1999 begann unsere Leidenschaft für den
Südwesten der USA zu brennen - warum , erfahrt Ihr hier...

 

 

 


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Ankunft in Las Vegas
1.Tag
Am 07.11.1999 geht es los!  Wir brechen zu unserer Hochzeitsreise auf - doch außer uns weiß das keiner!

Eltern und Kinder haben wir in dem guten Glauben gelassen , dass wir einen kurzen Entspannungsurlaub in Kenia unternehmen :
so mit Safari und so - Ihr wisst schon...
Dabei ist schon alles geplant!
Hochzeitskapelle klargemacht, Mietwagen bestellt, Hotel organisiert, Pässe besorgt und was man noch alles so braucht.
Nur Brautkleid und Anzug fehlen! Also abwarten, zittern und : Tee trinken!
 
Es ist um 17.00 Uhr - und ab geht´s gen Amerika!     Zwischenlandung in Atlanta , Hürde Einwanderungsbehörde nehmen und:
Mr. Biesel war zu dämlich , das Einreiseformular während des Fluges richtig auszufüllen - ab zum FBI !!!     ;-(
Nun gilt es die letzten eingerosteten Reste englischer Sprachkenntnisse zusammenzukratzen : OHHH Mann !
Doch die FBI - Boys haben kopfschüttelnd Mitleid mit dem armen Sünder.    Wir dürfen weiterreisen !   Puhhhhh....    ;-)
 
Um 22.00 Uhr Ortszeit kommen wir mehr oder weniger erschöpft in Las Vegas an und sind überwältigt.
Diese Stadt ist der Hammer!
Ein schier endloses Lichtermeer erquickt unser Auge - einfach fantastisch!
Wir empfangen unser Gepäck und suchen uns einen Shuttlebus , der uns in unser Hotel , dem Excalibur , bringt ,
wo wir dann nach einer kleinen Stadtrundfahrt auch wohlbehalten ankommen.
Um 23.00 Uhr rufen wir in der " Candlelight Wedding Chapel " an, ob unser Termin für den nächsten Tag auch in Ordnung geht ,
( hier in Vegas geht das eben... )  und begeben uns danach auf eine Tour über den " Strip " - direkt nach Downtown Las Vegas .
Heut' wird geheiratet !
2.Tag
Heute ist unser großer Tag!

8.00 Uhr aufstehen - Oh Mann , nach der Nacht...        ;-)
Anziehen , frühstücken , Taxi rufen - um 11.00 Uhr ziehen wir los , um unsere Hochzeitsklamotten zu besorgen .
 
Wir finden auch einen neckischen "Rent a Dress" Shop, wo wir uns einkleiden.
Dann ab zum Juwelier, Ringe aussuchen.
Der hat alle Hände voll zu tun mit uns , da er unsere Wunschobjekte noch umändern und gravieren muss.
Das ist alles in so kurzer Zeit natürlich nicht zu schaffen , und so verspricht er, die Ringe um 16.30 Uhr in unser Hotel zu bringen.
 
Es ist kurz vor 17.00 Uhr , der Chauffeur kommt gleich , um uns abzuholen , und: Die Ringe sind nicht da!
Ok , noch mal ein strenges Telefonat mit dem Goldschmied und schon läutet es an unserer " Pforte :
Es ist  " Fahrer Mike " , der gekommen ist , um uns mit der Stretch-Limo abzuholen.
 
Vor der Trauung noch die Heiratslizenz im Clark County Marriage Bureau ausstellen lassen und weiter zur Chapel ,
inklusive Stadtrundfahrt durch das abendliche Las Vegas, wo schon der Friedensrichter, Reverend J. O. Frehner ,
und - wer hätte das gedacht - der Juwelier , mit den Ringen in der Hand , auf uns warten. That's USA !
 
18.00 Uhr : Alle Fragen mit "YES" beantwortet!
Wife und Husband gehören von nun an einander unter dem Namen "Biesel"!
Auf in die Flitterwochen !
3.Tag
10.00 Uhr :

Ein paar kleine Formalitäten erledigen , und schon halten wir den Schlüssel für unseren Mietwagen , einen Mitsubishi , in der Hand.
Klappe auf, Koffer 'rein und ab geht´s direkt in unser Abenteuer!
 
