gedacht , denn aus der entgegengesetzten Richtung sieht hier alles anders aus , und die Orientierung fällt schwer ...
Ist ja noch einmal alles gutgegangen !
So , jetzt aber schnell zur " Second Wave " , dem Sonnenuntergangs - Highlight hier am Fuße des Top Rock .
Es braucht einige Zeit , um den optimalen Standpunkt für die Kamera zu finden , das Stativ einigermaßen zu fixieren
und verschiedene Bildeinstellungen durchzuspielen . Ein paar Shots zur Probe und nun Warten auf den Sunset ...
Der Marsch zurück zum Wagen geht auf Grund der hereinbrechenden Dunkelheit mit Stirnlampen - Unterstützung recht zügig .
Wir verlassen den Parkplatz über die " House Rock Valley Road " nach Norden und hoffen , dass der Wash , der uns letztes
Jahr zum Umkehren zwang , trocken ist . Glück gehabt , hier hat offensichtlich kurz vorher ein Grader alles eben geschoben .
So gelangen wir ohne Umschweife nach Page / Arizona , wo wir uns ein Nachtlager mieten , und stoßen zur Feier des Tages
noch mit einem Gläschen Rotwein an , der uns endgültig bettfertig macht...    ;-)
Hike the White Rocks !
7.Tag
Eigentlich wollen wir heute einen Trip zu den " White Pocket " in Angriff nehmen , da wir letztes Jahr unserer Meinung nach

noch nicht alles ausgiebig abgelichtet haben ; gestern haben wir aber einen kurzen Vorabcheck gemacht , um die
Verhältnisse der Wege zu klären . Es hat tagelang in diesem Gebiet nicht geregnet , und so ist der Sand schon unkalkulierbar tief .
Würden wir eine Fahrt zu den " Coyote Buttes South " noch wagen , weil man evtl. noch jemanden zum Helfen trifft , wenn
man das Auto " eingegraben " hat , so ist das in der Gegend der " WP " nicht zu erwarten ...
Leider haben wir nur noch eine knappe Woche Reisezeit vor uns , und davon ein paar Tage lang einen Regentanz aufführen ,
damit wir das Allradfahrzeug wieder frei bekommen , ist uns zu aufwändig ...
Deshalb entscheiden wir uns für einen Trip in das " White Valley " , wo uns die Trockenheit nutzt ,
da sie die Streckenverhältnisse ins Tal wesentlich verbessert . 
Schon von weitem sehen wir die weißen markanten Klippen der White Rocks . 
Wir kommen gut voran und steigen bald darauf am Fuße einer riesigen , meterhohen Felsnadel aus dem Wagen ...
Wir " durchkämmen " einige Seitencanyons auf der Suche nach schönen Motiven und werden nicht enttäuscht .
In einer kleinen Seitenschlucht werden wir von einigen mannshohen , braune Kappen tragenden Hoodoos " erwartet " .
Hier beginnt der Aufstieg auf das Plateau der White Rocks . Über dieses erreichen wir den " Colored Canyon " , unser nächstes Ziel.
Martina fühlt sich heute nicht ganz so gut :
Sie versucht zwar , die weißen Klippen zu bezwingen , bricht dann aber überlegterweise ab .
Um eines klarzustellen :
Solche Entscheidungen fallen manchmal sehr schwer , sind aber keineswegs eine Schande !
Man hat zwar den langen Weg von zu Hause nicht auf sich genommen , um dann kurz vor dem Ziel abzubrechen .
Die Frage besteht doch aber darin , wie gut man sich und sein Leistungsvermögen kennt .
Der eine oder andere neigt ja in Aussicht auf die Erlangung toller Motive oder Wandererlebnisse leicht zur Selbstüberschätzung ...
Diese Einstellung kann man gerade hier im " Outback " des Colorado Plateaus schnell bereuen und teuer bezahlen !
Dieses Tafelland befindet sich auf der Höhe zwischen 1500 m und 3300 m - das heißt :
Deutsche Hiker bekommen schon bei äußerlich kleineren Anstrengungen ein Problem mit der Atmung bzw. Sauerstoffversorgung !
Auch wenn weit und breit kein Berg oder Gebirge zu sehen ist : ihr seid in großer Höhe ! Richtet euch danach !
Dazu kommen die teilweise extremen Temperaturunterschiede :  It's the Desert ! 
Tagsüber , auch im Frühjahr und Herbst , bei Sonnenschein ist's heiß ; nachts kann es durchaus bitterkalt werden ...
Nach diesem verbalen Zeigefinger kehren wir zur Geschichte zurück :
Birgit und Christian begeben sich auf den schweißtreibenden Weg zum " Colored Canyon " ( nirgendwo Schatten ... ) ,
Martina inspiziert derweil die vielen kleinen Seitentäler des " White Valley " und kommt auch hier voll auf ihre Kosten .
