Im südöstlichen Hinterland Kaliforniens
befindet sich der Joshua Tree National Park - ein Areal ,
bekannt aus Movies und Musikclips und doch leider oft unterschätzt ....
 
Geschichte
Schon eigenartig , wie manch eine Stadt oder Landschaft einst zu ihrem Namen kam ...
Kurios und oft nicht nachvollziehbar sind vom heutigen Standpunkt aus Geschichten um die Bezeichnungsfindung verschiedenster Orte .
 
So auch bei dieser Destination - dem " Joshua Tree National Park " , im Südosten Kaliforniens gelegen
( Los Angeles : 130 mi , Las Vegas : 200 mi  , Phoenix : 300 mi  entfernt ) .
 
Einst zogen durch diese unwirtliche Gegend Mormonen , bereit , die Mojave-Wüste zu durchqueren und dahinter fruchtbares Land zu finden .
In der Form dieser Bäume , bei Sonnenauf- oder untergang betrachtet , wollten sie die Gestalt des Propheten Joshua erkannt haben .
Dieser sollte in alten Zeiten den Israeliten den Weg ins " Gelobte Land " gewiesen haben ; Wahrheit oder Aberglaube - der Name blieb ....

Joshua Tree Nat'l Park , California

Joshua Tree National Park , California
Joshua Tree Nat'l Park , California
Der Park
Der " Joshua Tree Nat'l Park " umfasst gleich mehrere Ökosysteme :
Sie unterscheiden sich wesentlich voneinander , bedingt durch unterschiedliche Höhenlagen der Nationalpark - Bereiche ;
 
Im südlichen und östlichen Teil des Areals herrscht die Vegetation der " Colorado - Wüste " vor. Diese besteht
vornehmlich aus Kakteen , Buschland , Chollas , Ocotillos und kleinen Palmen , welche recht verstreut in der kargen Umgebung wachsen .
Diese haben sich über einen langen Zeitraum hervorragend an die niederschlagsarmen Verhältnisse angepasst .
 
Schon während der Einfahrt über die verschiedenen Parkstraßen erkennt der Besucher gut die Vegetation aus diversen Büschen ,
welche kaum höher als 1,50 m werden - von den seltsam anmutenden " Weinkakteen " ( Ocotillo , bis 5m hoch )  mal abgesehen .
 
Gelangt man in die Bereiche des kalifornischen National Parks , die oberhalb von rund 1000m über NN liegen , ändert sich der Bewuchs
fast schlagartig : Überall tauchen die Namen gebenden " Joshua Trees " auf , und mit zunehmender Höhenlage steigt deren Zahl stetig ...
 
In dieser Gegend , genannt " Mojave Wüste  " , ist es etwas kühler und feuchter als in den Niederungen des Parks .
Oft werden aber nicht mehr als 25 % Luftfeuchtigkeit erreicht ( im gesamten Parkbereich ) .
Im Sommer kann es in diesem Gebiet oft zwischen dreißig und vierzig °C ( um die 100°F ) warm werden .
Wüstentypisch kühlt es nach Sonnenuntergang angenehm ab .
 
Doch im Winter muss man den Joshua Tree National Park nicht meiden ! Ganz im Gegenteil .
Nachts fällt hier und da das Thermometer leicht unter den Gefrierpunkt , tagsüber erreicht das Quecksilber durchaus die 15°C - Marke .
Ideal zum Wandern und Bewegen im Park , auch wenn die Anzahl ausgewiesener Trails recht gering ist .
 
Schnee und Eis sucht man hier vergebens ; dies ist der Grund dafür , dass der vorkommende Granit sehr rau und griffig ist .
Deshalb sind die Felsmassive ( bis ca. 70 Meter hoch ) beliebt bei Kletterern .
Routen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade sind x-fach vorhanden und leicht erreichbar ; der " J-Tree " ist bei Climbern in !
 
