Wenn einer eine Reise tut , so kann er viel erzählen....
Hier ist unser Bericht : USA 2005 .

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Der Holperstart...
1.Tag
7.00 Uhr morgens : Abfahrt nach Frankfurt - der Flughafen ist natürlich unser Ziel ...

Es ist der 8. Oktober 2005 , das Wetter ist " so lala " und lässt uns nur " Besseres " erwarten !
Auf einem von uns erhofften Fensterplatz an Bord einer US Airways - Maschine heben wir kurze Zeit später ab.
Wir , das sind nicht , wie man vermuten mag , die " Biesel - Five " , sondern unser Papa Christian in Begleitung eines
" Neu - Südwest - Fans " : seiner Mum und unserer Oma Martina !
Als ausgesprochener Reise- und Fotofreak hatte sie von Christians Vorbereitungen " Wind " bekommen und war sofort dabei !
So hocken wir nun gemeinsam auf unseren Sitzen und sind voller Erwartungen ...
Die allerdings beim Zwischenstopp in Philadelphia das erste Mal auf eine harte Probe gestellt werden :
Die Einwanderungsbehörde passieren wir ja noch recht mühelos , als wir aber zur Personen- und Gepäckkontrolle kommen ,
bricht das " kontrollierte Chaos " aus !    Hunderte von Reisenden werden an zwei Schaltern abgefertigt !
Schuhe aus , Jacken aus , Handgepäck durchleuchten lassen usw. usw. usw.
Nichts gegen Sicherheit - das ist schließlich das A und O , aber das hier ist einfach eine absolute Zumutung !        :-(
Langsam rennt uns die Zeit weg , und nachdem wir endlich " auseinandergenommen wurden " , verrät uns ein Blick auf die Uhr :
Sch... , wir haben nur noch ein paar Minuten , bis unser Anschlussflug startet , und der Terminal , welchen wir aufsuchen müssen ,
liegt zudem noch am anderen Ende des Flughafens . Auch gibt es keine Shuttleverbindung dorthin , wie es auf vielen
Airports üblich ist , und so rennen wir ( Christian , 33 Jahre und Martina , 62 Jahre alt ) uns förmlich die Seele aus dem Leib....
Zwei Minuten nach offizieller Startzeit erreichen wir den Gate und werden aufgehalten : " Too Late , Mister ! " sagt jemand .
Noooooooooooo !!! It's not too late , Mister ! Noooooooo !!!!    entgegnen wir wütend...
Der Mann am Gate bekommt unsere Bordkarten und klingelt die Dame am Ende des " Einstiegstunnels " an .
Diese hat zwar schon das Teil abgedockt , als wir aber schweißüberströmt angerannt kommen , hat sie ein Einsehen und
schwenkt den Zugang noch einmal an die Maschine heran . Nach mehrfachem Klopfen öffnet sich die Tür des Fliegers doch noch,
und ein überfreundlicher Steward , bei dem wir uns an dieser Stelle noch einmal bedanken möchten , nimmt sich unserer an...
Gut ausgegangen , doch : Nie wieder Philadelphia !!!    Das ist unser letztes Wort !    ;-)
Unsere " Abenteuerreise " hat also früher begonnen als geplant ...
Fünfeinhalb Stunden später landen wir in Las Vegas , dem Start und Ziel unseres Rundtrips .
Dann zum Mietwagenverleiher . Es ist Samstag , viele Leute  und : Keine Wagen vorrätig ! Mann , das läuft ja wieder...
Wir warten geraume Zeit , in Geduld konnten wir uns ja glücklicherweise in den vorangegangenen Stunden üben , bis ein Wagen
unserer Fasson gebracht wird - ein Chevy Trail Blazer , seines Zeichens SUV oder , wie wie sagen würden , ein Allradfahrzeug !
So , jetzt kann es also endlich losgehen ! Erst mal Mum den " Strip " , Vegas' berühmte Hotelmeile , aus dem Wagen zeigen .
Doch die ist kaputt und kaum noch aufnahmefähig , und so geht es ab ins gebuchte Hotel , wo wir geschafft in die Betten sinken...
Richtung : Route 66...
2.Tag
6.30 Uhr geht's raus aus den Federn . Die Sonne lacht , und die Strapazen des Vortages sind schon wieder vergessen .
  Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir nun von Primm , unserem ersten Stopp ( ein paar Meilen weg von der Metropole ,
aber unschlagbar günstig ) , in Richtung Las Vegas , um uns für die nächsten Tage mit Wasser und Lebensmitteln einzudecken .
Nachdem wir unsere Wünsche erfüllt haben und die verschieden Super - Hotels auch mal bei Tageslicht ablichten konnten ,
starten wir nun durch und nehmen den Highway US 93 nach Süden , der uns über Boulder City zum Hoover Dam führt .
Da der Highway direkt über den Staudamm verläuft , haben wir die Möglichkeit , uns das Bauwerk etwas aus der Nähe zu
betrachten . An einer genaueren " Inspektion " sind wir aber momentan nicht interessiert und verfolgen nun unseren
abgesteckten Kurs weiter ; den nächsten Halt machen wir in Kingman ( Arizona ) . Hier treffen wir auf die " Historic Route 66 " .
Endlich am " Mythos " angekommen , machen wir uns sogleich auf Motivsuche .
Als das eine oder andere Foto gemacht ist , verlassen wir das Städtchen auf der altehrwürdigen " Route " .
Diese verläuft nun in Richtung Osten und trifft kurz hinter dem kleinen Nest Seligman auf den Interstate 40 .
Doch in diesem typischen Ort , in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint , haben wir noch etwas vor :
ein Besuch bei " Mister Route 66 "  - Angel Delgadillo , dem Initiator der " Historic Route 66 Association " , in seinem
weltberühmten Friseursalon ; doch leider ist es schon sehr spät , die Sonne taucht so langsam aber sicher ab und wir
beschließen , die Suche nach diesem Herrn auf einen späteren Trip zu verschieben - um diese Uhrzeit wirkt ein unangemeldetes
" Anklopfen " sicherlich etwas aufdringlich...
Ein paar Meilen weiter östlich liegt Williams , ebenfalls ein typisches " Route - Städtchen " . Hier finden wir Unterkunft für die
Nacht und für den nächsten Morgen einen idealen Ausgangspunkt , um zum Grand Canyon zu finden .
Denn die State Route 64 verbindet Williams unmittelbar mit dem National Park der Superlative....

 