Über Funk ist sie mit den zwei anderen , " Hiker 1 und Hiker 3 " , verbunden . Diese schicken sich in der Zwischenzeit an ,
diesen Hoodoo - überfüllten Canyon näher in Augenschein zu nehmen - Hunderte verschiedener Exemplare recken sich den
in dieser Gegend seltenen Besuchern entgegen , hoffen , abgelichtet zu werden und somit ihren Bekanntheitsgrad zu steigern     ;-)
Am Nachmittag findet sich die Gruppe wieder zusammen und verlässt das " Weiße Tal " .
Nächster Halt : Das " Toadstool Valley " , das sich einige Meilen weiter westlich befindet , aber völlig andere Strukturen und Farben
aufweist . Einzige Gemeinsamkeit : Auch hier findet man jede Menge der bezaubernden , " steinbehüteten " Felsnadeln .
Hatten wir 2005 einen Trip im Morgenlicht zum " Toadstool Hoodoo " unternommen , so werden wir heute diese Location
in der Abendsonne ablichten .
Das Rot und Weiß des Sandsteins ist bei unserer Ankunft schon in ein schönes , warmes und gelbliches Licht getaucht .
Fotogene Objekte gibt es in dieser " Ecke " en masse , der größte Hoodoo ist aber auch der schönste und verdient
natürlich zunächst unsere volle Aufmerksamkeit , auch weil er als erstes im Schatten der umliegenden Cliffs steht...
Abends kehren wir nach Page zurück und laden uns beim " Lieblingsmexikaner " , dem " Fiesta Mexicana " ,
zur Nahrungsaufnahme ein.          Gut gesättigt sinken wir zu später Stunde in unsere Motel 8 - Betten...

 

Wahweap Hoodoos vs. CBS...
8.Tag
Nicht , dass unsere am Vorabend eingenommene Schlafstätten unbequem sind - ganz im Gegenteil !

Und doch werden wir gegen 4.00 Uhr morgens zum Aufstehen " genötigt "      ;-)
Ok , ok , ist ja gut : Wir wollten es ja so !      ;-)
Denn heute steht zunächst ein weiteres Highlight unserer Reise auf dem Plan : ein Besuch der " Wahweap Hoodoos " !
Im letzten Jahr konnten wir uns nicht so richtig zu einer Tour durchringen - zu weit und zu beschwerlich , dachten wir ...
Doch wer weiß , wann man wieder einmal die Gelegenheit hat , hierher zu kommen .
Schließlich handelt es sich um ein ausgesprochen fotogenes Wanderziel .
Weiße , meterhohe , mit braunen Kappen versehene , majestätisch anmutende Riesen - Hoodoos warten auf Besuch ...
Oder auch nicht - das Material der Felstürme ist recht anfällig gegen " mechanische Beanspruchung " .
Wer die Hoodoo - Gruppen fotografisch schön in Szene setzen möchte , muss am frühen Morgen ,
etwa bei Sonnenaufgang , vor Ort sein - dann fällt das " Sunrise - Light " sehr schön auf die Objekte ...
Bald , gegen 5.00 Uhr , sind wir " on the road again " ; als wir ein Stück die " Cottonwood Canyon Road " gefahren sind ,
starren wir auf ein großes " Gesperrt - Schild " : Weiter geht es zur Zeit nicht auf dieser Piste !
Die erwähnten Unwetter haben auch hier alles unwegsam gemacht und Felsen abstürzen lassen , die nun den Weg blockieren .
Wie wie später erfahren müssen , fällt also auch diesmal unser Trip zum " Yellow Rock " ins Wasser , da dieser nicht erreichbar ist
und es mindestens noch drei Wochen dauert , bis die Zufahrten einigermaßen geräumt sind :  Schei... !                 ;-(
Dafür erweißt sich die BLM Road 431 , die uns an unser Ziel führen soll , zunächst als einigermaßen intakt .
Und so geht es auf der stellenweise ruppigen Piste immer weiter gen Osten . Hier und da klemmt es unterwegs auch mal :
Auch hier fehlen stellenweise Teile der Strecke , so dass die Orientierung manchmal nicht ganz einfach ist .
Aber immer wieder gelingt es uns , eine Möglichkeit zu finden , irgendwie die Weiterfahrt fortzusetzen .
Hier und da muss von uns die Piste neu " gebaut " werden , damit wir unser 4 WD - Wägelchen ,
das schon wegen seiner Bodenfreiheit hier draußen unerlässlich ist , nicht schrotten .
Also , an kritischen Stellen jedes Mal aussteigen , die Lage sondieren , winken , Steine zusammen tragen , stapeln ,
langsam den Wagen darüber rollen lassen , stoppen , kucken , wieder winken , anhalten , dann wieder ein Stück zurück ,
nochmals Steine suchen , wieder stapeln , dann probieren , geht , halt , ja , nein , langsam          usw. usw. usw .   ....
So " arbeiten " wir uns durch die fiesen Stellen des ansonsten einigermaßen befahrbaren Weges und erreichen kurz nach
Sonnenaufgang eine stark abfallende Passage . Hier führt die Spur , die offensichtlich Einheimische mit ihren Pic Ups
gezogen haben , steil in ein weites Tal hinab . Da der Boden sehr lehmig ist und es uns zu unsicher scheint , dort hinab
zufahren , parken wir den Wagen an dieser Stelle und legen den Rest des Weges zu Fuß zurück .
