|
|
| Der Petrified Forest
National Park ist ein weiterer phänomenaler Ort im zauberhaften
Südwesten der USA. |
| Der Name ist Programm :
Petrified Forest heißt zu deutsch " Versteinerter Wald " , wobei " Wald
" nicht ganz wörtlich zu nehmen ist ... |
|
|
| Einst war dieses Gebiet
ein sogenanntes Schwemmland , welches von mehreren Flüssen durchzogen
wurde. |
| Alles , was diese mit
sich rissen , lagerte sich in dieser Senke ab. Es bestand auch
eine eigene Flora und Fauna aus verschiedenen |
| Baumarten und
Riesenfarnen sowie Reptilien und kleineren Saurierarten . Fossile
Überreste dieser Lebewesen sind heutzutage vor allen Dingen |
| in der im Norden
angrenzenden " Painted Desert " ( bemalte Wüste - nach ihrer bunten
Farbe benannt ) immer wieder zu finden . |
|
|
| Unaufhörlich
transportierten die Flüsse feines Material in das Senkengebiet . Dadurch
wurden die angeschwemmten und umgestürzten Bäume |
| völlig abgedeckt , von
der Sauerstoffzufuhr abgeschnitten und somit der Fäulnisprozess gestoppt
. Ein Verrottung war somit nicht mehr möglich. |
|
|
|
|
Später drang silikathaltiges Wasser in die
Zellstrukturen der Stämme ein und
entwickelte sich in einem langwierigen
Prozess zu Quarz. |
| Das in dem vorrangig aus
Vulkanasche bestehenden Schlamm enthaltene Silicium versteinerte
sozusagen und schloss die verschiedensten |
| Mineralien , z.B.
Eisenoxyd , ein - der Grund für die Farbenpracht , die wir nun bewundern
können . |
|
|
|
Loading...
|
|
|
| Im Laufe der Zeit hob
sich das Gebiet immer mehr an . Die entstehenden Spannungen der
Erdschichten überstand das versteinerte Holz nicht |
| unbeschadet - es
zersprang sozusagen , denn die Konsistenz der einstigen Bäume war nun
ähnlich der von Glas - hart , aber spröde ... |
| Deshalb findet man nur
Bruchstücke , wenn auch recht groß , aber keine intakten Stämme . |
|
|
| Durch die einsetzende
Erosion - die Gegend lag nun oberhalb des Wasserspiegels - wurden in
Jahrtausenden die verschiedensten Sedimente |
|
wieder abgetragen und somit die oberste Schicht der
abgelagerten Hölzer freigelegt. |
| Den größten Teil werden
wir erst in ein " paar " Jahren bewundern können - die Schichtdicke der
Ablagerungen beträgt in der Gegend ca. 90 m ! ;-) |
| |
|
|
| Der Park wird in Nord -
Süd - Richtung von einer Parkstraße durchzogen . An dieser befinden sich
immer wieder kleinere Parkplätze und Pull Outs. |
| Hier beginnen
verschiedene Trails , die aber relativ kurz sind und nicht viel an
Kondition erfordern . |
| Sie führen an besonders
großen und schönen Objekten vorbei. |
| Namen wie " Long Logs
Trail " , " Crystal Forest " oder " Jasper Forest " stimmen schon
auf das zu Erwartende ein . |
|
|
| Sehr interessant ist der
Besuch der " Blue Mesa " , einem kleinen Plateau in der sonst relativ
ebenen Landschaft , welches nur teilweise erodiert |
| ist . Auf dieser Anhöhe
befinden sich einige Overlooks ( Aussichtspunkte ) . |
| Sie bieten sehr schöne
Blickwinkel auf die von verschiedenen Sedimenten durchzogenen Steilwände
der Mesa im Kontrast zu der Ebene |
| des angrenzenden
Ausläufers des " Dry Wash " . Dieses Farben- und Formenspiel ist
beeindruckend . |
| Übertroffen wird dies
nur noch von einem " Abstieg " hinunter in den Grund der Mesa . |
| Dazu führt ein Weg
entlang der nördlichen Flanke des Plateaus hinab zum Fuße des kleinen
