Manch private Initiative hat schon das eine oder andere
Naturhighlight gerettet , so auch im Westen von Colorado Springs :
Auf geht's zum " Garden of the Gods " ( dem Göttergarten ) ...

USA Fotoalbum

 
Einleitung
 

Wer Colorado bereist , hat oft Highlights wie die Rocky Mountains , Denver ,

Aspen , Durango oder den Mesa Verde National Park auf der To-Do- Liste .
 
Doch neben den bekannten Zielen gibt es natürlich in diesem schönen US- Bundesstaat auch nationalen und internationalen
Gästen unbekannte oder touristisch gänzlich unerschlossene Spots , die es wert sind , mal „ einen Abstecher " zu machen ...
Zu den unbekannteren , aber nicht minder schönen Empfehlungen gehört der „ Garden of the Gods " .

Garden Of The Gods , Colorado

Garden Of The Gods , Colorado Springs , CO

Garden Of The Gods , Colorado

... der Garten der Götter
 
Unweit der Stadt Colorado Springs ragen riesige rote Sandsteinplatten aus der sonst recht flachen Umgebung .
Wie überdimensionale Zacken stehen diese Formationen nahezu senkrecht in der Landschaft  , so dass man
tatsächlich den Eindruck gewinnt , dass an dieser Stelle höhere Mächte ihre Hände im Spiel hatten .
„ Garten der Götter "  ist also poetisch gewählt , beschreibt  dieses Stück Natur aber doch recht treffend ...
Ähnlich wie im Roxborough State Park sind auch hier Verwerfungen Ursache ( hier die Herausbildung des Pikes Peak Massiv )
für das Anheben und Senkrechtstellen der Sandsteinablagerungen . Unterschiedliche Erosionsintensität
der verschieden festen Sandsteinschichten und Kalkablagerungen führte zu diesen bizarr wirkenden Gesteinsskulpturen .
Auf dem Parkgelände trifft man auf Vertreter verschiedener Ökosysteme : Ausläufer der Prärie treffen auf
southwesttypische Wacholderbäume ( hier teilweise bis 1000 Jahre alt ) und den beginnenden Bergwald des „ Pikes Peak “ .
Auch die dafür typische Tierwelt ist anzutreffen :

Dickhornschaf und Rattlesnake  , Hirsch , Tarantel u.v.m. leben hier miteinander und nebeneinander .

Geschichte ...
 
Vor dem Eintreffen der ersten weißen Siedler überwinterten die Ute ( indianische Ureinwohner ) hier und nutzten die Gegend vorrangig zur Jagd .
Bei der Erkundung von Siedlungs- und Baugebieten für die Stadt „ Colorado City " ,
im Bereich des heutigen Colorado Springs , trafen Landvermesser auf diese außergewöhnliche Szenerie .
Zu Beginn des 20.Jh. kaufte Charles Elliott Perkin , seines Zeichens Direktor der Burlington Northern Eisenbahngesellschaft ,
das Areal, um sich ein Rückzugsgebiet für seine Urlaubszeit zu schaffen .
Beeindruckt von der Anmut und Schönheit dieses Erdenfleckchens änderte er aber seinen Plan und ließ von diesem Vorhaben ab .

Seine Nachkommen spendeten der Stadt Colorado Springs das Grundstück unter der Auflage , dass sich die Stadt seither und

in Zukunft um die Erhaltung und den Schutz des „ Göttergarten " zu kümmern hat und dass dieser für jedermann zugänglich zu sein hat .

Zu der überlassenen Fläche von ca. 480 acres wurden über die Jahre weitere benachbarte
Grundstücke angeschlossen , so dass das Schutzgebiet heute ca. 1400 acres umfasst .
Der „ Garden of the Gods " ist öffentlich , kostet keinen Eintritt und ist kein National- oder State Park.
 