Die Rest - Distanz fällt moderat aus , und selbst im " Wahweap Creek " , einem sehr breiten Wash ,
der einen Teil der Route darstellt , kommen wir einfach und problemlos voran .
Nach einiger Zeit entdecken wir die " Wahweap Hoodoos " zu unserer Rechten am Fuße grauweißer Klippen , etwas
oberhalb des Wash - Ufers und durch hohes Gras und einigen Büschen vor neugierigen Blicken geschützt ...
Wir sind am Ziel !  Endlich !
Und was sich vor unseren Augen auftut , lässt nur einen Schluss zu : Es war richtig , zu diesem einmaligen Ort aufzubrechen !
Einige Stunden später sind die Speicherchips unserer Fotoapparate randvoll und wir treten den Rückweg an .
Dieser gestaltet sich natürlich ebenso durchwachsen wie der Hinweg , und so dauert es einige Zeit , bis wir den Highway US 89
wieder erreichen . Diesem folgen wir nur ein paar Minuten nach Westen und biegen dann auf die südlich abgehende
" House Rock Valley Road " , kurz " H.R.V.R. " ab .
Sie ist der Zubringer zu unserem zweiten und letzten " Kracher " des heutigen Tages : den zauberhaften " Coyote Buttes South " ...
Auch für dieses Gebiet braucht man " Permits " , die wir natürlich schon vor Monaten per Internet bestellt haben .
Heute haben wir nur den Nachmittag gewählt , da er die beste Beleuchtung für die superbunten Felskegel- und türme bietet .
Leider ist uns Frau Sonne nicht ganz hold und versteckt sich ein bisschen hinter einem Hochnebelschleier , so dass die
Farben nicht ganz so kräftig rüberkommen - andererseits gibt es wieder sehr schöne , vorher noch nicht gesehene Effekte    ;-)
Die Anfahrt übernimmt zunächst Martina . Das ist mutig , denn der Weg ist alles andere als in einem guten Zustand .
Tiefer Sand wechselt sich ab mit äußerst felsigen , ruppigen Passagen , die nur noch im Schneckentempo zu meistern sind .
Wir " fliegen " im Wagen hin und her - mit " Reisen " hat das schon lange nichts mehr zu tun ...
Nach unzähligen Grüßen an die Bandscheiben wechseln wir noch einmal den Fahrer.
Christian muss nun die " Fuhre " weiter zum " Cottonwood Cove " bringen , wo wir parken und unseren Trip starten.
In dem Gebiet der " South Unit " verteilen wir uns wieder , gekoppelt durch unseren Sprechfunk , in alle möglichen Richtungen .
Doch was ist das !    Aliens müssen hier gelandet sein !    Haben sie hier in Arizonas Wüste ihre heimliche Basis errichtet ?
Zumindest dringen Wortfetzen , die auf nichts anderes schließen lassen , an unser Ohr und - nun stockt uns der Atem ...
Was unsere Augen erblicken , wagen wir nicht zu glauben : mindestens fünfzehn Koreaner klettern , hüpfen und springen
auf und zwischen den farbenfrohen Buttes mit ihrem sehr fragilen Gesteinsschichten umher !
Leute , das ist doch kein Spielplatz für kindgebliebene Männer ! Was tut ihr !!! ???
Doch diese " Horde " lässt sich nicht stören , sie knipsen jede Ecke des Gebietes ab , offensichtlich ohne jeglichen
künstlerischen Anspruch an die geschossenen Bilder ; gleichzeitig verlieren sie immer mehr unserer ohnehin schon spärlichen
Sympathiepunkte , da sie hemmungslos in unsere Kameraeinstellungen hineinlaufen und wir sämtliche Pics dreimal
schießen können...   ;-(
Irgendwann brechen die Asiaten dann aber zu unserem Glück auf , und wir können noch einige Zeit dieses herrliche Fleckchen
samt seiner Stille für uns allein genießen , was unsere eingetrübte Laune ein wenig wieder aufhellt ...
Im Schein eines fantastischen Abendhimmels begeben wir uns zurück nach Page ,
wo wir uns mit Salat und Wein verköstigen und halbtot ins Bett fallen - was für ein Tag...
Nur die Ruhe...
9.Tag
Nach dem gestrigen Hammerprogramm lassen wir es heute morgen etwas ruhiger angehen .

Das " Ranch House Grille " , einem Steak- und Barbecue - Restaurant im Zentrum von Page / AZ , wird zur Frühstückszeit
von uns " heimgesucht " - der Laden ist voll bis zum letzten Platz , und sehr nette Bedienungen kümmern sich um uns .
Um uns nach dem ausgiebigen Breakfast die Beine zu vertreten , fahren wir das kurze Stück raus aus der Stadt
zum " Horseshoe Bend " , wo wir eine gute Stunde damit zubringen , Fotos zu schießen .