Der US Hwy 95, noch in Nevada, wartet geradezu auf uns , und so bewegen wir uns Richtung kalifornische Grenze.
Erstes "Nest" auf unserer Fahrt ist Needles.
Dort fahren wir auf die legendäre Route 66.
Die Landschaft wird immer karger, fast wüstenartig, und die Sonne brennt auf unserer Haut - We love it!
 
Weiter durch die " Desert " von Arizona nach Oatman , Kingman ; in Williams ist dann Endstation, denn es ist dunkel geworden.
Nach 315 Meilen und kurzer Motelsuche sinken wir schlapp ins Bett...     ;-)
Erste Highlights unserer Reise...
4.Tag
6.00 Uhr aufstehen , Kaffee und Donuts vertilgen , Gepäck in den Wagen und rauf auf den US 180.

Heutiges Ziel : der Grand Canyon !
Wir sind schon total aufgeregt , haben tolles Wetter , wolkenlosen Himmel und eine sich ständig verändernde Natur hier in Arizona.
Gestern noch Kakteen und heute Nadelwälder....       ;-)
 
Gegen 10.00 Uhr erreichen wir den Parkeingang und stehen wenige Minuten später am Rande dieses Naturwunders.
Wir fahren Richtung Osten am Canyon entlang und verlassen die Gegend gegen Nachmittag.
Die Fahrt geht Richtung Süden .
Wir passieren das Städtchen Flagstaff , dann weiter über die Route 66 zum Petrified Forest  dem "Versteinerten Wald".
Wir schauen uns den gesamten Nachmittag in diesem eigenartigen Gebiet um , denn es ist sehr interessant hier  .
Bei Einbruch der Dunkelheit geht es zurück nach Flagstaff, wo wir übernachten werden.
Arizonas Landschaft genießen...
5.Tag
Am Morgen gehen wir zuerst einmal ein paar Lebensmittel und Sonnenbrillen einkaufen.

Mit "Sunglasses" sehen wir nicht nur cool aus , sondern schützen uns auch vor dem starken Sonnenlicht ,
welches wir Mitteleuropäer nicht gerade gewöhnt sind. ..      8-)
 
Es geht nach Page, einer Stadt am Lake Powell, dem zweitgrößten Stausee der USA und einem fantastischen Urlaubsgebiet.
Wir besichtigen den Glen Canyon Dam und Wahweap , das dortige Tourismuszentrum.
 
Das Farbenspiel hier am Lake Powell ist spektakulär und wird nur noch vom Antelope Canyon übertroffen ,
welchen wir danach anfahren.
Noch von den vielen grandiosen Eindrücken fasziniert ,  begeben wir uns über den State Hwy 98 ,
US 160 und US 163 an die Grenze zwischen Arizona und  Utah  ins Monument Valley ,
unternehmen dort eine Jeeptour durch den Park und verlassen diesen wieder bei Einbruch der Dunkelheit.
Übernachtung im nordöstlich gelegenen Mexican Hat.

 

Abstecher nach Colorado
6.Tag
Nach dem Breakfast fahren wir die paar Meilen zurück ins Monument Valley,

um dort noch ein paar Fotos zu schießen und uns ausgiebig umzuschauen.
 
Danach führt unser Weg in Richtung Four Corner Point. Dort treffen vier Bundesstaaten aufeinander.
Nach diesem Stop geht es weiter hinter die Grenze New Mexicos ,
dann nach Colorado zum Mesa Verde National Park in der Nähe der Stadt Cortez.
Übernachtung in Dove Creek , einem kleinem " Kaff " am Wegesrand...
Unterwegs im schönen Utah.
7.Tag
Zuerst führt uns unsere Reise zum Canyonlands Nationalpark , den wir von einem schönen Overlook aus,

der ca. 30 Meilen entfernt vom US Hwy 191 liegt, zumindest teilweise überschauen können.
 
Dann auf nach Moab, einer Ortschaft, die unter den freizeitbegeisterten Amerikanern einen Namen hat.
Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zum Arches National Park  den wir jetzt besuchen und von ihm begeistert sein werden!
 
