Am Ende des
Limska draga , einem Canyon ,der am Limski zaljev seinen
Ursprung hat und 25 km ins Landesinnere hineinreicht, liegt
das kleine Städtchen Kanfanar. Direkt an der
Schnellstrasse Umag - Pula gelegen trifft man hier auf
Geschichte pur.
Weiter nördlich
am Schluchtrand gelegen befindet sich Sv.Petar u šumi - ein
großes verlassenes Kloster aus dem 13. Jh. welches im 18.
Jh. komplett im Barockstil umgebaut wurde - sehenswert !
Anfang
des Mittelalters wurde die Burg " Moncastello " an der Stelle des
späteren Dvidrad gegründet. Ihr gegenüber befand sich die schon
bestehende Burg "Monparentin" , welche im 10.Jh. verlassen wurde.
Der Ort mit den zwei Burgen hieß "Dva grada" (zwei Städte).
Moncastello wurde später in "Dvigrad" bzw. " Due castelli" (zwei
Städte) umbenannt.
Dvigrad musste im Laufe seiner Geschichte einiges
durchstehen : nicht nur ständig wechselnden politischen Einfluss ,
sondern auch völlige Zerstörung, als die Genuesen 1354 die unter
venezianischer Herrschaft stehende Festung in Schutt und Asche
legten. 1381 geschah das selbe noch einmal durch die
Venezianer.
Im Krieg zwischen
Mallorca
und Venedig ( Überläuferkrieg ) 1615 erlebte die Stadt
ihre letzten Schlachten ,konnte aber trotz großer Beschädigungen
nicht eingenommen werden.
1630
brachen Pest und Malaria in Dvigrad aus und rafften 90% der
Bevölkerung hin. Die restlichen Einwohner verließen für immer
die Stadt. So wurde aus einer einstmalig mächtigen und
strategisch wichtigen Metropole mit bis zu 200 Gebäuden eine
Geisterstadt.
Zum
kulturellen Erbe erklärt
wird seit 1997 mit eher bescheidenen Mitteln des
Kulturministeriums von Kroatien versucht , Dvigrad vor weiterem
Verfall zu bewahren und so der Nachwelt zu erhalten.