Wieder im Wagen , beschließen wir den " Lower Antelope Canyon " nach 2006 abermals zu besuchen ,
um die Anzahl unserer Pics ins " Unermessliche " zu treiben...    ;-)
Doch : Dieser ist geschlossen , denn die September - Unwetter haben auch vor dem Slotcanyon nicht Halt gemacht .
Und so setzten Birgit , Martina und Christian ihren Weg nach Osten fort , um am frühen Nachmittag das Monument Valley
zu erreichen .  Dort angekommen , treiben wir unseren Trailblazer über die staubigen Pisten des herrlichen Tals .
Hier und da ein Stopp , Motive suchen , staunen ...
Und wir erinnern uns an gleicher Stelle an unseren 2005er Trip , wo wir über eigenartige Besucher lachten
( ein Touri stürzte dreimal bei dem Versuch , fotogen vor der Landschaft zu posieren , vor den Augen seines
fotografierenden Begleiters mehrere Meter einen staubigen Abhang hinunter ; dieser konnte dann dafür den
" Herrn im Batik - Look " oft in einmaligen Stellagen ablichten - und wir hatten unseren Spaß !     ;-)))
Die Sonne macht sich langsam , aber sicher aus dem Staub des Valleys und taucht die Felsen in dieses unglaubliche Rostrot ...
Wir drei stehen schon parat und nehmen dieses Schauspiel ausgiebig auf unseren Speicherkarten auf . Ist doch logo !
Im Dunkel des Abends suchen wir uns eine Bleibe im nördlich gelegenen Mexican Hat , einem kleinen Kaff am San Juan River .
Gods and Basketmaker...
10.Tag
Nach dem eher spärlich ausfallenden Motel - Frühstück verlassen wir das öde Mexican Hat , das seinen Namen von einem

hier " gleich um die Ecke " stehenden , überdimensionalen Sandsteinsombrero ableitet .
Ein paar Meilen nach Norden auf dem US 163 weiter biegen wir auf eine abgehende Dirt Road ,
welche zum " Valley Of The Gods " führt , ab .
Auf dieser 17 - Meilen - Piste , die recht gut in Schuss zu sein scheint , fahren wir durch das Gebiet zahlreicher dunkelroter
" Zeugenberge " ( das ist das , was Wind und Wetter von einem ehemaligen Sandsteinplateau übrig gelassen haben... ) .
Die Szenerie erinnert stark an gute alte Wildwestfilme , und man erwartet , das jeden Moment Rothäute auftauchen
oder Revolverhelden eine böse Ballerei anfangen ( und wir unbewaffneten Europäer mittendrin :-(   )  ....
Doch nichts von alledem passiert , und wir können ausgiebig die Stille in Kombination mit unendlicher Weite auf uns
einwirken lassen - die Sicht ist zudem sehr gut , und am Horizont erkennen wir die Silhouette des " Monument Valley " - Wow...
Schön ist es vor allem , wenn man auch hier und da mal aus dem Wagen steigt und die Gegend zu Fuß erkundet .
Wer nur stupide durchfahren möchte , kann sich allerdings den Trip ins " Tal der Götter " sparen ...
Wir verlassen das Tal über den Moki Dugway , eine steile , ungeteerte Serpentinenroute , hinauf auf das Plateau
der " Cedar Mesa Region " und ein Teilstück des HWY 261 , der nun in Richtung des " Natural Bridges Monument " verläuft.
Die Fahrt hier hinauf ist nun nicht der Superknaller , aber eine willkommene Abwechslung ist es schon , die teils
engen Kurven der Gravel Road zu meistern , zumal durchaus auch der eine oder andere Truck entgegenkommen kann ...
Nur einige Meilen weiter biegen wir noch einmal ab , diesmal auf die " Cigarette Springs Road " , dem " Road Canyon "- Zubringer .
An einem unscheinbaren Parkplatz beginnt unser Trip in die Schlucht mit dem Ziel , Behausungen , die einst
von Menschen der " Basketmaker Culture " ( " Korbmacher "  kannten keine Keramik , ca. 400 v.Chr. - 500 n.Chr .)
unter natürliche Felsüberhänge gebaut wurden , zu besuchen .
Gebäude dieser Art findet man in den vielen umliegenden Canyons einige , doch hier versteckt sich eines der fotogensten Dwellings.
Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir den " Comb Ridge " , eine knapp 130 km lange geologische Aufwerfung ,
dessen fast senkrechte Abbruchkante herrlich goldgelb des Sunsets leuchtet - gepaart mit dem satten Grün des " Comb Washs "
ist dies noch ein echter Knüller zum Tagesabschluss !  So widmen wir einen ausgedehnten Stopp diesem Schauspiel ...
Dann weiter nach Blanding /UT , wo wir drei Comfort Inn - Betten mit unseren müden Leibern füllen...   ;-)      
From Blanding to Hanksville...