Grand Canyon For One Day...
3.Tag
Die Montagmorgen - Frage : Wie kann man aufregender in eine Woche starten als mit einem Besuch des Grand Canyon ?
Antwort : Gar nicht ! Das ist einfach nicht zu toppen !
Mit Kribbeln im Bauch schicken wir uns an , das im Morgentau liegende Williams gen Norden zu verlassen....
Und so geht die Reise durch recht ebenes Gebiet . Die State Route wird gesäumt von Wacholderarten in allen Größen , hier
und da mal ein Haus  , aber sonst nichts Aufregendes ...
Nach geraumer Zeit erreichen wir die ersten " Vorboten " : Einige kleine Flugplätze befinden sich in einer Art Gewerbegebiet ,
Motels , Diner etc. tauchen am Straßenrand auf , und schon stehen wir vor dem Südeingang des National Parks .
Hier erstehen wir für 50 Dollar einen " National Park Pass " ( bei unserer 99er Tour hieß er noch " Golden Eagle Pass " ) .
Nun der unvermeidliche " Vorabcheck " - wir laufen den nächsten Aussichtspunkt an
und unser " Neu - Südwest - Fan " ist erst einmal völlig überwältigt....
Ich ( Christian ) leiste zunächst " Aufbauhilfe " ;-)  , bevor es wieder aus dem Park geht ...
Wieso dieser kurze Stopp ?  Na logo , unsere Helikopterflüge sind vorgebucht und zeitlich bleibt uns keine andere Wahl .
Ein Blick von oben ist bei diesem " Weltwunder " eigentlich unerlässlich - dummerweise wussten wir das damals
bei unserem 99'er Trip nicht und verzichteten darauf - aus Fehlern lernt man eben , und der nicht ganz billige Spaß sollte
es einem doch wert sein - wer weiß , ob man noch einmal hierher kommt...
Kurze Zeit darauf sitzen wir im Heli und heben zu einem Rundflug über den Canyon ab : Mann , das ist nicht nur beeindruckend ,
nein , es ist einfach grandios ! In unserer " Mediengesellschaft " hat man zwar schon den einen oder anderen Bericht mit
Bildern aus der Vogelperspektive gesehen , aber in natura wirkt das alles um das X-fache auf dich ...  einfach nur schön...
Nachdem wir wieder heil gelandet sind , fahren wir erneut an den Canyonrand , um uns " gütlich zu tun "...
Und so streifen wir den Rest des Tages am " South Rim " entlang , besuchen alle möglichen Aussichtspunkte , suchen die
schönsten Motive , gehen auch abseits der bekannte Pfade , und genießen einfach das herrliche Wetter.
Heute findest du uns im Westen , bei " Hermits Rest " , genauso wie im Osten am " Grand View Point " und " Desert View " ....
Und so geht das bis zum Sonnenuntergang , bei dem wir uns an den rotgold leuchtenden Canyonwänden erfreuen .
In der hereingebrochenen Dunkelheit reisen wir über die US 89 nach Süden ab , um über Flagstaff nach Holbrook zu fahren .
Wir und der Versteinerte Wald...
4.Tag
Nach dem obligatorischen " Wachwerd' - Donut " und ein / zwei Kaffee für jeden brechen wir zum nächsten Ziel unserer Reise
auf : dem " Petrified Forest " ( Versteinerter Wald ) , einem Nationalpark unweit des Route 66 - Städtchens Holbrook .
Hier erwartet den Besucher ein recht eigenartiger Flecken Erde .
Unzählige Bruchstücke versteinerter Baumstämme liegen überall verstreut herum und begeistern durch ihre wunderschöne
Kolorierung in allen Regenbogenfarben .
Ein weiterer Blickfang sind die " Badlands " , wo man die herrlichen Sedimentschichten dieses Gebietes bewundern kann.
Natürlich bringen wir in einem solchen Ausnahmegebiet viele Stunden zu , und als der späte Nachmittag naht , machen wir uns
auf und reisen in Richtung Norden weiter . Unsere Reiseplanung sieht nun einen Abstecher zum " Canyon de Chelly " vor .
Hier wollen wir den " Spider Rock "  , zwei sehr fotogene Felsnadeln , die aus dem Canyon emporragen , bei Sonnenuntergang
ablichten . Um so mehr sind wir überrascht , dass nicht nur unser Zielobjekt  , auf dem laut Überlieferung die " Spinnenfrau " lebt ,
in der untergehenden Sonne brilliert , sondern auch die gesamte weitere Umgebung bei dieser Beleuchtung super Motive bietet...
Bisti Wilderness Trip
5.Tag
Die Augen schlagen wir heute in einem Städtchen , das sich Farmington nennt , auf . Es befindet sich schon auf dem Gebiet
New Mexicos , ist knapp drei Autostunden vom Canyon de Chelly ( Arizona ) entfernt und für unsere heutige Tour der ideale
Ausgangspunkt : Schnell noch mit Essbarem und Getränken versorgt , verlassen wir die Stadt in Richtung Süden .
" Bisti Wilderness " ? Was sagt uns dieser Name ? Nichts !
Denn sämtliche Reiseführer etc. schweigen sich dahingehend aus ...
Die Zufahrt zur Nordseite dieses Gebietes finden wir schnell und fahren einige Meilen über eine Schotterpiste ,
bis es nicht mehr weitergeht . Hier kann man wohl den Wagen stehen lassen und hinter einem Drahtzaun seinen Trip beginnen .
Aber irgend etwas verunsichert uns . Vielleicht sind wir hier falsch , schwirrt einem dann so durch den Kopf !
Also bleibt nur eine Alternative : Wir probieren es mal über die Süd - Zufahrt !
Etliche Meilen und Minuten später erreichen wir problemlos einen kleinen Platz vor einer Einzäunung .
Hier existiert sogar ein Schild mit der Aufschrift :" Bisti Wilderness Area " - hey , wir sind richtig !
Rucksack mit etwas Proviant füllen , Kameras , Akkus und GPS - Gerät einpacken , und schon geht unser Ausflug in das
nach Mondlandschaft aussehende Gebiet los .
Na ja , ein paar Stunden werden wir uns schon aufhalten - es gibt ja so viel zu entdecken !
Und wirklich ! Hier hat doch irgendwer mit Lehm gezaubert ! 
Stundenlang durchstreifen wir dieses einmalige Gebiet und können uns an den Massen skurriler Hoodoos nicht satt sehen ...
Um das Ganze noch zu krönen  , wollen wir versuchen , zur " Egg Factory " zu gelangen - dies ist ein geniales Motiv
und schon lange auf unserer " Must - Have - Liste " .
Dazu hat sich Christian vorab die GPS - Daten besorgt , und so wandern wir drauflos . Eigentlich sind es nur 5 Kilometer
Luftlinie bis zum Ziel ( laut GPS ) , und so beschließen wir , den Trip zu wagen . Bald darauf verlassen wir das Tal mit den
unzähligen " Skulpturen " und müssen nun immer weiter über die " Badlands " gehen - diese Hügel sind aus getrocknetem und
aufgerissenem Lehmboden , und man läuft wie auf dickem Teppich ...
Das Ganze geht mit der Zeit mächtig in die Beine , hoch , runter , hoch , runter usw. usf.    :-(
Nach einiger Zeit kommt uns unsere Route doch sehr spanisch vor , die Hügel werden höher und höher , und von den " Eiern "
ist weit und breit nichts zu sehen - doch unser kleiner satellitengestützter Helfer verspricht , dass es nicht mehr weit sei, und
so gehen wir bis zum " bitteren Ende " weiter ...
Wir sind da ! Endlich ! Ein paar Mal wollten wir schon umkehren , doch nun stehen wir in einem kleinen Tal , ringsherum
mit kleinen Felstürmen bestückt - das Ziel !  Hier irgendwo müssen die " Eggs " also sein ...
Nach genauerer Untersuchung der Umgebung resignieren wir - WIR SIND FALSCH !!! SCH....
Also machen wir kehrt und laufen eiligen Schrittes wieder zurück . Dabei versuchen wir nun einen etwas leichteren Weg zu finden .
Was anfänglich vielversprechend aussieht , erweist sich nach einigen Metern immer wieder als Sackgasse .
Und so kämpfen wir mit den Lehmhügeln , die uns " gefangen " haben , und mit uns , denn die Beine werden immer schwerer ...
So langsam bricht die Nacht herein , und wir können von Glück sagen , dass der Vollmond uns zu Hilfe kommt !
Sonst müssten wir hier draußen übernachten ( brrrrr....) ! Unsere Taschenlampen haben wir natürlich im Wagen gelassen ,
wer rechnet denn auch mit so einem Reinfall ?  Und so stehen wir Punkt 22.00 Uhr völlig erschöpft am Auto .
Den Rückweg hat unser GPS - Device mit der " Trackback "- Funktion tadellos bis auf den Meter wiedergefunden !
Bei späterer Recherche stellt sich heraus : Die GPS - Daten , die wir bekamen , hatten einen Zahlendreher !    MIST !
Martinas ( 62 Jahre ) Tages - Resümee : " ...die schlimmste Wanderung des Lebens... " - na , wenn sie es nicht weiß , wer dann ?
Übernachtung abermals in Farmington .