Über den nördlich gelegenen Interstate geht es im Dunkeln in Richtung Bryce Canyon .
Übernachtung im "Butch Cassidys Hideout Motel and Cafe" -  was für ein Name !
Utah's herrliche Nationalparks
8.Tag
Nach dem Frühstück fahren wir einige Meilen gen Süden und lassen nach nicht allzu langer Zeit

den Parkeingang des Bryce Canyon  hinter uns und sind wieder von den Socken :
Mega-genial , kaum noch steigerungsfähig , absolut phänomenal !!!     ;-)
Man weiß bald nicht mehr , wie man diese Naturwunder noch lobpreisen soll.
Solch einen Anblick vergisst man nicht wieder ....            Es ist einfach der Wahnsinn !
 
Wir bewandern einige Trails in den Canyongrund , durchfahren den Park auf dem Scenic Drive und
" stürzen " bei jedem Aussichtspunkt aus dem Wagen , denn : Es lohnt sich !
Immer wieder schweifen unsere Blicke hinab in das Halbrund des Bryce Canyon - davon bekommt man einfach nicht genug...
 
Am frühen Nachmittag erreichen wir unser nächstes Ziel, den Zion National Park.
Wir bewundern die schöne Natur, die verschiedenen Felsformationen , Bergseen und den Virgin River,
der sich romantisch durchs Tal schlängelt, wandern zu den Emerald Pools
und bewegen uns beim Einbruch der Dämmerung zum Parkausgang .
 
Übernachtung hinter der Grenze zu Nevada in Mesquite für unschlagbare 18,99$ !
Las Vegas und das Tal des Todes
9.Tag
Der Weckdienst funktioniert wie in allen Motels auch hier sehr gut.

Zu unserem Verdruss schon 6.00 Uhr , aber wir haben es ja selber so gewollt.
 
Gegen 10.00 finden wir uns in einem gigantischen Factory Outlet Store wieder  - und zwar - in Las Vegas !
Unsere Reise hat uns zurück an unseren Ausgangspunkt geführt , aber nur für ein paar Stunden.
Nach unserem Einkaufsbummel , den natürlich die frisch gebackene Ehefrau zu verantworten hat,
verlassen wir die City gen Westen. ;-)
 
Wir überschreiten wieder einmal und nun endgültig die Grenze nach Kalifornien .
Jetzt geht es geradewegs ins Death Valley - das " Tal des Todes ". . .
Doch wir haben den Wagen vollgetankt , genug Trinkwasser an Bord und keine Angst.
 
So fahren die Biesels auf menschenleeren Straßen weit draußen in der Wüste dem heißesten und tiefsten Punkt der USA entgegen:
dem " Badwater Point " .
Wir genießen das fast vegetationslose, aber wundervoll eingefärbte Tal mit seinem salzigen Boden ,
der warmen Luft , der absoluten Stille und der grenzenlosen Weite.
In der Dämmerung suchen wir uns eine Bleibe.
Da das einzige Hotel in dieser unwirtlichen Gegend natürlich völlig überteuert (127$ !) ist , nehmen wir gerne noch
einige Meilen Weg in Kauf und übernachten in Lone Pine , einem kleinen Städtchen an der US 395 unweit des Owens Lake.
 
Das Lokal , in welchem wir zu Abend essen , soll angeblich einstmals das Lieblingslokal des Westernschauspielers John Wayne
gewesen sein. . . - falls es jemanden  interessieren sollte !    ;-)
Mono Lake und Yosemite NP
10.Tag
Mit Kaffee , Scrambled Eggs und Hash Browns haben wir uns für den heutigen Tag gestärkt und treten den Weg zum Mono Lake an.

Dort verweilen wir eine ganze Zeit , machen Aufnahmen , erkunden ein bisschen das Gebiet und fahren dann auf einem
hundsmiserablen Feldweg zum alten Goldgräbernest Bodie  (wir haben den kürzesten , aber falschen Weg gewählt).
Dort ist es einfach toll, etwas unheimlich zwar , aber dafür wahnsinnig fotogen....
 
Nach einer ausgiebigen Tour durch die Geisterstadt reisen wir wieder ab.
Nächste Station ist der Yosemite National Park , der unweit des Mono Lake über den Tioga Pass zu erreichen ist.
Und wir haben auch noch Riesenglück - der pass wird morgen für den Winterzeitraum geschlossen !
Den restlichen Tag verbringen wir damit, die Schönheiten dieses Parks zu entdecken.
Natürlich sieht man in der Kürze der Zeit nur einen Bruchteil der fantastischen Granit - Kulisse ...    :-(
 
In der hereinbrechenden Dunkelheit geht es nach Süden in die nächstgrößere Stadt , nach Oakhurst.