Und nicht nur das !
Gerade um Silvester verbringen hier viele Leute ein paar Tage - wer hätt's gedacht ?   ;o)
 
Activities
Doch auch der Besucher , der es etwas entspannter angeht , findet hier eine Menge verschiedener Ziele vor : das " Hidden Valley " ,
ein Besuch der " Keys Ranch " ( nur mit Voranmeldung im Visitor Center ) , des " Barker Dam " ( kleiner , netter Stausee ) , 
Zwölf Nature Trails , z.B. rund um die " Jumbo Rocks " oder ein Blick nach Palm Springs vom " Keys View " aus , sind sehr interessant .
 
Zu einem Abstecher lädt auch der " Cholla Garden " ein . Ein Rundweg führt durch eine Unzahl dieser Kakteen hindurch.
Doch äußerste Vorsicht ist geboten : Bei Berührung " schießen " die auch " Teddy Bear Cactus " genannten Pflanzen scharfe Stacheln ab ...
 
Westlich des " Skull Rock " , unweit des " Jumbo Rock Campground " gelegen , zweigt die " Geology Tour Road " ab ;
auf dieser bekommt man einen Eindruck der verschiedenen geologischen Formationen und Gegebenheiten vermittelt ( teilweise 4WD ) .
 
Empfehlenswert ist besonders das Visitor Center ( eins von dreien ) am North Entrance nahe dem Ort " Twentynine Palms " .
Das verständlich und kinderfreundlich interaktiv gestaltete Center bietet schon einen gebündelten Überblick zu allen Themen
rund um die Flora und Fauna des Nat'l Parks . Ranger und Rangerinnen stehen zur Beantwortung der verschiedensten Fragen bereit .
 
Herrlich sind die sternenklaren Nächte - für " Sternengucker " ein Leckerbissen .
Doch auch Freunde der Vogelwelt kommen beim " Birding " zum Zuge , und Mountainbiker können sich auf den Parkstraßen austoben .
 
März , April und Mai lassen die Wüste erblühen - Tausende von Wildflowers bedecken die sonst so karge Area - einfach traumhaft !
 
 
Auf den neun Campingplätzen sind in der Regel genug " Spaces " vorhanden - 
da die Regel " First Come - First Serve " gilt , ist es sinnvoll , sich rechtzeitig einen Stellplatz zu sichern .
In den nicht ganz so heißen Frühjahrs- und Herbstmonaten sind die Campgrounds u.U. relativ schnell voll ,
in den wärmeren Monaten dagegen kann man sich praktisch aussuchen , wo man sein Zelt aufschlägt .
 
Die Plätze sind allesamt " primitiv " - es gibt also keinen Strom und fließend Wasser ( kann man beim North Entrance Visitor Center auffüllen ) .
Zahlreiche massiv gebaute Toilettenhäuschen sind vorhanden und in der Regel auch sauber und gut gewartet .
Zu jedem Camp Space gehören ein fest installierter Grill , eine eingefasste Feuerstelle sowie ein Tisch mit Bänken ( ohne Überdachung ) .
 
Zusätzlich sind etliche Stellplätze für Motorhomes ( Wohnmobil ) und Fahrzeuge mit Trailern ( Wohnanhänger ) vorhanden .
Entsorgungsgelegenheiten ( Dump Station ) für solche Mobile finden sich in den nächsten Ortschaften wie Twentynine Palms / CA
oder rund um Palm Springs / CA ( Desert Hot Springs / CA ) .
 
Für alle Camp Sites ist eine Fee ( Gebühr ) in unterschiedlicher , aber moderater Höhe am Camp - Eingang zu entrichten .
 
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Für einen Besuch im Joshua Tree National Park muss man dennoch gut " prepared " sein :
Die " nächsten " Ortschaften sind nicht gleich " um die Ecke " , sondern viele Meilen entfernt .
Nur dort findet man Einkaufsmöglichkeiten , Restaurants , Tankstellen und  Auto- und Trailer-Service ;
Lebensmittel , Grillgut , Holzkohle , Feuerholz und andere Waren des täglichen Bedarfs also vor dem Entern des Parks besorgen !
Tipp
 
Möchtest du weitere Nationalparks besuchen , dann besorg dir den " Annual Pass " - damit hat man ein Jahr lang
freien Eintritt zu allen National Parks und Recreation Sites ( keine State Parks ) .     Kosten : einmalig 80 US$  - oder günstig hier  :
 

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