 

zu Besuch bei den Anasazi...
6.Tag
Wir verlassen New Mexico , kommen aber eines Tages bestimmt noch einmal wieder her ( es gibt doch noch so viel zu sehen ... )
Unser nächster Halt ist der im westlichen Colorado gelegene " Mesa Verde National Park " .
Einst siedelten in diesem Gebiet die Ureinwohner des Südwestens , lange bevor die uns bekannten " Prärieindianer " auftauchten .
Sie lebten hier , strategisch ausgeklügelt unter natürlichen Felsüberhängen ,  teilweise in Hunderten Metern Höhe gelegen ,
wo sie kleine Siedlungen mit festen Steinhäusern anlegten .
Diese sind wegen ihrer relativ wetterunabhängigen Lage teils gut erhalten , andere wurden restauriert .
In diesem National Park , unweit der Kleinstadt Cortez , ist die wohl größte Ansammlung von " Cliff Dwellings "
( Klippenwohnungen ) im Südwesten zu finden .
Die Wege sind gut ausgebaut , und in die einzelnen Siedlungen gelangt man nur innerhalb einer Führung durch einen Ranger.
Natürlich haben wir hier den ganzen Tag zugebracht ! Ist doch logisch , oder ?
Nachdem wir einen interessanten Einblick in die amerikanische Frühgeschichte bekommen haben , reisen wir in der
Abenddämmerung gen Norden ab . Endstation für heute ist das Städtchen Moab / Utah , wo wir nach entsprechender
Nahrungsaufnahme unser erschöpftes Haupt in einem netten Motel betten....    :-)
Superlative am Stück...
7.Tag
5.00 Uhr : Raus aus der Falle , waschen , anziehen , Kaffee und : ab die Post... !
  Unser GPS - Gerät hat den Sonnenaufgang für heute 7.25 Uhr berechnet , und genau dann wollen wir am " Mesa Arch " ,
welcher sich im riesigen " Canyonlands National Park " befindet , sein .
Das " Glühen " dieses Felsbogens , welches nur bei aufgehender Sonne erscheint , hat es uns angetan .
Nach ausgiebigem " Genuss " lassen wir unsere heißgelaufenen Kameras etwas abkühlen und begeben uns währenddessen
zum nächsten Highlight und zum nächsten und zum nächsten....
Nachdem wir an verschiedenen Overlooks die Aussicht auf die Mäanderlandschaft des Green River bewundert haben , fahren wir
zum Beispiel zum " Whale Rock " und  " Upheaval Dome " weiter .
Um die Mittagszeit begeben wir uns in den " Dead Horse Point State Park " , einen unmittelbaren Nachbarn im Osten
des Canyonlands National Park .
Von hier aus hat man einen super Blick hinunter in die vom Colorado River geformte Fels- und Canyonlandschaft inklusive
einer " Hufeisenschleife " des berühmten Flusses .   Mann , das ist Westernszenerie pur ....
Und damit nicht genug .
Als weiteren Abstecher versuchen wir nun den Trail zum " Corona Arch und Bow Tie Arch " in Nähe des Colorado zu finden .
Der Parkplatz ist relativ einfach anzusteuern , jedoch finden wir den Aufstieg zu den Felsbögen nicht gleich , da die
Ausschilderung des BLM typischerweise recht " mickrig  " ist und wir den berühmten Wald vor lauter Bäumen nicht sehen...
Um nicht zuviel Zeit zu verlieren , streichen wir für heute die Segel und nehmen dieses Ziel für morgen in Angriff , zumal
dann die Lichtverhältnisse aufgrund der Uhrzeit vielversprechender sind .
Nun geht´s ab in den " Arches National Park " , der ebenfalls in geringer Entfernung liegt . Dort wollen wir die ersten " Shoots "
von den spektakulären Sandsteinbögen machen - und dies im warmen Sonnenuntergangslicht - mmmhhh.....
Völlig fertig trudeln wir im Dunkel des Abend wieder in Moab ein : Augen zu und schnarch...    ;-)
Arch - Jagd vom Feinsten...
8.Tag
In den frühen Morgenstunden verlassen wir abermals Moab gen Norden mit dem Ansinnen , die schönen Arches im
  gleichnamigen Park im Licht eines beginnenden Tages auf unsere Chips zu bannen .
In diesem Zeitraum wirken die gewaltigen Naturphänomene ganz anders als am Nachmittag zuvor .
Wieder werden unzählige Bilder geschossen , wird gewandert und gestaunt .
Jetzt , um die Mittagszeit , wenn die Sonne am höchsten steht , wollen wir den Park verlassen und noch einen " Angriff "
auf den " Corona Arch und Bow Tie Arch " starten . Wir hoffen nun darauf , ein etwas günstigeres Licht als am Nachmittag
zuvor zu haben , um den gewaltigen Corona Arch in seiner ganzen Pracht ablichten zu können...
Dazu fahren wir den hübschen Scenic Byway 279 entlang des Colorado River .
Direkt an der auch " Old Potash Road " genannten Strecke erreichen wir wieder den Parkplatz , stellen den Wagen ab und
beginnen " den Aufstieg " - dieser ist nicht besonders schwierig , in Anbetracht der großen Hitze an diesem Tag fällt das
ständige Bergauflaufen aber nicht gerade leicht ...
Es sind einige Anstiege sowie eine in den Fels gehauene Treppe zu überwinden , aber so richtig knifflige Stellen gibt es zu Glück
nicht , und so gelangen wir am riesigen Corona Arch , durch den in einem Werbefilm sogar Hubschrauber fliegen , zum schönsten
Zeitpunkt an . Die Sonne steht so , wie wir uns das vorgestellt haben , und so gelingen im Endeffekt auch recht gute Pic´s... Danke !
Doch wir zeichnen uns auch heute durch Beharrlichkeit aus und haben noch " Einen " auf Lager :
Die " Fisher Towers " , östlich von Moab gelegen , bekommen heute noch Besuch von uns !
Diese westernreife Kulisse steht im Verdacht , bei Sonnenuntergang das schönste Braun des gesamten Colorado Plateaus
hervorzuzaubern ! Da dürfen wir natürlich nicht fehlen ! Und so finden wir uns pünktlich zur " Goldenen Stunde " hier ein...
Die rostroten Felstürme halten ihr " Versprechen " , und so können wir unser letztes Highlight des Tages
bei einer Wanderung am Fuße der Towers ablichten ...
Wir fahren im Dunkel des Abends noch einige Meilen nach Süden und übernachten in dem kleinen " Kaff " Blanding .
...wir im Navajo - Land
9.Tag
Punkt acht laden wir unsere Taschen in den Wagen und nehmen den Weg zum " Mule Canyon " in Angriff .
  Die Fahrt führt durch relativ ebenes Gelände und ist nicht besonders aufregend .
Einzig die ziemlich schlecht auszumachende Abfahrt zum Trailhead bringt unser Blut ein klein wenig in Wallung .
Doch der sandige Weg ist schnell entdeckt , und so gelangen wir ohne Probleme zu einer kleinen Parkbucht , wo wir unseren
Trail Blazer für einige Stunden abstellen.
Unser Reiseplan sieht als erstes Ziel des noch jungen Tages eine einstige Anasazibehausung vor.
Das ist zwar für uns sehr interessant , in der " Primitve Area " des Gebietes um " Four Corner " aber keine Seltenheit .
Doch diese Klippenwohnungen haben es in sich - oder besser : "über sich" !
Wir suchen nach dem " House on Fire " , dem " brennenden Haus " - diese ehemalige Wohnstätte ist ein absolut starkes Motiv ,
vorausgesetzt , man findet sie ...
Denn sie ist vom Grund des Mule Canyon , durch den unsere kleine Wanderung verläuft , sehr schlecht auszumachen .
Die Ureinwohner waren eben absolute Meister der Tarnung , schließlich sicherte ihnen diese Eigenschaft das Überleben .
Nach einer knappen halben Stunde wird uns bewusst , dass wir wohl der Anasazi - Taktik auch noch hunderte Jahre später
auf den Leim gegangen sind . Zwar haben wir an den steilen Canyonwänden weitere Gebäude entdeckt , offensichtlich sind
wir aber schon ein ganzes Stück zu weit gelaufen .
Doch unser kleiner " Vorbeimarsch " ist nicht so schlimm , denn um so größer ist dafür die Freude , als wir auf dem Rückweg
endlich besagte Stätte finden - doch was ist das ?
Auf diversen , wenn auch seltenen Fotos , scheint das Dach des Hauses " Feuer und Flamme " zu sein !
Uns präsentiert es sich dagegen eher etwas einfarbig und fade . Um doch noch zu unseren Pic´s zu kommen , üben wir uns
in Geduld , und siehe da : Die Sonne , die gestern Abend von Regenwolken verdrängt worden war , kommt doch noch heraus .
Nun haben wir optimale Bedingungen und lassen es so richtig krachen ...
Erst als alle möglichen Blickwinkel und Einstellungen auf den Chips gespeichert sind , ziehen wir uns zurück... :-)
Wir fahren nun weiter nach Süden , machen Halt am " Mexican Hat " und bewegen uns zielstrebig auf das nächste Highlight zu :
Das " Monument Valley " steht für den Nachmittag auf dem Programm .
Wir durchqueren den " Tribal Park " , welcher der Navajo Nation untersteht , mit unserem Wagen , zumindest , soweit es erlaubt ist .
Auch werden hier wieder die " Speicher " gefüllt : Gut , dass jeder von uns beiden seine eigene " Fotobank " dabei hat ...
Der Sonnenuntergang wird natürlich noch " mitgenommen " - schließlich taucht er dann die gesamte Szenerie in tiefes Rot : Wow !
Eine Übernachtung suchen wir uns in der Stadt Page / Arizona , zu der wir noch eine ganze Weile fahren müssen .
Dafür können wir dann morgen früh das erste Mal so richtig ausschlafen ( endlich ... )
Volles Programm around Page !
10.Tag
Heute geht es mal nicht ganz so hektisch los . Nach dem Frühstück und einer kleinen Shoppingtour , wo wir uns für die nächsten
  Tage mit " Fressalien " eindecken , fahren wir nur ein paar Meilen raus aus der Stadt .
Südlich von Page befindet sich nämlich eine gigantische Hufeisenschleife , welche der Colorado River in Jahrmillionen
in den Sandstein geschürft hat .
Sind wir bei unserem 99'er Trip noch ahnungslos daran vorbeigefahren , so ist die Abfahrt zur " Horseshoe Bend "
mittlerweile ausgeschildert und mit Parkplatz " versehen "...
Die Sonne steht hoch am Himmel - und das bedeutet , dass wir uns auf dem schnellsten Wege zum " Lower Antelope Canyon "
machen sollten .
Das Licht scheint für gute Pic's perfekt zu sein , und da der Canyon nicht weit entfernt von der " Bend " ist , sind wir recht schnell
vor Ort und steigen alsbald hinab in den " Korkenziehercanyon " , der seinen Namen aufgrund seiner Formen durchaus verdient ...
Jetzt staunen und knipsen wir nur noch um die Wette ! Ein Bild wird schöner als das andere , und wir sind völlig happy ...
Nach dem Besuch dieser traumhaften " Felsspalte " ist es nun Zeit , sich wiederzufinden .
Zu diesem Zweck geht es in Richtung Süden . Uns zieht es jetzt in den " Glen Canyon " ,
genauer gesagt in das Gebiet um " Lees Ferry  " , einer ehemaligen Fähre über den Colorado River.
An der Abbruchkante der " Vermilion Cliffs " stoßen wir auf ´" Steinpilze " , die diesen Namen wirklich verdient haben !
Weiter geht es dann zu der kleinen Marina , wo heutzutage die Raftingboote , die den Colorado auf seinem weiteren Weg
bezwingen wollen , zu Wasser gelassen werden .
Dann wieder zurück nach Page . Wir haben noch ein Ziel für heute auf Lager : den " Alstrom Point " ,
im Norden des " Lake Powell " gelegen , wollen wir im Sonnenuntergang mit Vollmond ablichten .
Davon träumt doch jeder Foto - Ambitionierte , der in diesem Gebiet unterwegs ist ...
Wir nehmen uns davon natürlich nicht aus .
Christian ist allerdings im ersten Moment erschrocken :
Bei unserem ersten Besuch des Stausees im Jahre '99 war der Wasserstand doch noch um einiges höher !
Na ja , egal . Wir machen uns auf den Weg zu diesem Aussichtspunkt . Trotz Geländewagen geht die Fahrt doch recht
schleppend voran . Nach einer doch schon beträchtlich zurückgelegten Wegstrecke sehen wir ein ,
dass eine Weiterfahrt nicht mehr viel Sinn macht , da es zu dunkel zum Fotografieren wird .
Wir beschließen umzukehren und das Projekt auf unbestimmte Zeit zu verschieben...   :-(