11.Tag
Punkt 6.30 Uhr sitzen wir im Breakfast Room des Motels und laben uns am doch einigermaßen reichhaltigen

Frühstücksbuffet , wenn man das so nennen kann : Kuchen , Donuts , Toast mit Marmelade und Cornflakes - diese Ami's...      ;-)
Bald darauf brechen wir auf , um den " Edge Of The Cedars State Park " , der sich am Ortsrand von Blanding befindet ,
zu besuchen. Hier sind archäologische Funde der Anasazi aus der gesamten " Four Corner Region " zusammengetragen ,
und man kann Pueblo - Ruinen dieser Ureinwohner des Südwestens besichtigen .
Dieser öffnet erst um 9.00 Uhr seine Pforten ( Mann, schlafen die hier lange ... ) , und so entscheiden wir uns
zur Weiterfahrt , um nicht zu viel Zeit zu verlieren. Im Westen liegt der " Mule Canyon " , den wir über den HWY 95 erreichen .
Dieser wurde schon letztes Jahr von uns besucht , aber nun bietet es sich an , noch einmal einen Halt einzulegen .
Dies dürfte Birgit besonders freuen , da sie die Location noch nicht kennt ...
Und es wird geknipst , was das Zeug hält . Mit einigen weiteren Leuten wechseln wir immer wieder Positionen , so dass
jeder gute Shots von den Anasazi - Ruinen machen kann . Sofort entwickelt sich ein gutes Klima zwischen den Leuten hier :
Obwohl aus den unterschiedlichsten Nationen  , vereint doch alle das gleiche Ziel  :  Wandern und Fotografieren .
Es dauert nicht lange , da entwickeln sich kleinere , noch zaghafte Gespräche zwischen den Beteiligten .
Die Amerikaner sind im allgemeinen sehr aufgeschlossen , und wir Deutsche sind hier in den USA gern gesehene Gäste .
Die nächsten Stunden " spülen " das Trio zum " National Bridges National Monument " , einem kleineren Park mit
mehreren Riesen - Arches , unter anderem der weltweit zweitgrößten Naturbrücke . Allerdings lassen diese sich 
wegen ihrer Größe relativ schlecht ablichten , außer , man steigt in den Canyon ein .
Wer mehr Zeit zur Verfügung hat , sollte dies auch tun , da man nicht nur Felsbögen in der Region findet
sondern auch gut erhaltene Anasazi - Bauwerke bewundern kann . Mehrere Wanderrouten stehen hierfür zur Verfügung .
Wir für unseren Teil haben aber ein Ziel ins Auge gefasst , welches wir bis zum Nachmittag erreicht haben wollen :
" Little Egypt Geologic Site " steht heute noch auf dem Programm . Da noch viele Meilen zu schrubben sind , treten wir nun aufs Gas .
Unterwegs bewundern wir an einem Overlook , kurz hinter der " Colorado Bridge " , den Überblick über den östlichen
Lake Powell , an dessen Ufer der kleine Ort " Hite " mit seiner Marina gut zu erkennen ist .
Auch machen wir am Ufer des " Dirty Devil River " , einem Colorado - River - Zufluss , einige tolle Bilder .
Hier sind schöne gelbe versteinerte Dünen am Fuße rotbrauner Cliffs zu besichtigen . Sogar einen Campground gibt es in der Nähe.
Am Nachmittag kommen wir also , wie geplant , am letzten Ziel des heutigen Tages an .
Das Licht ist klasse , ein wenig windig vielleicht , aber gute Fernsicht vorhanden . Sogar interessante Wolken sind am Himmel ...
Zunächst gehen wir , jeder für sich , auf Motivsuche . Später " feuern wir aus allen Rohren " !
Im Sunset Light ergeben sich immer wieder herrliche Motive , da gerade die Schattenbildung den mit weißen Streifen
durchzogenen roten Sandstein sehr plastisch ausschauen lässt . Das Zeitfenster ist nicht allzu groß , um Aufnahmen zu machen ,
dann verschwindet die Sonne hinter einer Bergkette und lässt uns mit gutem Restlicht alleine...
Das nutzen die drei " German Hikers " aus , um unseren mitgebrachten Grill zu entfachen und leckere Steaks und Würstchen
in dieser traumhaften Kulisse anzurichten - unser " Wild West Feeling " wird nur ein wenig von kleineren , sandhaltigen Böen
gestört , die diesen unbedingt immer mal wieder auf unserem " Bratgut " ablegen wollen ; das lassen wir natürlich nicht zu !  ;-)
Im Dunkeln kommen wir im nördlich gelegenen " Hanksville " an , wo wir auf Motelsuche gehen , was sich aber nicht
als schwierig gestaltet , da es scheinbar nur eines gibt - das " Whispering Sands Motel " .
Alle anderen Möglichkeiten haben geschlossen und machen auch nicht den Eindruck , als wollten wir Mitteleuropäer
( ein wenig verwöhnt vielleicht ) hier übernachten ( ziemliche "Kaschemmen" ) ...
Nö , das " WSM " sieht ganz passabel aus , bietet sogar Wireless Internet ( wer's braucht ) und einen etwas schrägen Manager ...
