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| Jahrhunderte lag das Gebiet , welches im Jahre 1906
zum National Park erklärt wurde , in
einem Dornröschenschlaf.... |
| Seine " Entdeckung " im Jahre 1888 entsprang einem
absoluten Zufall - zwei Cowboys machten
sich auf die Suche nach einigen |
| entlaufenen Rindern. So kamen sie auch in eine der
Schluchten innerhalb des heutigen Parks
und erspähten hoch oben in den Canyon -
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| wänden Überreste vorzeitlicher Bauwerke . Daraufhin
erfolgte die nähere Untersuchung des
gesamten Areals . Es wurden ca. 600 |
| mehr oder weniger verfallene " Cliffdwellings " (
Felsen- oder Klippenwohnungen )
gesichtet und mit den Jahren
rekonstruiert. |
| Dieses stellte einen sensationellen Fund
aus der amerikanischen Frühgeschichte dar und
wurde durch den Status eines National
Parks geschützt. |
| Der Umstand , eine völlig neue Kultur ausgemacht zu
haben , beschäftigt seither viele
Geschichtswissenschaftler und
Archäologen . |
| Mysteriös ist vor allem , dass diese Kultur verschwand
, bevor die Europäer auf dem
amerikanischen Festland landeten - viele
andere |
| hochentwickelte Völker wie die Inkas , Majas und
Azteken dagegen erlebten mit dem
Eintreffen unserer Vorfahren den "
Anfang vom Ende ".... |
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Offensichtlich war die außergewöhnliche
Standortwahl
Segen und
Fluch
zugleich -
zunächst
siedelten
die "
Anasazi " (
indianisch
für |
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Ureinwohner ) oberhalb der Canyons - auf
verschiedenen
" Mesas " (
Plateaus )
in
sogenannten
" Pithouses
" . Sie
betrieben
Ackerbau
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bzw. ernährten sich wie uns bekannte Jäger
und Sammler. Erbauten
sie ihre
primitiven
Unterkünfte
zunächst aus
Holz und
verstärkten
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die Konstruktion mit Lehm , erschufen sie
einige
hundert
Jahre später
schon feste
Steingebäude
mit bis zu
fünfzig
Räumen pro
Anlage ! |
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Funktionell erfüllten die Gebäude wahrscheinlich
mehrere
Aufgaben -
zum einen
waren sie
natürlich
Wohn- und
Lagerstätten
, zum
anderen |
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hatten sie auch zeremonielle Bedürfnisse
abzudecken.
Die
Pithouses
waren die
Vorläufer
der späteren
Kivas - doch
dazu später. |
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Das alles geschah etwa im Zeitraum zwischen 550 - 750
n.Chr.
Wahrscheinlich
waren diese
Wohnanlagen
strategisch
gesehen |
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zu angreifbar und schwer zu verteidigen , und
so suchten
die Anasazi
nach neuen ,
besseren
Siedlungsmöglichkeiten.
Sie wurden
nur |
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unweit ihres bisherigen Lebensraumes fündig.
Unterhalb
der Mesas ,
auf denen
sie lange
gelebt
hatten ,
befanden
sich riesige |
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Felsvorsprünge mit Höhlen - ideal , da diese
weder von
der
Canyonkante
bzw. vom
Canyongrund
aus zu sehen
waren oder
in den
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mächtigen Felswänden überhaupt nicht auffielen !
So begannen
sie , ganze
Siedlungen
mit bis zu
200 Räumen
in den
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Klippen der Felsen zu errichten. Diese konnten
nur über
Strickleitern
von der
Oberkante
der Canyons
aus erreicht
werden. |
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In den Siedlungen wurden die Kivas integriert -
kreisrunde
Kultstätten
, zu
vergleichen
mit Kellern .
Hier wurden
die
verschiedensten
Zeremonien
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durchgeführt , Rat gehalten und über Recht und
Unrecht
entschieden
- ein
wichtiger
gesellschaftlicher
Treffpunkt
sozusagen... |
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Die Cliff Dwellings waren so gut versteckt ,
dass selbst
die Spanier
und
Engländer ,
die als
erste
Europäer das
Gebiet
erkundeten ,
diese |
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nicht bemerkten ! Einst sicherte dies den Anasazi das
Überleben in
dieser
Region , da
es einen
wirksamen
Schutz vor
Übergriffen
anderer ,
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meist nomadisierender Indianerstämme
darstellte.
Die Anasazi
werden der
Korbflechter
- Kultur
zugeordnet
und
erreichten
zwischen |
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1100 und 1300 n.Chr. den Höhepunkt ihrer
Kultur. Die
Bevölkerungsstärke
betrug
Berechnungen
zufolge
mehrere
tausend
Einwohner. |
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Sie benutzten Pfeil und Bogen , Steinmesser und
Knochennadeln
und
beherrschten
sogar die
Kunst des
Töpferns... |
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Das Auflösen dieser in diesen Breitengraden
völlig
ungewöhnlichen
Hochkultur
erklären
sich die
Wissenschaftler
folgendermaßen: |
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Viele Jahre konnten die Anasazi ihr Trinkwasser
an den
Wänden der
Sandsteinhöhlen
fangen -
Sandstein
ist in der
Regel feucht |
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bzw. wasserführend. Durch Klimawandel
trockneten
diese
Quellen
immer mehr
aus und
reichten
bald nicht
mehr zur
Versorgung
der |
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Bevölkerung aus. Fakt ist , die Anasazi haben
nicht
überstürzt
ihre Heimat
verlassen.