 

Zum Zeittotschlagen verdammt...
11.Tag
Noch in der Nacht werden wir durch das dumpfe Grollen eines heftigen Gewitters geweckt .
  Morgens um acht lacht die Sonne , und wir schicken uns an aufzubrechen .
Halb neun gießt es wie aus Kannen . Und so geht dieses Spiel den ganzen Tag weiter :-(  !
Wir versehen den Dienstag somit mit einem " Haken " und nutzen die Zeit , um schon einmal unserer Wanderorientierung
für morgen Vorlauf zu verschaffen . Wir fahren in Richtung Westen , um die Lage des " Toadstool Hoodoo " und die Abfahrt zu den
" Coyote Buttes " abzuchecken . So sind wir schon einmal im Klaren , was uns demnächst erwartet , und brauchen dann nicht
herumzusuchen . Wir machen Stopp an der Paria Contact Station und dem G.S.E.N.M. - Visitor Center in Big Water und
bringen so dies und das in Erfahrung . In einer Regenpause werfen wir einen Blick auf den Glen Canyon Dam und begeben uns
danach zu  " Foto Quick " , wo man kostenlos im Web serven und eMails abrufen kann - vielen Dank für diesen Service !
So bekommen wir auch unsere Zeit herum...
Das Abendmahl nehmen wir im " Fiesta Mexicana " , einem Restaurant der Stadt ein und werden so ein wenig entschädigt   ;-)
Coyote Buttes - oder auch nicht...
12.Tag
Für heute haben wir schon vor Monaten Permits für das Gebiet der " Coyote Buttes South " im Internet erstanden und