Wir biegen also auf den Platz des Motels ein und eiern plötzlich über denselbigen ! Vor der Zimmertür angekommen ,
schauen wir nach dem Grund der " deutlichen Fahrverhaltensänderung " : Wir haben gut dreißig Zentimeter tiefen Schlamm , 
der hier seit den vor Wochen niedergegangenen Unwettern auf dem Hof liegt , über gut fünfzig Meter Länge durchquert .
Dementsprechend sieht nun auch der Wagen aus , mal ganz abgesehen von der " Schneise " , die wir geschlagen haben ...
Von einer solchen " Katastrophe " gepeinigt , wollen wir uns an der Tanke gegenüber ein Beruhigungsbier holen .
Doch dieses benötigen wir erst recht nach Betreten des Shops !  Während Christian den Chevy tankt , sind " die Damen "
schon einmal zum " Bierhohlen " ( wie das Damen eben nun mal machen ... ) gegangen .
Doch das normalerweise nicht besonders aufregende Befüllen eines Autos wird durch jähe Schreie in der Nacht unterbrochen .
Die Stimmen kommen dummerweise Christian sehr bekannt vor und er ist auf  alles gefasst :
nur nicht auf einen silbernen , bis an die Zähne bewaffneten Ritter ,
der wildfremde Leute abends beim Bezahlenwollen im abgelegensten Kaff Utahs erschreckt !!!
Nachdem der Puls beider weiblichen Tourmitglieder wieder fühlbar ist , klärt sich alles auf : It's Halloween !
Super , wo sich doch der Besitzer der Gas Station nur diesen geringfügigen Scherz erlaubt hat...              ;-)
Und was kommt jetzt ?    Antwort :  Bier austrinken , Heia machen - Bis Morgen...
Little Wild Horse Trip
12.Tag
Dieser Morgen ist sonnig , aber kalt . Um uns aufzuwärmen , gehen wir nur ein paar Schritte über die Straße zu " Blondie " ,

einem kleinen Restaurant , dass seine besten Tage schon vor einer ganzen Weile gesehen hat .
Doch im gottverlassenen Hanksville scheint das niemanden zu stören , denn außer drei anderen Gästen , die bestimmt keine
Einheimischen sind ( Chinesen o.ä.) , sitzen nur wir an einem der Tische und gönnen uns Kaffee und fettige Rühreier - na ja...
Die State Route 24 bringt uns weiter nördlich voran.
Den Abzweig zum Goblin Valley nehmen auch wir und folgen der weiteren Ausschilderung zum State Park .
Ca . eine Meile vor dem Parkeingang biegen wir auf eine Dirt Road ab . Unser Weg führt zum " Little Wild Horse Canyon ".
Am Parkplatz angekommen , informieren wir uns an einer Tafel über die Streckenführung .
Das Wetter ist immer noch sehr schön und das ist auch gut so , denn bei der Begehung eines Slotcanyons kann man Regen
nun überhaupt nicht gebrauchen - die Flash Flood - Gefahr ist einfach nicht zu unterschätzen ; aber das wisst ihr ja...
Die Wanderung gestaltet sich relativ einfach , und wir erfreuen uns am Goldgelb und Lachsrot der Sandsteinwände .
Jeder darf sein eigenes Tempo gehen und anhalten , wo er/sie möchte und so lange man mag .
In der Canyonmitte ist der Slot nur noch schulterbreit , ein seitliches Gehen ist durch den aufgesetzten Rucksack kaum möglich .
Auch sind nun einige Passagen etwas anspruchsvoller , etwa um " Choke Stone Drop Offs "  ( in den Canyon hinabgestürzte
Felsbrocken , die den Wasserfluss " verstopfen " und wie eine große Stufe nur per Klettereinlage zu überwinden sind ),
zu meistern oder einfach , um keine nassen Füße in den Mini - Pools , die sich nach Niederschlägen bilden , zu bekommen ...
Martina und Birgit gehen nicht den gesamten Weg mit - zuviel gibt es unterwegs zu sehen und abzulichten ...
Christian durchwandert den gesamten Canyon , was dauert , kommt aber irgendwann zurück und wir setzten kurz darauf
unseren Trip fort . In der Abendsonne möchten wir im " Cathedral Valley " weilen .
Hier befinden sich schroff aufragende Felsformationen , die gerade in diesem Licht fantastisch aussehen ....
Wir nehmen wieder den HWY 24 , der nun ab Hanksville Richtung Westen verläuft .
Kurz hinter der Ortschaft sind auch hier die Zerstörungen der Herbstunwetter zu sehen :
Der benachbarte " Freemont River " hat meterlang die komplette Gegenspur des Highways fortgerissen !
Mittlerweile fließt der Fluss mit relativ wenig Wasser wieder in seinem angestammten Bett , was uns später von Nutzen sein kann .
Den kleinen Ort " Cainville " in Sichtweite biegen wir nach Norden auf die " Cainville Wash Road " ab .
Diese Dirt Road scheint uns regelrecht einzuladen , denn sie ist sehr gut hergerichtet , finden wir .