 

Auf nach San Francisco !
11.Tag
Diesen Morgen kehren wir noch einmal zurück in den Yosemite National Park , um dort den " Mariposa Grove " zu besuchen.

Dies ist ein Waldgebiet , wo die gigantischsten Bäume stehen, die wir jemals zuvor gesehen haben :
die Mammutbäume  - " Sequoia Giant Trees "  genannt.
Unterwegs entgehen wir um ein Haar einem fiesen Unfall : 
dreißig Meter vor einer Kurve steht ein Warnschild " Icy " - und schon schlittert unser sommerbereiftes
Rental Car auf einer zentimeterdicken Eisschicht in Richtung einer massiven Felswand ...   :-o
Doch unser Schutzengel ist hier nahe bei uns und alles bleibt heil ...     Puuuuuuhhhh
 
Nach diesem Erlebnis steht nun die Fahrt nach SF an - ja , nach San Francisco !
Wir hätten nie zu träumen gewagt , einmal dort zu sein , und nun ist es Realität!
 
Punkt 15.00 Uhr passieren wir die Golden Gate Bridge !
Mit ziemlich starkem Kribbeln im Bauch bewegen wir uns auf Down Town zu.
Die Motelpreise hier sind natürlich " very expansive ", und so kommen wir einigermaßen günstig in San Rafael , einem Vorort, unter.
Am Abend dann natürlich ab ins Großstadtgetümmel, ist doch klar...       ;-)
San Francisco entdecken
12.Tag
Wieder nach Downtown - so unser Vorhaben.

Union Square ?  China Town Cable Car ( genial - muss man erlebt haben ! ) ?  Lombard Street ?
Looogisch - alles wird mitgenommen - wenn wir schon mal da sind...
Einkaufsbummel inklusive , versteht sich.  Macy´s , Levis , Diesel , Nike  - allerlei Shoppingtempel werden " gestürmt ".
 
Am frühen Mittag geht es zur Fishermans Wharf  - einem Hafen, der schon lange mehr am Tourismus verdient als am Fischfang.
Von dort aus geht es per Schiff nach  Alcatraz  - nein , nicht, weil wir uns danebenbenommen haben , sondern nur zu " Besuch "  ;-)
Al Capone lässt grüßen. . .
 
Nach unserer " Freilassung " steht als nächstes ein Besuch in der " Underwaterworld " an  -
einem Acryltunnel , in dem man durch das Meer laufen kann
(d.h. auf Rollbändern umhergefahren wird, damit man sich ja nicht zu viel bewegt - typisch amerikanisch eben...)
und Flora und Fauna des Pazifik aus nächster Nähe sieht .
Von Monterey nach San Simeon
13.Tag
Nachdem wir in Pacifica übernachteten , machen wir uns auf ,
  die angeblich schönste Küstenstraße der USA zu erkunden - den Highway Nr. 1 .
 
Doch leider ist heute der erste Tag unseres Honeymoons , an dem die Sonne mal nicht vom wolkenlosen Himmel scheint.
Stattdessen regnet es wie aus Eimern und es ist kühl geworden. Naja , wir haben ja auch November...
Wir improvisieren und fahren - glücklicherweise - nach Monterey.
Wir machen Halt in der Cannery Road , einem zur Touristenattraktion umgestalteten Hafengebiet ,
wo früher als Fischkonservenfabriken genutzte Gebäude zu Shops und Restaurants umgebaut sind
und die durch einen Bestseller von John Steinbeck berühmt wurde.
 
Hier finden wir das äußerst empfehlenswerte Monterey Bay Aquarium , eines der größten Meeresaquarien weltweit.
Wir bewundern Haie , Wale und Riesenquallen genauso wie kleinere Meeresbewohner
und können einen Teil von ihnen sogar in einer Art " Streichelzoo " hautnah kennen lernen : Cool ...
 