 

somit auf dieses Erlebnis hingefiebert . Doch bevor es soweit ist , machen wir während unserer Anfahrt ins " Zielgebiet " einen
kurzen Abstecher zum " Toadstool Hoodoo " , der unweit des Highways liegt .
Nach der verhältnismäßig kleinen Wanderung steuern wir nun die " House Rock Valley Road " an.
Sie fungiert als Zubringer in eines der abgelegensten Gebiete des Südwestens .
Doch schon nach wenigen Metern auf dieser Dirt Road wird die Fahrt jäh unterbrochen :
Ein paar Leute haben ihre Fahrzeuge links und rechts der Piste abgestellt und nehmen ungläubig den Zustand derselbigen war....
Mitten über die H.R.V.R. , wie sie auch genannt wird ( in Ami - Land wird ja alles abgekürzt ) , hat sich ein sonst trockener
Wash infolge des gestrigen Regentages stark mit Wasser gefüllt und " rauscht " nun vor den Augen der
" Ich -habe -ein- Permit- und -würde -es- gerne -auch- heute- einlösen - Leute " vorbei und hindert diese massiv an der Weiterfahrt...
Alle können es kaum fassen , aber es ist wie es ist : umkehren , abbrechen , Segel streichen....
Nun gibt es drei Möglichkeiten : 1. hinschmeißen...  2. riesigen Umweg und Zeitverlust hinnehmen ( man kann über Kanab
oder Page die " House Rock Valley Road " auch von Süden her ( US 89 Old ) entern ) , oder  3. man probiert es...
Wir probieren es ! Sch....egal , jetzt gilt es ! Wozu haben wir denn sonst einen teuren 4-WD gemietet ?
Und so lassen wir uns , unter den erschrockenen Blicken der " Zwangszuschauer " , langsam über eine " Schlammrampe "
in den Wash gleiten - der Leiterrahmen auf der Unterseite unseres Automobils ist jetzt zwar vollkommen mit Dreck
gefüllt , doch nach ein paar Minuten " krabbeln " wir auf der anderen Seite des Bachlaufes langsam wieder auf die feste Road
zurück...
Booaahh ! Das war nicht ohne ! So erlebt man das Colorado Plateau mal richtig life...
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem wir unseren Angstschweiß getrocknet haben und der Puls wieder einigermaßen normal ist , nehmen wir wieder Fahrt auf .
Vier Holländer , welche zuvor durch den Wash gewatet waren , nehmen wir , trotzdem, dass sie völlig schlammverschmiert
sind , auf unserer Rücksitzbank mit , da die Strecke bis zum Trailhead "Wire Pass" doch noch beträchtlich ist... ;-)
Einige Zeit später kommen wir an den Y - Abzweig , der zum Südteil der Coyote Buttes führen soll .
Hier machen wir unser GPS - Gerät ( z.B. Garmin eTrex ) " scharf " und folgen nun dem kleinen Feldweg ins " Outback "  :-)
Bald darauf sehen wir an einem unscheinbaren Weg einen BLM - typischen braunen Blechstreifen .
Allerdings nehmen wir ihn nicht ganz ernst , da die Beschriftung , welche die BLM - Wegenummer angibt , schon sehr lange
das Zeitliche gesegnet zu haben scheint ; und so fahren wir weiter in der Hoffnung , dass es noch eine weitere Abbiegung gibt....
Auch sind in diese Richtung kaum noch Fahrspuren erkennbar - bei einem Gebiet , für das Permits vergeben werden ???
Ganz im Gegensatz zu der von uns gewählten Piste - hier scheint vor nicht allzu langer Zeit jemand entlanggefahren zu sein...
Laut unserem Navi bewegen wir uns in einigen Meilen Entfernung halbkreisförmig um unser Ziel herum , aber ohne ihm
entscheidend näher zu kommen - doch die Hoffnung , auf einen Abzweig zur " CBS " zu treffen , stirbt bekanntermaßen zuletzt !
Die roten Felsformationen der " Cottonwood Cove " , die immer zu unserer Linken liegt , machen wir per Fernglas recht gut aus .
Inzwischen taucht aber vor uns ein ganz anderes Gebilde auf : ein weißes Felsmassiv , einer Burg oder Festung gleich ,
mit goldenen Zinnen verziert , steht trutzig in dieser Einöde herum . Eine Befragung des GPS - Gerätes lässt uns erahnen :
ist dies etwa " White Pocket " ? Das kann doch nicht sein ! 
Die Felsformation , die eigentlich erst ein paar Tage später auf unserem Programm stand , sehen wir durch Zufall direkt vor uns !
Oder täuschen wir uns ?  Das sah auf unserer Karte alles viel weiter entfernt aus !  Na ja , mal sehen .
An einigen Stellen müssen wir uns ganz schön durch den Sand wühlen , aber wir kommen voran .
Nachdem wir so etwas wie einen Zaun ( die Spiegel passen gerade so durch das Loch der Bretterwand ) einer kleinen Ranch
durchfahren haben , liegt das Ende unserer Fahrt schon vor Augen .
Hier , an dem Platz , wo es nicht mehr weiter geht , treffen wir einen etwas pikiert schauenden Mann . Im Gespräch stellt
sich dann heraus , dass er Ranger des BLM ist und die letzten drei Tage im Sand der Strecke festsaß . Offenbar war er auf
so etwas vorbereitet , denn der Kofferraum seines Offroaders war vollgepackt mit Kocher , Büchsenfraß und Wasser sowie
Kleidung aller Art . Auf einer selbst installierten Wäscheleine trocknete er die Klamotten des regnerischen Vortages ...
Auf die Frage , wo wir uns nun eigentlich befinden , antwortete er trocken : " White Pocket " !
Mann , was für ein Glück !  Oder ist es etwa Pech ?  Schließlich haben wir Permits für die " CBS " , und nur für heute...
Was tun ?  Der erste Gedanke ist meist der richtige , und so beschließt Christian , natürlich rational denkend :
Da wir jetzt den Weg zu diesem ausgemachten " Geheimtipp des Südwestens " kennen , fahren wir zurück zur CBS ,
nutzen unsere Permits und schauen hier ein andermal vorbei - wir haben ja noch so viel Zeit...
Wir sitzen schon wieder im Wagen , fahren ein paar Meter und denken : Quatsch ! Umkehren , nichts als UMKEHREN !
Ein Glücksfall , dass es gestern wie aus Eimern geschüttet hat ! Da ist der Sand noch zu bewältigen !
Hier tritt der gleiche Effekt zutage , wie wir ihn vom Strand kennen : dort , wo der Sand durch die Wellen nass wird , ist er fest !
Warum sind wir da nicht gleich drauf gekommen ? Da finden die Reifen des 4WD noch etwas Halt...
Erkenntnis : War kurz vor deinem Trip Regenwetter , kommst du mit einem Rental - Jeep selbst zu " White Pocket " !
Also kehren wir um . Der Ranger , der immer noch an seinem Wagen steht , guckt noch noch etwas komischer  ,
als er unser weißes Fahrzeug erneut am " White Pocket Trailhead " ankommen sieht...
