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Der Mule Canyon liegt im einstigen Besiedlungsgebiet
der Anasazi ,
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den Ureinwohnern dieses Gebietes . |
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Sie sind heutzutage vor allem wegen der
Bauweise ihrer Behausungen bekannt , |
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denn diese unterscheidet sich stark von
zum Beispiel denen der so genannten |
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" Prärieindianer " Nordamerikas oder der
Bauweise der Völker Mittel- und |
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Südamerikas wie der Majas , Inkas und Azteken
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Die
Anasazi
bevorzugten es , ihre Unterkünfte unter
natürliche Felsüberhänge , |
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welche teilweise in schwindelerregenden
Höhen lagen , zu bauen. |
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Man nimmt an , dass Strategie ( Schutz und
Tarnung ) ein Grund |
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war , andererseits die Gegebenheiten auch
eine Menge Arbeit ersparten - |
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im Vergleich erfordert ein freistehendes
Gebäude doppelt soviel Kraft und Material |
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Auch hielt man auf diese
Weise wilde Tiere von den Vorräten ab. |
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" Anasazi " bedeutet
in der Sprache der späteren
Indianervölker " Ureinwohner
" . |
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Behausungen und Vorratsgebäude dieser Kultur
findet man sowohl im heutigem |
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"
Canyonlands National
Park
" im Norden bis z.B. dem " Montezumas Castle
" |
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im Süden , unweit von Flagstaff / Arizona
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Dazwischen findet man solch berühmte Pueblos
wie im "
Mesa Verde NP
" , |
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das " Hovenweep National Monument " , "
Grand Gulch Primitive Area " ,
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" Canyon de Chelly " oder auch den " Chaco
Canyon " ( National Historic Park ) . |
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Anders als bei den größeren
Siedlungen wurden in den verschiedenen Canyons
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oft nur kleinere Gebäude mit wenigen Räumen
bzw. Vorratskammern |
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( Storage , Granary ) erschaffen . Hier
konnten nur einige Personen , z.B. eine |
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Familie , wohnen . Sie betrieben Ackerbau
( Frauen ) und gingen auf die Jagd |
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( Männer ) . Im Laufe der Zeit entwickelten
sich die Anasazi von den einfachen
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Korbmachern zu einer ausgeprägten Kultur
. Tongefäße wurden hergestellt , |
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und Pfeil und Bogen wurden vermehrt als
Fernwaffe eingesetzt. |
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Der Mule Canyon ist typisch für kleine Ansiedlungen
. Hier findet man keine Pueblos . Hält man
bei einer Wanderung die Augen offen und
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beobachtet die Canyonwände genau , so kann
man hier und da immer wieder kleine Gebäude
entdecken . Vor allem unter Felsvorsprüngen |
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hat man relativ oft Glück . Schaut man nicht
ganz so genau hin , wird man die gut
getarnten Bauwerke nicht erkennen .
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Sie liegen oft in einigen Metern Höhe -
für uns Europäer ziemlich ungewohnt... |
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Einen Trip in den Mule Canyon
kann man von mehreren Stellen aus starten. |
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Zum einen gibt es einen asphaltierten Roundtrip
mit wiederhergestellten |
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Gebäuden - dieser ist ausgeschildert - "
Mule Canyon " steht auf dem Schild; |
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Dieses erreicht man , indem man die kleine
Stadt
Blanding / Utah
( US 191 ) in |
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Richtung Süden verlässt und nach ein paar
Meilen rechts auf die SR 95 abbiegt. |
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Diese " State Route " führt im übrigen auch
zum " Natural Bridges NM " und
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vorbei an "
Little Egypt
" weiter nach "
Hanksville
". |
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Nach etwa 24 Meilen erreicht man oben erwähnten
Wegweiser. |
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Etwas vorher zweigt rechts , kurz hinter
Mile Marker 102 , eine Schotterpiste |
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( Dirt Road ) ab. Fährt man einigermaßen
langsam , kann man sie prinzipiell nicht |
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übersehen. Dies ist die Zufahrt zum spektakulären
" House on Fire " . |
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Ist man einige hundert Meter auf diesem
Weg gefahren , sieht man linkerhand |
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schon eine rote " Fee - Tube " des BLM (
näheres unter
Tipps und Tricks
). |
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Zwei Dollar pro Person werden fällig
- dafür kann man aber den ganzen Tag
in dieser Gegend verbringen und noch
weitere Canyons besuchen .
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Nun fährt man noch ein paar Meter weiter
und kommt in eine Senke , die vom Südausläufer
des Mule Canyon gekreuzt wird.
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Hier sind einige kleine Pull - Outs ( Parkflächen
) , die man im ersten Moment gar nicht als
solche wahrnimmt . Als Anhaltspunkt dient
ein großes , |
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geriffeltes und einen knappen Meter hohes
Rohr , welches unter der Dirt Road verlegt
ist , um den Canyon zu entwässern. |
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Gleich darauf folgt eine Linkskurve , welche
bergauf führt . Hat man diese erreicht ,
ist es definitiv Zeit den Wagen abzustellen.
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Mit " Wagen " meinen wir natürlich einen
PKW , denn ein Allrad ist nicht erforderlich
! |
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Unten im Canyon ist schon die Infotafel
nebst Register Box des BLM ( Bureau of Land
Management ) zu erkennen . |
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Hier trägt man natürlich seinen Namen etc.
ein und wirft einen Blick auf die Umgebungskarte
. Nun hält man sich auf einem gut sichtbarem |
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Pfad , der gleich am Trailhead beginnt .
Es geht relativ eben in Richtung des " South
Fork " des Mule Canyons . |
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Ihm folgt man immer weiter . Dabei bewegt
man sich immer halblinks unterhalb der zunächst
recht niedrigen linken Canyonwand .
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Der Trail verläuft weiter durch ein schönes
Wiesengebiet bis in die Schlucht hinein
. Ein kleiner Bach durchzieht den Canyon
und ab und zu |
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muss man diesen auch durchqueren - ist aber
kein Problem , der Wasserstand ist meist
niedrig , und die Schuhe bleiben trocken.... |
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An der rechten Canyonwand erreicht
man bald das " House on Fire " - doch Vorsicht
! So wie auf diversen Fotos ist dieses Bauwerk
nicht |
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zu erkennen . Es befindet sich knapp drei
bis vier Meter oberhalb des Canyongrundes
und ist von diesem auch nur sehr schlecht
auszumachen. |
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Am besten ist es , wenn man sich
gleich , wenn die Schlucht
beginnt enger zu werden , einen Aufstieg
in entsprechende Höhe sucht und
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auf diesem Niveau weiter canyoneinwärts
läuft : Der Fels ist griffig , und so sollte
man die Anasazi - Hinterlassenschaft nicht
verfehlen.... |
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Am Ziel angekommen , kann man sich in eine
grüne Registerbox , welche sich hier vor
Ort an einer Eisenkette befindet und wie
ein kleiner |
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Munitionskasten des Militärs anmutet, eintragen
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Geht der Besucher weiter den Bachlauf entlang
, so sind immer wieder kleine Granarys unter
Vorsprüngen der Canyonfelsen zu entdecken
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Augen offen halten heißt hier die Devise
- die Gebäude bestehen aus dem Gestein der
Umgebung und passen sich gut in das Gesamtbild
ein . |
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So sind sie sehr leicht zu übersehen , und
das war bestimmt auch so gewollt...
:-) |
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Wir wünschen Euch viel Spaß beim (Be-)Suchen
! |
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