Nach diesem tollen Ausflug in die Meereswelt verfolgen wir wieder unser Ziel: Los Angeles näher kommen.
Big Sur ist nun noch ein Highlight auf der Strecke, allerdings unter diesen Wetterbedingungen nicht so sehenswert wie erhofft !   ;-(
 
Wir fahren in die Dunkelheit des anbrechenden Abends und werden ziemlich fies von einem Gewittersturm überrascht ,
so dass wir teilweise gezwungen sind, von den Felsen am Rande des Highways herabgefallene Gesteinsbrocken zu umzirkeln ,
damit wir den Wagen nicht zu Schrott fahren.
Als uns das zu heiß wird , beschließen wir , eine Bleibe zu suchen.
Allerdings haben wir das Pech , in einer völlig unbewohnten Gegend zu sein , und so ergibt sich´s,
dass wir zwar nach längerer Fahrt ein Motel finden,
über die von uns verlangten Preise aber "not amused" sind - es sind noch nicht einmal Telefon , TV und WC im Zimmer vorhanden :-(
Wucher - mehr fällt uns dazu nicht ein!
 
Verärgert verlassen wir diesen ungastlichen Ort und werden viele Meilen weiter südlich , in San Simeon ,
eines sehr preiswerten und gut ausgestatteten Motels fündig.       Ätsch !!!       ;-)
Santa Barbara
14.Tag
Die pralle Sonne scheint heute wieder vom azurblauen Firmament direkt in unser Schlafgemach!

Das " Sch... wetter " vom Vorabend ist wie weggeblasen - suuuuuper !!!
Dies verbessert die ohnehin schon gute Laune um ein Vielfaches...      ;-)
Frischen Mutes und entdeckungshungrig machen wir uns auf kürzestem Wege weiter in Richtung Süden.
 
Wir vertreiben uns unterwegs mit einem langen und ausgiebigen Spaziergang am schönen Pismo Beach
die Zeit und genießen den recht ruhigen Pazifik in seiner ganzen Pracht.
 
Eine Weile später passieren wir mit unserem Mitsubishi die City Limits von Santa Barbara ,
einer wundervollen Stadt am Meer mit einem ganz eigenwilligen Charme und Gebäuden in maurischem Stil.
Hier im Ami - Land ???
Hochhäuser oder die sonst so weit verbreiteten Riesenwerbetafeln finden wir hier erstaunlicherweise nicht.
Überhaupt fühlen sich die Eheleut´ Biesel sauwohl ,
denn der ansässige Menschenschlag kommt uns von seiner Art her sehr entgegen und wir sind vom Flair hier recht angetan.
 
Übernachten werden wir in einem guten Motel in Strandnähe , in dem wir allerdings eine neue Erfahrung machen :
die angeblich prüden Amis lassen es hier offensichtlich zur Unterhaltung aller richtig krachen , so zumindest unser Eindruck  ;-)
Nach einer halben Stunde extrem lauter " Fortpflanzungsaktionsgeräusche " können wir endlich für Ruhe sorgen ...  ;-)
 
Haltet uns bitte nicht für verklemmt , aber  - wie's geht wissen wir doch alle!   Ihr hättet es hören sollen.....       ;-)))

Es geht nach Los Angeles...
15.Tag
Heute wird es aufregend.

Los Angeles steht auf dem Programm.
L.A. !   Die "Stadt der Engel" - da sind wir doch genau richtig ,  finden wir und gleiten auf dem Hwy Nr. 1 direkt ins nette Malibu ,
dann nach Santa Monica , Venice Beach  - man glaubt es kaum. . .   (  treffen wir auch noch David Hasselhoff ?  )
 
Ohne Pause geht es direkt - na ratet mal   - nach Hollywood !!!  Doch das ist groß ,
und so beschließen wir , zunächst erst einmal den Hollywood - Boulevard mit seinem " Walk of Fame " anzusehen.
Am Nachmittag fahren wir dann in die Universal Studios und schauen uns dort ausgiebig um.
 