Auf die Frage , wie oft die Permits in der abgelegenen CBS kontrolliert werden , antwortet er :" Eher sporadisch ! " ;-)
Natürlich bleiben wir nach dieser Auskunft hier ! Alles andere wäre mehr als dumm ! Ein bisschen Risiko ist halt inklusive...
Wir verbringen somit den halben Tag in diesem Gebiet . Christian geht auf " Entdeckungstour " um und auf dem Massiv  ,
Martina " begnügt " sich mit den physisch leichteren Parts des Gebietes ....
Bei Sonnenuntergang bekommen wir dann doch ein wenig " Muffengang " : Übernachten oder nicht ?
Kommen wir nach dem heutigen Hitzetag noch problemlos zurück ? Fragen über Fragen !  Wie macht man es nun richtig ?
Schließlich entscheiden wir uns für die " Flucht " -  ob es die richtige Idee ist , werden wir wohl nie erfahren !
Bei dem Versuch , den im ersten Kapitel genannten Wash auf dem Rückweg zu durchqueren , scheitern wir kläglich an der Physik...
Wir kommen einfach nicht zurück auf die befestigte Piste !  Stattdessen leidet die Frontschürze unseres Wagens ein wenig ...
Es bleibt uns nichts anders übrig als über die " Südroute " , sprich über die " Old US 89 " , nach Page zu fahren , wo
Dusche und Betten förmlich auf uns warten . 23.00 Uhr erreichen wir total müde das Motel - knips und weg...
Coyote Buttes - nun also doch !
13.Tag
Eines unserer Hauptziele haben wir ja schon tags zuvor  , wenn auch durch Zufall , " abgehakt " .
Dafür mussten wir leider unser Permit für den Südteil der Coyote Buttes , über das wir uns so gefreut hatten , verfallen lassen .
Doch , lieber Leser , wer jetzt meint : " Das war's dann " , der irrt gewaltig ...
Für heute halten wir eigentlich " Eintrittskarten " für den heißbegehrten Nordteil der Coyote Buttes in unserer Hand .
Wir sind zwei von weltweit 20 Personen , die dieses Gebiet heute betreten dürften ! Aber wir machen keinen Gebrauch davon !
Man möge uns an dieser Stelle für verrückt halten , täte uns aber Unrecht , denn : Vorbereitung ist alles !
Vorsorglich hatten wir uns Permits für zwei Tage bei der Internetauslosung für die " CBN " besorgt ,
und da das Wetter stabil und schön bleiben soll , nehmen wir die " Wave " usw. eben morgen in Angriff !
So nutzen wir die heutigen Tagesstunden endlich für einen Trip in die " Coyote Buttes South " , vorausgesetzt , wir finden hin...  ;-)
Und wirklich ! Es klappt !
Der Weg ist zwar ziemlich bandscheibenschädigend , es geht durch tiefen Sand und über ruppige Felsplateaus ,
aber der Trail Blazer bringt uns , wenn auch langsam , an unser Ziel .
Von weitem sehen wir schon die bunten Felskegel der " Cottonwood Cove " auf uns zukommen , und die Vorfreude steigt...
Nun wird den Rest des Tages das Areal erkundet und geknipst , was das Zeug hält ! Immer wieder neue Highlights ! Oh Mann ...
Kurz vorm Dunkelwerden kehren wir zum Wagen zurück . Gute Hilfe leistet hierbei unser GPS - Gerät , denn die sich
vor uns auftuende Kulisse lässt keinen Orientierungspunkt , wo sich unser Parkplatz befinden könnte , erkennen...
Den Rückweg meistern wir in der hereinbrechenden Nacht bis zum Parkplatz am " Wire Pass Trailhead " , dem Startpunkt
unserer morgigen Wanderung zur " Wave " , wo nun noch Steaks über einem offenen Feuerchen gegrillt werden - lecker ....   ;-)
Die " Wave " erwartet uns !
14.Tag
Der nächste Knaller unserer Reise wird heute " erwandert " : es geht in den bei Wanderern und Fotografen wohl begehrtesten
Teil des Gebietes " Paria Canyon - Vermilion Cliffs Wilderness " , den " Coyote Buttes North " mit seinem einmaligen
" Superstar " - der " Wave " .
Wie oft haben wir sie schon auf Bildern einschlägiger Fotowebseiten bewundert und davon geträumt , sie selbst einmal zu sehen ...
Und heute ist es also soweit ! So richtig können wir es noch gar nicht fassen - erst das Glück , vor sieben Monaten bei der
Online - Auslosung gleich zweimal zuschlagen zu können , und dies zu unseren Wunschterminen !
Dann auch noch pünktlich und unversehrt vor Ort sein bei einem Traumwetter  - unfassbar !!!
Glaubt uns , dies alles ist nicht selbstverständlich und führt bei uns zur massenhaften Ausschüttung von Glückshormonen ...   ;-)
Also tragen wir uns schon morgens in das " Trailhead Register " ein , eine Tabelle , in der man Name usw. vermerkt ,
damit die Ranger anfangen dich zu suchen  , wenn der Wagen schon drei Wochen den gleichen Parkplatz belegt ... ;-)
Doch bevor wir den Weg zur Wave beginnen , wird erst einmal ein Abstecher zu einem kleinen Doppel - Arch , der hier in der
Nähe sein soll , unternommen . Der ist gar nicht mal schwer zu finden , doch die GPS- Daten , welche uns vorliegen ,
weichen dann doch um einige hundert Meter von unseren Messungen ab ; das kostet doch Erhebliches an Zeit .
Weiter zum Hauptziel . Das zuständige Bureau of Land Management hat uns schöne bunte Beschreibungen zugeschickt ,
ebenfalls mit Navidaten und sogar mit Fotos versehen , und so ist der Weg mit ein bisschen Fantasie doch recht leicht
zu finden - unterschätzen sollte man den 5 km langen Hinweg , der über Slickrock und durch tiefen Sand führt, aber nicht !
Doch wir haben sie nun vor uns ! Noch ein paar beschwerliche Schritte eine sandige Bergaufpassage hinauf und :
WIR SIND AM ZIEL !  Yeah ! Strike ! Bingo !
Wir stehen vorm Nordeingang der Wave und können uns schon jetzt an dem toll geschwungenen Fels , der in allen Rottönen
leuchtet , erfreuen . Es ertönt das Kommando : " Kamera heraus ! "  - und nun gibt es kein Halten mehr ...
Das Licht ist perfekt , und irgendwie ist die " Welle " um einiges größer , als wir uns das vorgestellt haben - WOW !
Doch hier gibt es nicht nur das zu sehen . Und so " durchforsten " wir das Plateau bis zum späten Nachmittag .
Das Dauergrinsen , welches von unseren Gesichtern Besitz ergriffen hat , werden wir wohl die nächsten Tage nicht mehr los !
Fazit : Der Nordteil der Coyote Buttes ist um einiges anders als sein " Geschwisterchen "  - aber nicht unbedingt schöner .
Möchte man den ultimativen Wander- und Foto - Kick erleben , sollte man auf jeden Fall beide Gebiete besuchen - ein Traum...
Zur Belohnung heute Abend noch einmal " mexikanisch " ...