Wohin sie
abwanderten
, ist
allerdings
bis heute |
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nicht richtig geklärt. Ihre Spuren lassen sich
noch ein
wenig in
Richtung
Osten
verfolgen
,verlieren
sich aber
dann
bald... |
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| Kommt man heute in das seit einhundert Jahren
geschützte Gebiet , so " erschrickt "
man zunächst etwas. Kleine Episode
gefällig? |
| Als wir auf unserer ' 99er Südwest - Tour den Park das
erste Mal besuchten , waren alle Berge
und Mesas in sattes Grün " gehüllt "... |
| Doch bei
unserem letzten Besuch , 2005 , bekamen
wir einen leichten " Schock "
: |
| Die
meisten Hänge in diesem Gebiet glichen
einem Holzkohlelager ! |
| Schuld
daran waren zwei verheerende Waldbrände
, die sich offenbar durch das gesamte Gebiet " gefressen " hatten :-( |
| Doch zum Glück konnten die unwiederbringlichen Anasazi
- Bauten weitestgehend vor den
Riesenbränden gerettet werden - Danke
! |
| Die etwas abgelegene " Wetherill Mesa " hat allerdings
doch etwas abbekommen - wir konnten sie
nicht besuchen ; das kann aber auch |
| an der Jahreszeit gelegen haben ; von Ende September
bis Ende Mai ist die Zufahrt dorthin
sowieso gesperrt... |
| Sollte man in den Sommermonaten vor Ort sein - der
Abzweig dorthin befindet sich bei der "
Far View Lodge ". |
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Loading...
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| Konzentrieren wir uns jedoch auf den weitaus größeren
Teil des Mesa Verde National Parks :
Fährt man die Parkstraße entlang
, |
| so kommt man zum " Chapin Mesa
Museum " - hier gibt es Bücher ,
Karten etc. und auch die Eintrittskarten |
| für die rangergeführten Touren zum " Cliff Palace "
, der größten Klippensiedlung , dem " Balcony House " oder dem " Spruce Tree
House ". |
| An diesem Punkt befindet sich auch das " Park
Headquarter " - die Verwaltung .
Auch Speisen werden angeboten und
Toiletten und Telefon |
| sind verfügbar. Weiter geht's zu den ersten
Siedlungsstätten der Ureinwohner - den "
Pithouses " . |
| Die Ausgrabungsstätten sind überdacht , und auf
verschiedenen Tafeln wird das damalige
Leben erklärt . |
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| Unweit dieser " Location " ist das " Square Tower
House " nebst eigenem Aussichtspunkt zu
besichtigen . |
| Die " One - Way " ( Einbahnstrasse ) führt nun zum "
Cliff Palace View " - einem
Aussichtspunkt auf die größte Siedlung
des gesamten Areals, |
| und weiter zum Abzweig " Cliff Palace Loop " - über
diesen Rundweg kommt man zum Cliff
Palace und dem Balkony House. |
| Unterwegs laden unzählige " Pullouts " ( Parkstreifen
) zum Anhalten ein. Von dort aus
beginnen
die Pfade zu verschiedenen Overlooks. |
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| Den schönsten Überblick über das gesamte Gebiet hat
man vom " Park Point Overlook " aus.
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| Der Mesa Verde National Park liegt im Südwesten Colorados ,
nur unweit des " Four Courner Point " ,
wo die Grenzen von Utah , Arizona ,
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| Colorado und New Mexico sich treffen . Die Stadt
Cortez
/ CO ist dem Park am nächsten gelegen.
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| Diese
ist über die US 160 und die US 666 erreichbar. |
| Doch nicht nur dort findet man diverse Unterkünfte
, sondern auch im Park selbst. Am Eingang
, nahe der US 160 , befindet sich der
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| " Morefield Campground " ( Mitte April bis Mitte
Oktober geöffnet ) . Weiterhin kann man
es auch in der " Far View Lodge "
versuchen . |
| Sie befindet sich auf halben Weg zwischen Parkeingang
und den " Cliff Palace Loop " . |
| In den " besuchsschwachen " Herbst-, Winter- und
Frühjahrsmonaten kann sie auch
geschlossen sein - einfach mal
probieren.... |
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| Auch hier gilt der "
Annual Pass " - eine
sich lohnende Investition ( 80 USD ) für alle
, die vorhaben , weitere NP , NM usw. zu besuchen. |
| Er ist an jeder " Park Entrance Station " zu erstehen
, gilt genau 12 Monate und befreit von
weiteren Eintrittsgeldern. |
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