Massivs . Dort angekommen , kann man |
| sozusagen in die
verschieden eingefärbten Ablagerungsschichten , die einst das gesamte
Gebiet bedeckten , " hineinschauen " . |
|
|
Unterschiedliche Zusammensetzungen der Sedimente rufen verschiedene
Tönungen hervor : so finden sich neben grauen Schichten aus |
| Vulkanasche auch weiße
aus Sandstein , rote aus Hämatit ( Eisenoxyd ) oder schwarze mit hohem
Kohlenstoffanteil. |
| Gepaart mit einzelnen
Bruchstücken von versteinertem Holz entsteht eine Szenerie wie auf einem
fremden Planeten ... |
|
|
Größere Kartenansicht |
|
|
|
|
Im Park kann man auch Hinterlassenschaften früherer
Besiedlung besichtigen . Direkt an der
Parkstraße befinden sich die Überreste
|
|
eine kleinen Siedlung , " Puerco Pueblo "
genannt . Diese war zwischen dem 11. und dem
14 Jahrhundert bewohnt , wurde dann aber
verlassen . |
| Spanische Entdecker
fanden auf ihrer Expedition 1540 nur noch die Gebäude vor. |
| Unweit der Siedlung
befindet sich der " Newspaper Rock " - ein Felsen mit jeder Menge
Petroglyphen ( Felseinritzungen ) der
Anasazi . |
| |
|
| Am Nordende des
Petrified Forest National Park befindet sich das Visitor Center . |
| Dort kann man einen Film
zur Entstehung von versteinertem Holz ansehen und Fundstücke und
Fossilien aus dem Park betrachten. |
|
|
| Möchte man die
nahegelegene " Painted Desert " erkunden , so kann man dies ohne
weiteres tun . |
| Sollte man allerdings
vorhaben , dort über Nacht zu campen , ist dafür im Visitor Center ein
Permit ( Overnight Camping ) zu besorgen . |
|
|
|
|
| Die Mitnahme jeglicher
Fundstücke aus dem Park , und seien sie noch so klein , wird streng
bestraft - 275 US Dollar werden fällig ! |
| Auch die Verunstaltung
und das Hinaufklettern auf die Mauern der Pueblos wird geahndet. |
|
|
|
|
| Möchte man sich doch ein
Erinnerungsstück mit nach Hause nehmen , so kann man dies durchaus tun .
|
|
Außerhalb
des Parks gibt es einige private Unternehmen mit der Lizenz zum
gemäßigten Abbau des versteinerten Holzes. |
| Geschliffen und poliert
macht so ein Stück " Holz " ganz schön was her... |
| Auch in so genannten "
Rockshops " kann man " Petrified Wood " erstehen - beim Kauf ist immer
auf die Ausstellung eines Zertifikates achten ! |
| So kann man bei den "
Hütern des Gesetzes " bei einer Kontrolle mächtig punkten... ;-) |
|
|
|
|
| Den Petrified Forest
National Park findet man im Westen Arizonas , unweit des "
Route 66 " -
Städtchens Holbrook . |
| Der Park befindet sich
genau wie Holbrook an der Interstate 40 , die von Osten nach Westen
verläuft , und hat sogar eine eigene Autobahnabfahrt. |
| Um zu den versteinerten
Bäumen zu gelangen , fährt man nach dem Visitor Center Richtung Süden ;
möchte man der " Painted Desert " |
| einen Besuch abstatten ,
parkt man in der Nähe des " North Entrance " . Von Holbrook aus , wo es
einige Übernachtungsmöglichkeiten gibt , |
| ist der National Park
über den Südeingang erreichbar . In dieser Gegend gibt es auch einige
kleine private Abbaubetriebe mit " Holz " - Verkauf ... |
| |
|
Möchtest du weitere Nationalparks besuchen ,
dann besorg dir den " Annual Pass " - damit hat
man ein Jahr lang |
|
freien Eintritt zu allen
National Parks und Recreation Sites ( keine State Parks ) .
Kosten : einmalig 80 US$ oder günstig hier : |
|
|
|