 

Antelope und Cottonwood ...
15.Tag
Die Vorräte rüsten wir an diesem noch jungen Tag als erste Amtshandlung nach . Ein " Frühstücksfachgeschäft " ,
lockt uns mit dem vielversprechenden Namen " Ranch House Grille " an . Es ist Wochenende , und ganz Page scheint
hier seine Morgenmahlzeit einnehmen zu wollen ! Ja , will denn hier keiner mehr zu Haus am Tisch sitzen ?
Nach anfänglichem Warten gehen wir doch noch gut gesättigt aus der " Breakfast - Halle " und steuern geradewegs
auf den von der Stadt nicht gerade weit entfernten " Upper Antelope Canyon " zu . Es ist ein gewisser Andrang auf dem
vorgelagerten Parkplatz zu registrieren . Und alles hier hat sich gegenüber unserem 99'er Trip etwas " touristischer " gestaltet ...
Auch die Fahrzeuge , mit denen die Touris durch den sandigen Wash mittlerweile zum Canyon geschippert werden , sind
von einstigen Jeeps zu Kleinlastwagen mutiert ... 
Das spricht für ein brummendes Geschäft , aber auch für eine anzunehmende Überfüllung des Slotcanyons !
Und wahrlich ! Unsere Befürchtungen treten leider ein . Ok , es ist Wochenausklang , die Leute haben Zeit ,
kommen von weit her , und sicherlich ist unser Besuch zeitlich deshalb nicht optimal terminiert . Aber das ist schon heftig !
Nicht genug , dass man sich ganz im Gegensatz zum ersten Besuch , der schon ein paar Jahre zurückliegt , den Canyon
mit anderen Leuten , die ständig vor die Linse laufen , " teilen " muss , nein , man unterliegt auch noch einer Zeitbeschränkung !
Bei diesem  gelinde gesagt " Ameisenhaufen "  noch ein ordentliches Bild hinzubekommen ist ein mentaler Härtetest !
Aber mit einem Schuss " Luck " versehen kommen wir auch hier zu herrlichen Aufnahmen . Leider ist die Jahreszeit zum
Ablichten des fotogenen " Beam " ungünstig - die Sonne steht offensichtlich zu tief - dafür aber hier im Sommer braten - Nö !
An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei all den Besuchern des Canyons bedanken , die mit Verständnis
auf unsere aufgebauten Stative reagiert und auf die langen Belichtungszeiten Rücksicht genommen haben !
Das Fotografengehabe kann mitunter ganz schön nervig sein und solch einen einmaligen Besuch beeinträchtigen ...
Dank auch an alle , die an selbigem Tag hier Gast sein wollten , dann aber doch nicht erschienen sind ... ;-)
Den " Menschenmassen " entflohen , peilen wir eine Brücke der US 89 südlich von Page an .
Hier befindet sich der " Waterholes Canyon " , ebenfalls ein Slotcanyon und vom selben Wasser gespeist , welches auch
die zwei " Antelope Canyons " bei Niederschlag durchfließt . Heute verdient er aber das Prädikat " Waterfull Canyon " !
Wassermassen schieben sich auch noch Tage nach dem letzten Regenguss durch den Felsritz -
vergessen wir einfach einen Einstieg - wäre eben günstig gewesen , denn er befindet sich auf Navajoland .
Bei seinem Besuch und einem der beiden " Antelopes " hätten wir einen weiteren Navajo Nation - Aufschlag gespart - egal .
So enteilen wir dem Wüstenstädtchen gen Norden  , sagen " Tschüss"  für dieses Jahr und biegen etliche Meilen später rechts
auf die " Cottonwood Canyon Road " ab . Auf der " To - Do - Liste " steht der " Yellow Rock " , ein gelb eingefärbter Berg ,
der gerade in der Nachmittagssonne besonders neckisch aussehen soll . Parkplatz sofort gefunden , Register Box beschriftet ,
Aufstieg zum Rock aber nicht gefunden . Uns bleibt aber keine Zeit mehr zum Suchen , denn ein Gewitter rückt bedrohlich
in unsere Richtung vor . Wer weiß , dass die " CCR " , wie sie auch genannt wird , bis zu 72 Stunden nach einem Gewitter
unbefahrbar ist , der nimmt genau jetzt Reißaus ! Im schlechtesten Fall sitzt du dann hier eine ganze Zeit ungewollt fest .
Wir disponieren um und nehmen Kurs auf den " Grosvenor Arch " , der von unserer Route aus ohne Probleme erreichbar ist .
Auch hier sind wir zur rechten Zeit am rechten Ort . Das Licht des nahenden Sonnenuntergangs taucht den spektakulären
Fels - Doppel - Bogen in unschlagbar tiefgelbes Licht - das ist die " Golden Hour " - den Namen hat sie sich verdient ...
Unsere erschöpften Häupter drücken wir heute Abend in die Kissen eines kleinen Motels in Escalante an der State Route 12 .
Moqui Marbles und Calf Creek Fall
16.Tag
Gleich in der Früh' machen wir uns los um die Fundstelle der mystischen " Moqui Marbles " systematisch einzukreisen ...
  Dies ist nicht einfach , haben wir doch nur sehr vage Infos zusammen getragen . Es gelingt uns schließlich doch .
Natürlich ist auch hierüber die Freude groß , und so verweilen wir inmitten tausender Metallkugeln noch eine ganze Zeit ...
Die Sonne hat den Zenit erreicht und wir den " Lower Calf Creek Fall " : einen traumhaften Wasserfall , der am Ende
einer " Sackgassenschlucht " spektakulär in die Tiefe hinabstürzt ...
Die sehr schöne Wanderroute ist auf jeden Fall zu empfehlen - lernt man doch bei einem Trip noch eine ganze Menge
über diese Gegend . Dafür sorgt eine kleine " Self - Guide" - Broschüre , welche in der Register Box zu finden ist .
Nun will uns das Tageslicht in absehbarer Zeit schon wieder verlassen . Deshalb sind wir im " Devils Garden " des
Escalante Canyons anzutreffen . Zauberhafte  meterhohe Sandsteingebilde wurden hier geradezu kunstvoll " aufgestellt " ;-)
und leuchten in der sinkenden Sonne in den imposantesten Gelb- und Rottönen .
Sogar ein filigraner Felsbogen ist vorhanden , der " Metate Arch " , und bittet um eine Aufnahme auf unser Speichermedium ...
Da sagen wir doch nicht " Nein " !  Schlafen gehen wir allerdings in einem Motel in Tropic - einem Nest am Fuße des
" Bryce Canyon " , dem wir morgen unsere Aufwartung machen wollen ;-)    ...gähn...
 

 