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Im ersten Viertel des letzten Jahrhunderts war der Park noch Tummelplatz für allerlei junge Leute und Gruppen
und durfte noch kreuz und quer mit dem Auto befahren werden .
Bald stellte man jedoch fest , dass dadurch die Bodenerosion sehr stark voranschritt, und man entschloss sich ,
zunächst die Hauptwege , wie den Perkins Trail , mit Pflaster bzw. Beton zu befestigen
und die Hänge und Böschungen des Parkgeländes mit Buschwerk und Bäumen zu rekultivieren .
Die Parkanlage verfügt heute über eine Ringstraße mit Zugängen zu verschiedenen Parkplätzen .
Von dort aus starten verschiedene Trails und ergeben so ein großes Netzwerk an größtenteils einfach zu laufenden Wegen .
Hier und da warten Bänke auf pflastermüde Leute . Sie sind meist in der Nähe besonderer Sandsteinformationen aufgestellt .
ein Park für alle ...
 
Wanderer kommen im Garden of the Gods genauso auf ihre Kosten wie Mountainbiker , Rollstuhlfahrer oder Reiter .
Kletterer benötigen ein Permit , welches ein Jahr Gültigkeit besitzt und im „ Garden of the Gods Visitor and Nature Center " erhältlich ist .
Dieses befindet sich gut sichtbar auf einer kleinen Anhöhe genau gegenüber dem Haupteingang des Parks .
Hier erfährt man viel über die Entstehung und Geschichte des Göttergartens und erhält neben vielen weiteren
Tagesveranstaltungen wie Naturrundgängen , Busfahrten , Segwaytouren etc. noch etliche Informationen rund um den Park .
Ein Besuch des Centers kann durchaus empfohlen werden , auch wenn die Merchandising – Ecke etwas kleiner sein könnte .
Die Angestellten halten ebenfalls Infos für Kletterer bereit , da im Laufe der Jahre schon einige Climber tödlich oder schwer verunglückt sind .
So sollte nur bei gutem Wetter , mit entsprechender Ausrüstung und am besten nicht alleine losgegangen werden .
 
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Wie in vielen Nationalparks üblich , wurden auch hier markante Felsformationen mit Namen versehen .
So findet man im Park die „ Kissing Camels " , „ Three Graces " , „ Balanced Rock “ , „ Steamboat Rock “ oder  „ The Hogback “ .
Wer seine Phantasie etwas bemüht , kann bei näherem Hinsehen doch Verbindungen zum gegebenen Namen erkennen .
Auf dem „ Garden Drive " , der Parkstraße , tummeln sich an Wochenenden, Feiertagen und in der Ferienzeit
oftmals Spaziergänger und Fotografen , aber auch jede Menge Inline Skater sowie professionelle und semi – professionelle Radrennfahrer .
Vorsicht hat also oberste Priorität , umrundet man den „ Drive " mit seinem Fahrzeug .
das Drumherum ...
 
Wer sich an den tollen , rotgefärbten Formationen satt gesehen und noch etwas Zeit hat , für den gibt es
kurz vor dem Main Park Entrance das Freilichtmuseum „ Rock Ledge Ranch Historic Site " .
Hier wird das Leben zur Gründungszeit von Colorado Springs und in späteren Epochen dargestellt .
 
 
Es gibt u.a. ein restauriertes Ranchhaus , eine kleine Blockhütte und ein Tipi der indianischen Ureinwohner zu sehen .
Auch werden Vorführungen angeboten , die das Leben und Arbeiten jener Zeit widerspiegeln sollen .
Allerdings ist die Rock Ledge Ranch nur an bestimmten Tagen geöffnet und es wird ein Eintritt verlangt .
Sie gehört nicht zum Park .
 
Alles in allem ist der „ Garden of the Gods " auf jeden Fall einen Besuch wert , sollte man sich in der Gegend aufhalten .
Diese einmalige Landschaft beeindruckt durch das Zusammenspiel der grünen Vegetation ,
aus der die an die 100m hohen roten Sandsteinzacken in den blauen Himmel zu wachsen scheinen .
Und der schneebedeckte Hausberg „ Pikes Peak " wacht mit seinen 4300m Höhe im Hintergrund – idyllisch...
Lage und Anfahrt
 
Der Garden Of The Gods befindet sich am westlichen Stadtrand von Colorado Springs / CO .
Über den HWY 24 geht es nach Westen in Richtung Manitou Springs / CO .
Unterwegs kommt man direkt am Parkeingang bzw. Visitor Center vorbei . Route

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