Abends dann entscheiden wir uns kurzfristig , nicht in L.A. zu bleiben , sondern unsere Route noch weiter nach Süden auszudehnen.
Es geht nun Richtung San Diego
 
Diese Strecke schaffen wir natürlich nicht mehr heute , und so suchen wir uns in Oceanside , einer Küstenstadt , eine Bleibe .
Irgendwie mutet die Motelsuche heute und um diese Uhrzeit einem " Griff ins Klo " an...
Alles einigermaßen Vernünftige ist belegt ! 
Und so werden wir nach stundenlanger Suche in einem " Lowcostmotel " fündig .
Dieses erinnert uns allerdings ein wenig an Alfred Hitchcocks " Bates Motel " ;
das Zimmer riecht nach Rauch , das Bett mutet Army - mäßig an , der Fernseher ist Stand 60er - Jahre und
das Duschwasser spritzt mehr aus dem Aufputzrohr als aus der Brause , von den keimigen Fliesenfugen mal abgesehen...    ;-(
Tja , so etwas gibt es hier in USA auch !  Na dann : gute Nacht !
Abstecher nach Mexico
16.Tag
Aufstehen, abreisen, unterwegs schnell in einem Diner Essen fassen.

So ungefähr der Ablauf, denn : Wir haben heute natürlich viel vor.
An diesem Tage werden wir die Grenze zu Mexico überschreiten.
Und das im wahrsten Sinne des Wortes , denn den Wagen müssen wir in den USA lassen , sonst gibts Ärger mit dem Vermieter. . . 
 
Deshalb stellen wir das Fahrzeug in Chula Vista ab und fahren mit der Straßenbahn an die Borderline bei San Ysidro.
Nun zu Fuß die gigantischen Grenzanlagen passieren , und schon sind wir in Tijuana / Mexico !
Die Grenzsicherungsanlagen hier stellen die ehemalige innerdeutsche Grenze unserer Meinung nach in den Schatten ,
ein Fakt , den wir als Ostdeutsche mit recht gemischten Gefühlen registrieren - gedacht hätten wir das nicht ...
 
In Tijuana halten wir uns den ganzen Tag auf und genießen das ungewohnte Treiben.
Tja , für mehr reicht leider die Zeit nicht mehr , und so brechen wir wieder unsere "Zelte" ab und verlassen Mexico am Nachmittag.
 
Doch statt San Diego , was das Naheliegendste wäre , zu besuchen , werfen wir wieder einmal alles über den Haufen
und fahren direkt zurück nach L.A. , wo wir spät abends auch ankommen und uns ein Motel suchen.
Wir haben heute übrigens unsere 4000. Meile( ! ) "erfahren". Und jetzt : Gute Nacht! (buhhhhhhhh. . .)
  Condor

 

L.A. erkunden...
17.Tag
Ausschlafen ! Ausschlafen ! Ausschlafen !

Die letzten Tage waren himmlisch , aber selbstverständlich auch anstrengend.
Und deshalb lassen es die Biesels heute auch mal etwas langsamer gehen.
 
Nach einem leckeren Frühstück in einem kleinen Donut - Laden, wo die wählbaren Sorten fast unendlich sind, heißt es :

Achtung L.A. !  Wir kommen !

 
Als erstes : Beverly Hills anschauen , bestaunen , bewundern oder einfach nur wundern ?
Es ist wohl von allem etwas dabei .  Auf jeden Fall eine schicke Gegend - so viel steht fest.  Aber muss man das haben ???
Ok, später gelangen wir auf den Wilshire "Bvld " , wie es hier so schön heißt.
Dieser beginnt in Santa Monica, und an ihm stehen allerlei Bankgebäude und Galerien , aber auch sehr viele Museen.
Da lassen wir uns nicht lange bitten , suchen etwas nach unserem Geschmack und landen so im George C. Page Museum .
 
Hier bestaunen Christian und Doreen prähistorische Funde , welche in den auf dem Gelände
befindlichen Teergruben ( La Brea Tarpits ) gemacht wurden - seeeehr interessant !
 
Der Tag neigt sich dem Ende zu , und wir machen uns auf , Los Angeles im Feuer des Sonnenuntergangs zu betrachten.
Dabei die berühmten HOLLYWOOD  - Buchstaben an den Hollywood Hills zu bestaunen , das wäre es doch !
 
Also werden wir uns einen Geheimtipp zunutze machen:
Den besten Blick über diese Riesenstadt und gleichzeitig zu  dem 15m hohen und 150m langen Wahrzeichen
hat man nur vom Griffith Observatoy , einer Sternwarte, die man auch aus vielen verschiedenen Filmen kennt.
 