Bryce Canyon und Kodachrome SP
17.Tag
Kurz nach Sonnenaufgang lässt uns noch die eiskalte Luft des hochgelegenen " Bryce Canyon National Park " ( -4°C ) frösteln ,
der Anblick der herrlichen Pastellfarben , die bei dieser Schummerbeleuchtung zu Tage treten , wärmt uns aber gleich wieder auf .
Spätestens an den inzwischen heißgelaufenen Digitalkameras kann man sich die Finger wärmen ...
Mann , in dieser Höhe ist schon Nachtfrost - kein Wunder , liegt doch der höchste Punkt des Parks bei ca. 2800m !
Wir wandern verschiedene Trails entlang und machen immer wieder an den Overlooks halt ,
bieten sie doch einfach die besten Aus- und Überblicke über diese tolle Naturschönheit .
Gegen Mittag wird das Licht des wolkenlosen Himmels dann doch ziemlich hart für gute Fotografien , und so entschließen wir uns ,
das Areal für ein paar Stunden zu verlassen und den nur knapp zwanzig Meilen entfernten " Kodachrome Basin State Park "
anzusteuern . Dort sind wir völlig alleine und " erforschen " das kleine , aber feine Schutzgebiet , welches durch
eine größere Anzahl senkrecht stehender Gesteinssäulen besonders markant und fotogen ist .
Zum Sonnenuntergang finden wir uns nach diesem Ausflug wieder im Bryce Canyon ein ,
wo intensivste Farben die wunderschönen filigranen Hoodoos noch mehr in Szene setzen ...
Die Spitzen und " Zinnen " der Felstürmchen beginnen mit den letzten Sonnenstrahlen regelrecht zu glühen , bevor sie im Licht
der Dämmerung ein graues , tristes Mäntelchen anlegen .
Wir nutzen die Zeit des angebrochenen Abends für eine Einkehr in " Rubys Inn " , wo wir schmausen , und die Weiterfahrt
zu Mt. Carmel  , wo wir schlapp in die Motelbetten " sacken " ....        ;-)
Zion NP und Coral Pink Sand Dunes
18.Tag
Nach einer deftigen " Brotzeit " - dies ist wörtlich zu verstehen , da wir uns durch die verschiedensten Toastsorten des
Coffeeshops testen durften - und einer äußerst netten Unterhaltung mit der uns bedienenden Dame brechen wir nach Westen auf .
Es ist nicht allzu viel Zeit verstrichen , da passieren wir den Parkeingang des " Zion National Park " .
Hier toben wir uns , wie an den vorangegangenen Tagen auch , fotografisch und wandertechnisch stundenlang aus...
Da sich die Sonnenstrahlen wegen eines nahenden Gewitters aus dem Canyon verabschieden , disponieren wir um
und verlassen den Park in die gleiche Richtung , aus der wir gekommen sind .
Unser Nachmittagsziel ist der " Coral Pink Sand Dunes State Park " , welcher die einzigen Sanddünen weit und breit beherbergt .
Und was für schöne ! Verbunden mit der Anreise ist die Hoffnung , dass das Gewitter , welches in den Zion NP aus dieser
Himmelsrichtung hereinzog , sämtliche Spuren im korallerosa leuchtenden Sand dieses natürlichen Kleinods verwischt hat
und wir die wunderschönen Dünen sozusagen " jungfräulich " vor die Linse bekommen ...
Und wahrhaftig : Wir haben Glück ! Es passt wieder alles zusammen , und unsere " Strähne " reißt nicht ab ...
Die wunderschönen Sandhügel sind wie aus dem Ei gepellt - kein Fußabdruck ist zu sehen , keine Reifenspur , nichts !
Der Wind hat die Oberfläche bereits abgetrocknet , eine laue Brise wirbelt hier und da schon wieder Sand auf , und unser Gang
fällt auf dem noch festen Untergrund nicht sonderlich schwer . Mit diesen Traumkonditionen ausgerüstet bleiben wir
selbstverständlich bis zu dem Zeitpunkt , wo die Sonne endgültig hinter dem Horizont verschwindet...
Wir legen noch ganz schön viele Meilen im Dunkel zurück und übernachten in Mesquite / Nevada , kurz hinter der Grenze zu
Utah - hier sind die Motelpreise einfach unschlagbar ! Aber gegenüber 1999 immerhin um zehn Dollar pro Zimmer angestiegen !
Valley Of Fire - für einen Tag !
19.Tag
Diesen Morgen beginnen wir mit einem deftigen Breakfast . Dann führt uns unsere Neugier in den kleinen , aber sehr schönen
" Valley of Fire State Park " , welcher , oft unbeachtet , an der Interstate 15  nördlich von Las Vegas auf " Besuch " wartet...
Auf den ersten Blick wird uns bei der Einfahrt in das Gebiet klar , warum dieser Park einfach solch einen Namen tragen muss !
Das Rot der wie Schweizer Käse durchlöcherten Felsformationen ist einfach der Hammer ...
Wir verschaffen uns einen Überblick , indem wir die Parkstraßen einmal grob abfahren .
So grenzen wir unsere Ziele für den Nachmittag ein .
Jetzt , wo die Sonne sich schon so langsam , aber sicher auf dem Feierabend vorbereitet , schlägt unsere Stunde .
Der " Rainbow Vista " , ein durch und durch eingefärbtes Gebiet , beginnt  seine Farben und Strukturen
" herauszuarbeiten " , der  " Silica Dome " zeigt sich von seiner besten Seite , der " Ephemeral Arch " brennt regelrecht
und der " Elephant Rock " sieht mit der Schattenbildung auf seiner " Haut " erst so richtig gut aus ....
Die Felsen des Parks , tiefgelb und rostrot inzwischen , glühen förmlich im Licht des Sonnenuntergangs ...
Doch auch , nachdem die Dämmerung dem Dunkel des angebrochenen Abends gewichen ist , kann man bei genauerem
Hinschauen doch noch etwas Glühendes ausmachen - unsere Kameras ! An ihnen " wärmen " wir uns bei einem
tagesabschließenden BBQ , welches wir an einem  fest installierten Grill veranstalten - hmmmmmm !
Doch noch ist der Tag nicht vorbei , und so nutzen wir die verbleibenden Stunden , um uns unserem morgigen Ziel zu nähern .
Unser Route führt unweigerlich über Las Vegas . Als der Interstate 15 beginnt , hinab ins Tal , wo die Stadt liegt , zu führen ,
stockt uns der Atem , und ein Schauer läuft uns den Rücken hinunter :
Von hier oben blicken wir auf das riesige goldene Lichtermeer der Spielerstadt - einfach Wahnsinn !
Mit diesem tollen Eindruck im Hinterkopf erreichen wir spät abends ein Motel unweit des Armagosa Valley , direkt an der
kalifornischen Grenze . Völlig geplättet ( so wie die vorangegangenen Tage auch ...) fallen wir in die Betten .
Die Vorfreude auf unseren Trip ins " Death Valley " nehmen wir mit in die " Heia " ... ;-)

 
Death Valley - überleben wir's ?
20.Tag
Der Tag ist noch jung , und wir brechen schon wieder auf .
Das " Tal des Todes " wollen wir heute , kurz vor Schluss unserer Reise , entern und so unserem Trip ein letztes Highlight
bescheren . Um diese Uhrzeit hat man wohl vom " Dantes View " den besten Blick ins Tal . Doch leider ist der Weg dorthin
gesperrt . Also Häkchen dran und weiter . Es warten weitere " Points Of Interests " auf uns , denen wir gerne einen Besuch
abstatten wollen . Und so verbringen wir den Tag , wo sich die Sonne hinter einem angenehmen Wolkenschleier verbirgt ,
im " Golden Canyon " , an " Devils Golf Course " , beim " Badwater Point " , am " Zabriskie Point " , " Stovepipe Wells " usw. .
Nach eindringlicher Überlegung lassen wir von einer Fahrt zum " Race Track " ab , da wir übermorgen unseren Mietwagen heil
abgeben müssen - da wird es knapp , einen evtl. beschädigten Reifen ( die Strecke soll teilweise recht brutal zum Material sein )
zu ersetzen ; aufgeschoben ist nicht aufgehoben - vielleicht dann beim nächsten Trip ? Mal sehen .
Den wieder einmal sehr gelungenen Tag runden wir noch mit einem Besuch in der Ghost Town " Rhyolite " ab .
Übernachtung in North Las Vegas , davor geht es auf den " Strip " , in einige Mega - Hotels - das muss eben einfach sein !
Las Vegas in vollen Zügen ...
21.Tag
Heute morgen steht noch einmal eine gründliche Reinigung unseres Rental Car an .

Der Schlamm unserer Outdoor - Fahrten hängt noch am gesamten Unterboden fest . Doch in Vegas eine SB-Waschbox ,
wie wir sie in Deutschland kennen , zu finden , gestaltet sich als echte Herausforderung und kostet jede Menge Zeit .
Nach einer guten Stunde werden wir dann fündig , weitere sechzig Minuten später und um einige Dollar ärmer haben wir unsere
Spuren " verwischt " ;-)  und das Gewissen beruhigt - so können wir den Trail Blazer zurückgeben - Puh !
Nun beziehen wir unsere letzte Schlafstätte auf dem Kontinent - ein Zimmer im " Stratosphere Tower Hotel " .
Weiter geht's mit einer Shoppingtour in einem Factory Outlet der Stadt - wenn man schon mal da ist ...
Um 18.00 Uhr fährt ein Kleinbus vor dem Hotel vor und holt uns zu einem Heli - Rundflug über die Stadt ab .
Kein Zufall , den haben wir günstig vorgebucht . Die Crew auf dem Airport ist sehr lustig , Champagner fließt in Strömen , und
wir sind auch bester Laune  :-))). Die wird noch einmal gehoben , als wir über die Hotelmeile , den Strip , schweben .
Schöner kann man solch eine Hammer - Tour einfach nicht abschließen - da sind wir uns einig ....   :-)
Auch heute Abend stehen die Hotels und Casinos auf unserem Plan . Doch wir zocken nicht , sondern lassen die Nacht
über uns " hereinbrechen " , staunen über die Kreativität der Amis und pendeln so langsam aus ...
Tschüss , Las Vegas , tschüss Südwesten - das war's dann . Natürlich war die Zeit viel zu kurz , das ist doch klar .
Mit etwas Glück sehen wir uns wieder . Bis dahin ...

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