Gut , hier und da ist es ein wenig ruppig , doch kann man doch ganz passabel vorankommen .
Erst vor kurzer Zeit muss man die Road neu geschoben haben , sagt uns unser geschultes Spurenleserauge ...
Doch was nach einigen Meilen Fahrt unser eben gelobtes Sinnesorgan erblickt , lässt nichts Gutes ahnen :
Am Fuße einer Senke sitzen zwei Cowboys auf ihren Gradern ( Baumaschine ) und schieben die Überreste der Piste zusammen .
Die Jungs sind nett und halten kurz inne , um unsere Frage nach dem Zustand der restlichen Meilen zu beantworten .
Doch die Antwort ist negativer , als wir erhoffen - große Teile der Strecke sind weggespült und somit unpassierbar .
Auch nützt eine hohe Bodenfreiheit des Fahrzeugs nichts , so die Aussage der Fachleute .
Selbst die zweite Variante ins Tal zu gelangen ( zweigt weiter westlich vom HWY 24 ab ) ist trotz des durchfahrbahren
Freemont Rivers zur Zeit nicht machbar ...
Ein wenig Resignation macht sich dann doch schon breit , und die drei deutschen " Südwest - Entdecker " verabschieden sich
von den zwei netten Herrn , die noch einen guten Tipp auf Lager haben : " Kommt in ein paar Wochen noch einmal wieder ! "
Danke , aber da liegt wohl schon Schnee...    ;-(
Den Rest des Tages retten wir uns nach " Fruita " , wo das Visitor Center des " Capitol Reef National Parks " steht .
Unterwegs haben wir natürlich noch oft gehalten und jede Menge Pics geschossen .
Der Park scheint sehr schön zu sein , aber unsere Zeit drängt , und weiter geht es über die " Boulder Mountains " ,
die sich schon schneebedeckt zeigen und so unsere Fahrt auf Sommerreifen zum Abenteuer werden lässt .
Die Straße ist zwar geräumt , aber die Strecke führt ständig nur bergauf - unser GPS zeigt 2970 m auf dem Gipfel an -
und etwas mulmig wird es uns schon zumute .
Am Straßenrand stehen unzählige Deers ( so eine Art Reh ) in der Dunkelheit und wir hoffen , keines vor den Wagen zu bekommen .
Wieder in Springdale angekommen , quartieren wir uns im " Canyon Ranch Motel " ein und schlafen bald darauf tief und fest ...

 

Endlich zur Subway !
13.Tag
Heute muss es sein !

Unser Vorhaben , endlich mal zur " Subway " zu wandern , haben wir noch nicht " ad acta " gelegt ...
Am vorletzten Tag unserer Reise soll es nun geschehen ; zu diesem Zweck finden wir uns pünktlich
am Zion National Park Visitor Center ein , um die begehrten Wandererlaubnisse ( Permits ) für diesen Trip zu erstehen ...
Die junge Lady am " Backcountry Desk " , die uns zu Beginn unserer Reise noch abwies , stellt nun sehr freundlich
die nötigen Schriftstücke aus . Wir bringen kurz noch die Wettervorhersage in Erfahrung und verschwinden , so schnell es geht .
Da wir gestern Abend keine Möglichkeit gefunden haben , irgendwelchen Proviant zu erstehen , sind wir gezwungen ,
noch einen morgendlichen Imbiss einzunehmen . Im " Bumbleberrys Restaurant " finden wir entsprechende Verköstigung...
Gleich darauf geht es los , denn die Zeit drängt - wie ihr wisst , ist es Herbst und die Tage sind dementsprechend kurz .
Am Parkplatz , unmittelbar an der " Kolob Terrace Road " gelegen , stellen wir den Chevy Trailblazer ab und brechen zu
unserer letzten großen Tour dieser Reise auf . Mit einer ordentlichen Portion Gespanntheit machen wir uns auf den Weg ...
" Weg " - das ist wohl übertrieben ; vielmehr finden wir einen Pfad vor , der sich eine ganze Weile durch einen Wald schlängelt ,
dann aber abrupt steil in den Canyon führt - und wir meinen : STEIL !!!!
Mit unseren Wanderstöcken stützen wir uns gegen den Abhang , um nicht zu schnell zu werden und den Halt zu verlieren .
Gerät man hier ins Rutschen , ist die Tour schneller vorbei , als einem lieb ist , abgesehen von den Verletzungen , die man bei
einem derartigen Absturz davontragen würde !  Der Pfad ist teilweise kaum erkennbar und führt entlang einer
Bergflanke , die über und über mit kleinem und größerem Geröll bedeckt ist .
Vorausschauende Leute haben auch hier einige Steinmännchen , die bei der Orientierung helfen , aufgebaut .
Die Wanderung im Canyon ist hammerhart und geht auf die Dauer mächtig an die Reserven der Tourmitglieder .
Der Weg führt über riesige Felsbrocken , durch eiskaltes Wasser und dichtes Unterholz .