Sie befindet sich östlich der Filmstadt in den Hollywood Hills , etwa in Richtung Pasadena.
Die Zufahrt ist nicht ganz leicht zu finden, aber dafür ist ein Trip hierher um so lohnender.
Wir verbringen den ganzen Abend dort, schauen in die Sterne ,
lassen in einer Lasershow unsere Seelen baumeln und uns vom Blick über L.A. bei Nacht verzücken...     ;-)
Wir machen auf Baywatch !
18.Tag
Heute ist der vorletzte Tag unserer traumhaften Hochzeitsreise. 

Deshalb drehen wir uns noch das eine oder andere Mal in unserem Kuschelbett um , bevor wir uns aufraffen können.
 
Wir "schleppen" uns in die nächste Burgerbude , um unser Breakfast einzunehmen.
Das Wetter ist , wie an den meisten Tagen unserer Flitterwochen , wieder unschlagbar schön.
 
Das bringt uns auf den Gedanken , mal am Malibu Beach einen auf " Baywatch " zu machen. . .
Und so aalen wir uns stundenlang am megabreiten Sandstrand und fahren später weiter zum Venice Beach
Das Ganze endet dann in einem ellenlangen Hochzeitsreisenabschluss - Spaziergang ...           ;-)
 
Der L.A. International Airport ist nicht weit entfernt , so dass wir dort schon einmal checken , wo unser Autovermieter zu finden ist ,
damit wir morgen nicht zuviel Zeit bei der Suche verlieren - Car Rentals gibt es hier massig - vor allem in nicht gekannter Größe....
 
Am Abend dann machen wir uns auf , die vielgerühmte " California Cuisine " zu testen
und geraten mehr oder weniger zufällig in eine mexikanische Party mit Mega - Buffet !
 
" All You Can Eat " ( Iss was du kannst ) ist das Motto !
Na das lassen wir uns doch als eingefleischte Hobby - Restauranttester nicht zweimal sagen : und los geht's ...        ;-)
 
Mit der Anmut von Stopfgänsen gehen wir kurz vor Mitternacht aus dem Leckereien - Lokal mit der Erfahrung ,
die hiesige Küche wärmstens weiterempfehlen zu können ; Mann , die haben es drauf !
Diese Wertung von unseren arg verwöhnten Thüringer Gaumen zu erhalten adelt somit die kalifornische Köchezunft...      ;-)
Hollywood und "Tschüss" !
19.Tag
Oooooochhh :Heute ist der letzte Tag !  Schaaaaade !      :-(                Einfach nur schade !        :-(((
Als Sahnehäubchen  unseres L.A. - Aufenthalts wollen wir eigentlich noch einmal einen ausgedehnten
Hollywood  - Sightseeing - Rundgang unternehmen , doch alle Studios haben geschlossen , da heute " Thanksgiving " ist.
Da liegt bei den Amis das öffentliche Leben eben lahm  - und die Truthähne werden verspeist. . .    ;-)
 
Aber wir finden doch noch etwas für uns - wir gehen genau in das Kino am Hollywood Walk Of Fame ,
in welchem immer die Riesenpremieren der neuesten und teuersten Filme stattfinden ,
bekannt auch durch die vielen in Beton hinterlassenen Fuß - und Handabdrücke der Filmstars : das Manns Chinese Theatre !
 
Wir schauen uns " Sleepy Hollow " an , der gerade angelaufen ist.
Mit salzigem Popkorn und Mega - Cola  genießen wir  " American Cinema ".
Es beginnt zu dämmern
und die Biesels schauen sich noch einmal den super - romantischen Sonnenuntergang am Santa Monica Beach an...
 
Denn morgen früh geht es zurück nach Hause , zu den Kindern , dem Rest der Familie, zu Haus und Hof und Arbeit.
Und in einen neuen Lebensabschnitt. . .      ;-)
 
 
Auf unserer unvergesslichen Reise legten wir 4626 Meilen , das entspricht ca. 7500 km, zurück.
Es waren wundervolle drei Wochen , die uns und unsere Einstellung zum Leben nachhaltig prägten und die wir nie vergessen werden !
 
Good bye USA - werden wir uns wiedersehen ?  Wer weiß  , aber wir hoffen doch....              ;-)

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