Auch das ständige Ausschauhalten , um eine Möglichkeit des Weiterkommens zu erspähen , hält mächtig auf .
Ständig müssen wir uns Umgehungen suchen , um nicht durch das hüfttiefe Wasser des North Creek zu müssen .
So " arbeiten " wir uns Meter für Meter dem Ziel entgegen . Gute 4 Std. für 4 km Luftlinie - was für ein Tempo...       ;-)
Die herrliche Umgebung zu genießen fällt angesichts der Anstrengungen oft schon schwer , aber auch dafür muss Zeit sein .
Irgendwann , im zweiten Drittel der ( Tor-)Tour , verlassen Martina nach und nach die Kräfte ; zu lang ist noch die Restdistanz ...
Zum Ausruhen und späterem Weitergehen fehlt die Zeit - bald schon muss man sich auf den Rückweg machen ,
um bei einigermaßen Helligkeit den Parkplatz anzusteuern . Einige früh gestartete Wanderer kommen uns schon wieder entgegen
und weisen uns auf die Gefahr hin , von der Dunkelheit überrascht zu werden  ( Für diesen Fall haben wir Beleuchtung im Gepäck ) .
Um sich nicht weiter zu verschleißen , beschließt sie , zu warten und ihre Kraftreserven für den Heimmarsch aufzufrischen .
Per Funk mit der  " Basis "  verbunden , laufen Birgit und Christian weiter der Subway entgegen und erreichen diese nach
einigen weiteren Anstrengungen .  Doch ,  den Schweiß haben wir nicht umsonst investiert : Schön ist es - absolut !        ;-)
Einige Fotografen sind schon vor Ort und postieren sich während ihrer akribischen Motivsuche ständig vor unseren Apparaten ...
Nachdem alle die erhofften Shots getätigt haben , beginnt ein allgemeiner Aufbruch , dem auch wir uns nicht verwehren .
Denn die Zeit drängt , die Dämmerung beginnt bereits .  Der Rückweg gestaltet sich auf Grund der nun vorhandenen
Ortskenntnisse etwas leichter , aber nicht minder anstrengend . Am Fuße des Aufstiegs , den wir nur noch durch unser
GPS - Gerät genau bestimmen können , werden die Stirnlampen angeschnallt , da es nun mittlerweile völlig dunkel ist ...
Wir kraxeln mit letzter Kraft und einigen Pausen den Hang hinauf zum Parkplatz , wo unser Chevy schon auf uns wartet .
Außer unserem parkt noch ein Auto im Mondenschein . Es gehört einem weiteren Wanderer , ebenfalls aus Deutschland .
Er hatte uns immer " auf Sicht verfolgt " , aber nicht eingeholt ...
Wir wechseln noch ein paar Worte und tauschen Tipps aus , da sein Urlaub erst beginnt .
Währenddessen sind schon wieder alle Anstrengungen vergessen , das Lachen kehrt in unsere Gesichter zurück
und wir " schwärmen " nur noch von der Tour .   ;-)
In " St. George  " machen wir noch einen Mexikaner ( Pancho & Lefty's ) klar , da gibt es lecker " Belohnungs - Happahappa ".
Wir fahren über die Grenze nach Nevada , um wieder einmal in " Mesquite " zu stoppen , allein der Motelpreise wegen ....
Mann , war das noch einmal ein Tag - darüber sprechen wir mit Sicherheit noch lange !
Vegas genießen ...
14.Tag
Die Zeit verging wie im Fluge - heute ist nun unser " Letzter " !

In unserem Motel nehmen wir im gleich angeschlossenen Restaurant ein " angemessenes " Frühstück ein ...
Kurz darauf wird der Wagen einer ausgiebigen Reinigung unterzogen , um die Spuren unserer Outdoorausflüge zu beseitigen .  ;-)
Schon sind wir auf dem Interstate 15 Richtung Las Vegas unterwegs .
Dort angekommen , checken wir zunächst in unser Hotel ein , um das Gepäck los zu werden .
Was kann man tagsüber in Vegas machen ?  Klar : Shoppen !!!
Wir finden uns am Nachmittag in einem riesigen Factory Outlet Center wieder , wo wir nach Herzenslust durch die Läden streifen ...
Nachdem wir diese " Pflichtübung " durch haben ,
streifen wir nun durch einige Themenhotels wie " Ceasars Palace " , " Venetian " , " Bellagio " usw.
Die letzten Tage fordern doch bald ihren Tribut und unsere Beine werden schwerer und schwerer...
Wir " Three German Hikers " wieder im Hotel angekommen , begibt sich Martina schon einmal in die " Horizontale " .
Birgit und Christian laden sich noch zu einem ( oder zwei oder drei ) Guiness in die Hotelbar ein ,
wo eine fetzige Rockband aufspielt und die Gäste zum Ausflippen bringt .
So , das war's . So schnell gehen 14 Tage rum ! Wahnsinn !
Morgen Abflug , Fahrt nach Hause , die Lieben wieder in die Arme schließen und etwas wehmütig an diese Tage zurückdenken....

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